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Nordhalben
Gemeinderat

Perspektive für die alte Schule in Nordhalben

Im Rahmen des Projektes "Nordhalben Village" könnten in dem Gebäude unter anderem moderne IT-Arbeitsplätze entstehen.
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Die alte Schule in Nordhalben könnte zu einem Technologiezentrum werden.  Foto: Norbert Neugebauer
Die alte Schule in Nordhalben könnte zu einem Technologiezentrum werden. Foto: Norbert Neugebauer
Die Rodachtalgemeinde Nordhalben hat einiges zu bieten. Die Gemeinde ist umgeben von herrlicher Natur, sie hat eine engagierte Bürgerschaft vorzuweisen und liegt in der Mitte Deutschlands. Nur 20 Minuten sind es bis zum wichtigen Autobahnanschluss Berlin-München. Nicht zuletzt deshalb kann das Projekt "Nordhalben Village" Realität werden. Davon ist Halgard Stolte überzeugt. Sie zog vor wenigen Monaten in die thüringische Nachbargemeinde Titschendorf. Ihr Motto ist: "Arbeiten und Leben in der perfekten Natur!"

Bei der Marktgemeinderatssitzung am Dienstagabend stellt sie ihr Projekt vor. Zuvor ging sie auf die aktuelle Ausgangssituation ein. Einwohner brechen weg, die Bodenrichtwerte sind niedrig, Produktionsarbeitsplätze sind weggefallen, es gibt Leerstände. Die Nordhalbener aber versuchen, immer etwas auf die Beine zu stellen.
"Ich bin total beeindruckt!"

Bei ihrem Projekt geht es nun vorrangig um die Wiederbelebung der alten Schule und das umgebende Areal. Halgard Stolte kann sich vorstellen, dass in diesem Gebäude ein neues Technologiezentrum für Unternehmensgründer entsteht und IT-Arbeitsplätze angesiedelt werden könnten. Sie sprach weiterhin von "Start-up" und sogenannten "temporären Arbeitsplätzen", die untergebracht werden könnten. Letztgenanntes könnte beispielsweise für Großfirmen in Ballungszentrum ein Anreiz sein, ihre Mitarbeiter für eine bestimmte Zeit aufs Land zum Arbeiten zu schicken. Halgard hält nach einer Umfunktionierung der alten Schule eine Auslastung bis zu 70 Prozent möglich. Sie sprach davon, dass der Breitband-Glasfaserausbau hervorragende Voraussetzungen für Unternehmer im IT-Bereich beziehungsweise Dienstleistungssektor bietet.

Ihren Ausführungen nach müssten insgesamt 800 000 Euro in Gebäude und Einrichtung investiert werden. Sie hofft, dass durch das Förderprogramm "Land(auf)Schwung" die Gemeinde beim ersten Schritt, nämlich für die baulichen Maßnahmen und Inneneinrichtung, 200 000 Euro an Förderungen bekommt.

Der zweite Bauabschnitt wären energetische Maßnahmen und beim dritten Teil, nämlich bei der Gestaltung der Außenanlagen, könnten Gelder aus dem Städteumbau fließen.

"Es ist beeindruckend", lobte Ludwig Pötzinger (FW) die Präsentation von Halgard Stolte. Michael Wunder (CSU) regte an, nochmals bei der Regierung von Oberfranken wegen Fördermittel vorstellig zu werden.

Michael Franz (SPD) schlug vor, das Projekt auf zwei verschiede "Füße" zu stellen, nämlich auf Städtebau und Land(auf)Schwung. "Die Zahlen sind respekteinflößend - aber Sie überzeugen mich!", so Horst Wolf (FW). Dies brachte er aber mit dem Zuzug von Halgard Stolte in die Region in Zusammenhang. "Sie reden nicht nur, sie sind auch hier!"


Weitere Themen im Gemeinderat

Imagebroschüre Vorgestellt wurde in der Sitzung die neue Image-Broschüre des Marktes, die unter dem Motto "Leben und arbeiten in perfekter Natur" herausgegeben wurde. Hier wies Bürgermeister Michael Pöhnlein darauf hin, dass dieses Produkt auf ehrenamtlicher Basis hergestellt wurde. Er berichtete weiter, dass die Gemeinde den Druck des Prospekts vorgezogen habe und bat das Gremium um Zustimmung der Übernahme der Druckkosten in Höhe von 1249,00 Euro. Hier gab es keine Einwände.

Kanalbefahrung Zu Beginn der Sitzung erwähnte der Bürgermeister die laufende Kanalbefahrung in Nordhalben mit der Kamera. Es seien mehrere Fremdwasserzutritte bei den Anschlüssen der Straßeneinläufe an den Kanälen festgestellt worden. Diese werden umgehend beseitigt.

Kunstwoche Pöhnlein wies auch auf die Kunstwoche in Nordhalben hin, die vom 12. bis 18. August stattfindet. Derzeit laufen Arbeiten am Künstlerhaus durch die Bürgerinitiative NohA.

Stelle Auch wurde darauf hingewiesen, dass demnächst die Stelle einer Verwaltungsfachkraft ausgeschrieben wird.

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