Kronach
Tourismus

Planung: Eislaufen in Gehülz

Bianca und Gregor Lorenz aus Gehülz machen sich Gedanken über ein Ausflugsangebot für den Kronacher Stadtteil.
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Unterhalb der Gaststätte "Liftstuben" soll die Like-Ice-Kunsteisbahn entstehen. Im Umfeld sind ein Spielplatz und ein Biergartenbetrieb angedacht. Foto: Gregor Lorenz
Unterhalb der Gaststätte "Liftstuben" soll die Like-Ice-Kunsteisbahn entstehen. Im Umfeld sind ein Spielplatz und ein Biergartenbetrieb angedacht. Foto: Gregor Lorenz
Die Sanierung der Spitalbrücke, Werbeanlagen und Arbeiten an Häusern wie auch Straßen stehen am Donnerstag im Kronacher Bauausschuss auf der Tagesordnung. Eigentlich nichts Besonderes - wäre da nicht Punkt 11. Da taucht eine Bauvoranfrage auf, die aus dem üblichen Rahmen fällt: "Errichtung einer überdachten Kunsteisbahn".


Der Schnee fehlt

Auf die Idee für dieses Vorhaben sind der Gehülzer Gregor Lorenz und seine Frau Bianca gekommen. Nun hoffen sie darauf, im Ausschuss auf offene Ohren zu stoßen.

"Ein Skilift in Kronach ohne Schnee - schlecht!", urteilt Gregor Lorenz, der den Lift in Gehülz betreibt. Die Witterung der vergangenen Jahre hat ihn und seine Frau ins Grübeln gebracht. Ihr Ziel ist es, ein neues Ausflugsangebot für die Gaststätte "Liftstuben" zu finden.
Mittlerweile wurde die Familie Lorenz beim Nürnberger Unternehmen Like-Ice fündig.

"Wir haben an eine Eisbahn gedacht, aber die Stromkosten dafür schlagen richtig rein. Bei fünf Grad plus wird der Betrieb unwirtschaftlich, und man braucht auch noch die Gerätschaften dafür", nennt Gregor Lorenz die Probleme für eine Bahn mit echtem Eis. Seine Frau Bianca ergänzt: "Wir wollten außerdem etwas, dass das ganze Jahr über nutzbar ist."


300 Quadratmeter

Die Lösung ist ein spezieller Kunststoffbelag, in den ein Gleitmittel eingearbeitet ist. Like-Ice bietet ein solches Stecksystem an, das die 80-prozentige Gleitfähigkeit von echtem Eis bietet und keinen Einsatz umweltschädlicher Gleitmittel auf der Oberfläche benötigt. Eine solche Bahn würden Gregor und Bianca Lorenz nun gerne am Rand von Gehülz, direkt unterhalb der Gaststätte, errichten. Ergänzen möchten sie das Ausflugsangebot durch einen Spielplatz und einen Biergartenbetrieb.

300 Quadratmeter groß wäre die Bahn, die eine Lebenserwartung von 20 Jahren hat. "Wenn's gut läuft, würden wir sie später eventuell auf 500 Quadratmeter erweitern", plant Gregor Lorenz bereits, der auch schon über besondere Events nachdenkt. Und da der Kunststoff bis plus/minus 60 Grad hält, könne man sogar im Sommer in Badehose dort laufen.

Sollte der Bauausschuss seine Anfrage positiv bewerten, will Lorenz die weiteren Planungen in Angriff nehmen. Dass die Bahnen funktionieren, hat er sich bereits vor Ort in Berlin, Regensburg und Bad Füssing angeschaut. Man müsse nur die Kanten der Schlittschuhe gut geschliffen haben und ein klein wenig mehr Muskeleinsatz als auf echtem Eis zeigen, dann merke man eigentlich keinen Unterschied.
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