Lichtenberg
Fahndung

Neue Suche im Fall Peggy

Die Spurensuche im Fall Peggy geht in eine neue Runde. Jetzt durchkämmten erneut Kripo-Beamte das Grenzgebiet zwischen Franken und Thüringen.
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Polizisten suchen am Montagmorgen im Waldgebiet nahe Nordhalben nach neuen Spuren im Fall Peggy. Foto: Marco Meißner
Polizisten suchen am Montagmorgen im Waldgebiet nahe Nordhalben nach neuen Spuren im Fall Peggy. Foto: Marco Meißner
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Schwere Lastwagen der Polizei und Mannschaftsbusse säumen einen Waldweg, der rund drei Kilometer von Nordhalben (Landkreis Kronach) entfernt liegt. Experten der Kripo in weißen Overalls laufen durch den Forst, blicken aufmerksam um sich, wollen Spuren sichern. Passanten fragen sich, was dieser Einsatz, der am Montagvormittag im Grenzgebiet zwischen Franken und Thüringen stattfand, bedeuten sollte.

Darum ging es: Erneut waren über 50 Beamte ausgerückt, um neues Licht in den Fall Peggy zu bringen. Und zwar am selben Ort, an dem Anfang Juli Teile des Skeletts der 2001 verschwundenen neunjährigen Schülerin Peggy entdeckt worden waren. Die Polizisten ließen dort nun erneut Erdarbeiten durchführen, um so eventuell auf frische Hinweise zu stoßen.

Jürgen Stadter, Sprecher des Polizeipräsidiums Oberfrankens, bestätigt: "Wir suchen gegenwärtig gewisse weitere Bereiche rund um den Fundort der Leichenteile ab. Das betrifft auch Gebiete im benachbarten Thüringen. Insbesondere interessieren sich die Ermittler auch für Tierbauten."

Dort nämlich könnten sich weitere Spuren befinden. Stadter nennt es "das routinemäßige Abarbeiten von Hinweisen". Die Maßnahmen dauerten am Montag an und würden im Bedarfsfall fortgesetzt. 15 Jahre fehlte von dem Mädchen jede Spur. Bis ein Pilzsammler Anfang Juli Teile eines Skeletts entdeckte, das Rechtsmediziner der Vermissten zuordnen konnten. Das Skelett des Mädchens war nicht vollständig. Auch ein Teil der Kleidung der Schülerin fehlte, ebenso wie ihr Schulranzen.

Peggy war am 7. Mai 2001 nach der Schule nicht nach Hause zurückgekehrt. Sie trug an diesem Tag eine schwarze Windjacke mit dem Aufdruck "TSV Lichtenberg", ein oranges Sweatshirt und eine olivgrüne Hose. Außerdem hatte sie ihren rosafarbenen McNeill-Ranzen bei sich.

Polizeisprecher Stadter erklärt: "Die Ermittlungen gehen weiter. Es fehlt aber eine heiße Spur oder ein konkreter Tatverdacht. In den bisher geführten Vernehmungen kam nichts entscheidendes heraus."

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