Teuschnitz
Stadtrat

Neue Fenster für das Rathaus

Bei der Stadtratssitzung stellte das Architekturbüro Grimme die Planungen vor - und: Es gibt Zuschüsse.
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Das Rathaus Teuschnitz - bald werden Fenster und Türen ausgetauscht. Foto: Heike Schülein
Das Rathaus Teuschnitz - bald werden Fenster und Türen ausgetauscht. Foto: Heike Schülein
Im Rathaus ist der Austausch von 62 Fenstern und sechs Türen, darunter auch die große Eingangstüre, vorgesehen. Ermöglicht wird dies durch die Regierung von Oberfranken, die die energetische Sanierung und den Abbau von Barrieren am Rathaus im Rahmen des Kommunalinvestitionsprogramms KIP fördert. Die rund 225 000 Euro teure Maßnahme umfasst die energetische Sanierung der Fenster und Türen sowie die Barrierefreiheit für geh- beziehungsweise sehbehinderte Menschen wie auch Gehörlose. Die vorläufig zugesagte 90-prozentige Fördersumme beläuft sich auf 201 300 Euro.
Der mit der Planung beauftragte Architekt Jürgen Grimme aus Burgkunstadt erläuterte die vorgesehenen Sanierungsarbeiten und -kosten. Die Planungen umfassen die Gestaltung der Fenster und Türen, die Farbe, Oberlichter und Fensterbänke.
"Das Rathaus entstand zwischen 1850 und 1867 im Stil der Neugotik beziehungsweise Klassizismus", so der Architekt. Unter Berücksichtigung der Historie waren Art und Farbe der Fenster mit Robert Pick vom Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege vorbesprochen worden. Es werden Holzfenster eingebaut.
Zur Auswahl stehen die Farben Lichtgrau oder weiß sowie verschiedene Arten von Kippflügel-Fenstern. Von den 62 Fenstern sollen - so Bürgermeisterin Gabriele Weber (CSU) - 20 mit Oberlichtern zum Kippen für eine Frischluftzufuhr, ohne das ganze Fenster öffnen zu müssen, versehen werden. Aus Kostengründen soll dies lediglich bei den 20 besonders hohen Fenstern erfolgen.
"Die Haustüre ist ein sehr prägendes Bauteil", verdeutlichte Grimme. Hier sind verschiedene Möglichkeiten von geschlossen bis transparent möglich. Die Haustür wird behindertengerecht eingebaut. Nach dem Klingeln wird sich diese - auf Betätigung der Verwaltungsangestellten - automatisch ganz öffnen.
Im Inneren soll die bisherige Glastür durch eine ebenfalls automatische Tür ersetzt werden. Aus optischen Gründen könnte die Klingel sowie ein Briefkasten in einer Stele untergebracht werden. Da aber der Rathausplatz in den kommenden Jahren umgestaltet werden soll, wird dies derzeit nicht weiter verfolgt, um sich nichts zu verbauen. So verhält es sich auch mit den Außen-Rampen für Behinderte.


"Das ist eine Supersache"

"Die Außenanlagen sollen erst 2018 realisiert werden. Sonst müssten wir das in zwei Jahren wieder umbauen", erläuterte der Architekt. Laut Stadtumbaumanagerin Bettina Seliger sollte man auch über einen Aufzug nachdenken. Die hintere Türe soll dem Haupteingang angepasst werden. Sie werde aber nicht ersetzt, sondern lediglich überarbeitet - also farbig gestrichen oder mit Glaselementen versehen. Das Gremium genehmigte die Planungen. Nach Einreichung des Zuschussantrages bei der Regierung und Genehmigung des vorzeitigen Maßnahmebeginns erfolgt die Ausschreibung. "Das ist eine Supersache", freute sich die Bürgermeisterin. Man habe sich viele Gedanken gemacht - auch über eine Neunutzung des "Schwarzen Kreuzes", als Infostelle für die Arnika-Akademie oder als kleines- Fremdenverkehrsbüro, inklusive Toiletten. Sehr wünschenswert wäre eine Neugestaltung des Rathaus-Sitzungssaals - unter anderem mit "einigermaßen bequemen Stühlen", nachdem die jetzigen aus dem Jahr 1978 stammen. Hier regte Grimme eine flexible Raumnutzung beispielsweise auch für das Abhalten von Vorträgen an.
Auf Initiative der Haßlacher Stadträte wird der Ausbau des Weges von Haßlach zur Bastelsmühle verfolgt. Der Weg hat eine Länge von 850 Meter und ist derzeit als Waldweg mit einer Fräsgutschicht befestigt. Vorgesehen ist ein Ausbau zur Straße mit Unterbau, Tragschicht, Entwässerung und mehreren Ausweichen. "Inzwischen liegt die Stellungnahme der Regierung vor. Danach ist der Ausbau der Gemeindeverbindungsstraße grundsätzlich förderfähig", freute sich die Bürgermeisterin. Voraussetzung für die Finanzierung ist, dass das Vorhaben zur Verbesserung der Verkehrsverhältnisse in den Gemeinden dringend erforderlich ist, das heißt die neue Straße muss breiter sein als die alte oder tragfähiger. Die Anlieger werden eingeladen, um den Sachverhalt zu erörtern.
2016 ist eine Neuregelung im Umsatzsteuergesetz in Kraftgetreten. Bisher waren Gemeinden nur in Ausnahmefällen der Umsatzsteuer unterworfen. Die wird künftig auf alle Bereiche der wirtschaftlichen Betätigung der Gemeinde ausgeweitet. Die Neuregelung gilt ab dem 1. Januar 2017.


Von Friedhöfen, Urnengräbern und Bestattungen


Beschluss Auf den Friedhöfen der Stadt Teuschnitz können neue Urnengräber entstehen. Dies beschloss der Stadtrat. Es sind aber nicht auf allen Friedhöfen alle Varianten möglich. In der Klausur des Stadtrates in Obertrubach im April waren die Gestaltung der Friedhöfe und die verschiedenen Bestattungsmöglichkeiten Hauptthema gewesen. Möglichkeiten der Urnenbestattung sind Urnenbestattungen im Familiengrab, Urnengräber mit Grabstein und Einfassung, Urnengräber ebenerdig mit Platte, Urnenbestattungen auf dem Urnenfeld sowie eine Urnenwand.

Besichtigung "Für Urnenbestattungen müssen die jeweiligen Verhältnisse in den drei Friedhöfen Teuschnitz, Wickendorf und Rappoltengrün berücksichtigt werden", so die Bürgermeisterin. Eine anonyme Bestattung ist nur in Teuschnitz möglich. In allen drei Friedhöfen werden Urnenbestattungen bereits in den vorhandenen Familiengräbern vorgenommen. Weber und einige Stadträte hatten Friedhöfe im nördlichen Landkreis im Hinblick auf Urnengrabstätten wie auch den Friedhof in Wickendorf besichtigt. Die Ergebnisse stellte die Bürgermeisterin in der Sitzung vor.

Teuschnitz Im Friedhof Teuschnitz kann die vorhandene Urnengrabreihe mit Platten östlich des Priestergrabes um circa zehn Plätze erweitert werden, was für die nächsten Jahre ausreicht. Für Bestattungen auf dem Urnenfeld kann die vorhandene Rasenfläche nördlich des Priestergrabens ausgewiesen werden. Hier können auch anonyme Bestattungen vorgenommen werden. Die Anlegung einer Urnenwand an der Kirchentreppe ist noch nicht möglich, da die Treppenanlage baufällig ist. Die Ausweisung eines Bereiches für Urnengräber mit Einfassung und Grabstein kann noch nicht erfolgen, da es keine freien zusammenhängenden Bereiche gibt.

Rappoltengrün Im Friedhof Rappoltengrün können bei Bedarf Urnengräber mit Grabstein und Einfassung ausgewiesen werden. Das Gremium zeigte sich damit einverstanden.

Wickendorf m Friedhof Wickendorf besteht grundsätzlich die Möglichkeit, im nordwestlichen Bereich zusätzlich einen Bereich für Urnengräber mit Platte sowie im östlichen Friedhofsbereich Urnengräber mit Grabsteinen und Einfassungen auszuweisen. Stadtrat Markus Wachter (CSU/FWG) bat, den Kirchenrat von Wickendorf in die Planungen mit einzubeziehen. Auf dessen Wunsch hin, sollen die Urnengräber im hinteren rechten Bereich des Friedhofs - Richtung Teuschnitz - entstehen. Wachter wird mit dem Kirchenrat einen Entwurf vorbereiten, worüber der Stadtrat beratschlagt.

Bestattungen Bereits 1991 beschloss der Stadtrat, mit dem Bestattungsunternehmen Neubauer und Köstner, Nordhalben, einen Bestattungsvertrag abzuschließen, um aufgrund von Problemen mit der kommunalen Grabmachertätigkeit den Beerdigungsdienst zu sichern. Im Bestattungsvertrag mit Neubauer und Köstner ist festgelegt, dass im Einzelfall das Bestattungsunternehmen den Auftrag erhält, das die Hinterbliebenen mit der Bestattung beauftragen. Die Regelung, wonach das Bestattungsunternehmen die Bestattungskosten direkt den Hinterbliebenen in Rechnung stellt, wird aufgehoben und die Stadt übernimmt künftig wieder komplett die Abrechnung aller Bestattungsleitungen. Somit können auch weitere Bestattungsunternehmen für Grabaushubarbeiten zugelassen werden. hs
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