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Steinbach am Wald
Eröffnung

Premiere für den Naturerlebnispfad

Die geschichtsträchtige "Millionenstraße" wurde auf 1,2 Kilometern Länge mit über 50 Schautafeln veredelt.
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Auch der Präsident der Heinz-Holding, Carl-August Heinz, zeigte sich begeistert vom Wald- und Naturerlebnispfad. Foto: Veronika Schadeck
Auch der Präsident der Heinz-Holding, Carl-August Heinz, zeigte sich begeistert vom Wald- und Naturerlebnispfad. Foto: Veronika Schadeck
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Das Wetter hätte nicht besser sein können, als am Samstagnachmittag zwischen der Wanderhütte und der Kalten Küche, auf der sogenannten Millionenstraße der Wald- und Naturerlebnispfad eröffnet wurde. Angenehme Temperaturen, ein bunter Wald und über 50 Schautafeln, die auf die Tier- und Pflanzenwelt hinweisen, machten die Begehung zu einem echten Erlebnis.


Erholung, Bewegung, Lernen

Der Wald- und Naturerlebnispfad, der an den Dichterpfad angrenzt, bedeutet Erholung, Bewegung und gleichzeitiges Lernen für alle Generationen. Wer weiß schon, dass ab und zu ein Luchs den Rennsteig durchquert? Oder, dass ein Reh sich vitaminreich ernährt? Der Naturerlebnispfad vermittelt auf einer 1,2 Kilometer langen Strecke viel Wissen und Informationen. Es gibt unter anderem eine Übersicht über die verschiedenen Marder in Deutschland, über die rote Waldameise, über den Ablauf eines historischen Meilerbetriebes und warum der Mensch Bäume braucht.
Erklärt wird weiterhin der Lebensraum Teich, warum flache Gewässer, wie auch natürlich entstandene Weiher sowie angelegte Teiche wichtige Bestandteile für Mensch und Tier sind. Gezeigt werden verschiedene Bäume wie die Blaufichte, Rotbuche, Bergahorn etc.
Eine Attraktion ist zudem die Baumscheibe, dessen Jahresringe Zeugnis von einem langen Leben, nämlich nahezu 100 Jahren, gibt. Festgehalten werden dabei wichtige historische Ereignisse während dieser Epoche, wie beispielsweise die Gründung der Bundesrepublik, der Mauerbau, die Grenzöffnung.
Es ist ein geschichtsträchtiger Boden, auf dem der Naturlehrpfad angelegt wurde. Dieses Areal wurde nicht nur über viele Jahre durch den Grenzzaun getrennt, sondern auch Napoleon mit seiner einer Million Soldaten querte im Jahre 1806 den Weg. Deshalb auch der Name Millionenstraße.


"Region touristisch aufwerten"

Initiiert wurde der Naturerlebnispfad, ebenso wie der Dichterpfad - hier weisen verschiedene Holztafeln auf das Leben von Dichtern und deren Werken hin - vom Frankenwaldverein e.V., Ortsgruppe Kleintettau unter der Federführung des Altbürgermeisters Alfred Schaden. Mit diesen beiden Maßnahmen wollen die Mitglieder zum einen die Region touristisch aufwerten, zum anderen aber auch Kindern und Jugendlichen den Lebensraum Wald in Erinnerung rufen.
Alfred Schaden bedanke sich bei der Eröffnung bei Allen, die das Projekt mit unterstützt haben. Insbesondere galt sein Dank der Sparkassenstiftung Ludwigsstadt für den Scheck in Höhe von 1000 Euro sowie den Unternehmern Carl-August Heinz (Heinz-Holding-Gruppe) und Bernd Hörauf (Gerresheimer Tettau). "Ohne eure Unterstützung hätten wir Wald- und Naturerlebnispfad nicht realisieren können". Danke sagte er zudem auch dem Staatsforst für die gute Zusammenarbeit.


2016 Aussichtsturm geplant

Bei der Eröffnung war auch die Buchautorin Kerstin Rentsch mit dabei. Sie kündigte an, dass sie ab dem nächsten Jahr bei Begehungen mit Gruppen auf die Kräutervielfalt am Rennsteig, deren Verwendung und wozu diese "gut" sind hinweisen werde.
Ein weiteres Projekt soll nun noch entstehen, nämlich auf dem Schildwald in unmittelbarer Nähe der Wanderhütte soll 2016 ein 30 Meter hoher Aussichtsturm errichtet werden. Mit 780 Metern ist der Schildwald der höchstgelegene Ort im Frankenwald. "Dann", so Alfred Schaden, "haben wir unser Ziel erreicht und unseren Beitrag für den Tourismus geleistet".

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