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Steinbach am Wald
Wirtschaft

Nach Brand ist Trebes wieder voller Elan

Dominik Trebes baut nach einem Brand im Januar 2016 sein Unternehmen wieder auf. Zurzeit produziert er in einer ehemaligen Schreinerei in Ebersdorf.
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Trotz der Brandkatastrophe blickt Dominik Trebes zuversichtlich in die Zukunft. Zurzeit produziert er zusammen mit seinen Mitarbeitern in seinem Ausweichdomizil in der ehemaligen Schreinerei Stärker in Ebersdorf.  Foto: Veronika Schadeck
Trotz der Brandkatastrophe blickt Dominik Trebes zuversichtlich in die Zukunft. Zurzeit produziert er zusammen mit seinen Mitarbeitern in seinem Ausweichdomizil in der ehemaligen Schreinerei Stärker in Ebersdorf. Foto: Veronika Schadeck
Dort, wo einst gehobelt und gesägt wurde, stehen nun Computer und Laserdrucker. Die einstige Schreinerei Stärker in Ebesdorf dient derzeit als Ausweichproduktionsort der Medienfabrik Trebes, ehemals T.D. Design.
"Es nützt alles nichts, man muss nach vorne blicken", betont der Geschäftsführer der Medienfabrik, Dominik Trebes. Der zweifache Familienvater weiß, wovon er spricht. Es war ein Schock für ihn und seine Familie, als an einem Freitag im Januar 2016 sein nur ein Jahr bewohntes Wohn- und Gewerbegebäude in Flammen stand.

Bis in die frühen Morgenstunden waren Hunderte von Rettungskräften und Feuerwehrleuten im Einsatz, um den Brand zu löschen. Von dem schmucken Haus mit integrierter Medienfabrik war am Ende nicht mehr viel zu erkennen. Verkohlte Maschinen und Anlagen, herausgerissene Dämmungen, alles verrußt. Der Schaden belief sich insgesamt auf knapp eine Million Euro. Dankbarkeit ist seiner Stimme zu entnehmen, als er davon spricht, dass die Rettungskräfte dennoch Schlimmeres verhindert haben.

"Wir haben uns nach dem Schrecken relativ schnell gefangen", erklärt Dominik Trebes. Nach Tagen der Fassungslosigkeit stand die Frage im Raum: "Wiederaufbau oder nicht." Jetzt hat sich die Familie für einen Neuanfang in Kehlbach entschieden. Noch in diesem Jahr sollen die "Reste" des Wohn- und Gewerbegebäudes ganz beseitigt werden. Entstehen soll an gleicher Stelle ein neues Wohnhaus. Daneben wird eine Gewerbehalle mit einer 500 Quadratmeter großen Nutzfläche gebaut.

Dominik Trebes ist voller Elan. Der Jungunternehmer beginnt zu erzählen. Es war im Jahre 2002, als er mit einem DIN/A3-Drucker, aufgestellt in seinem Zimmer, sein kleines Unternehmen gründete. Damals fertigte er ausschließlich Printprodukte - wie Flyer, Plakate für Vereine und Parteien.

Mittlerweile liegt der Schwerpunkt in seinem Unternehmen auf der Veredelung von Verpackungen im Kunststoffbereich. Die Kunden kommen überwiegend aus dem Verpackungsbereich aus ganz Deutschland und einigen europäischen Nachbarländern. "Ich hätte nie gedacht, dass sich das alles so entwickelt", betont der 32-Jährige. Dominik Trebes hofft, dass sein Bau zügig vorangehen kann und sich bürokratische Hürden in Grenzen halten: "Die Planungen stehen." Sobald er seine neuen Gewerberäume bezieht, will er sich mit der Textilveredelung ein weiteres Standbein schaffen. Deshalb ist die Anschaffung einer weiteren Stickmaschine sowie eines Textildruckers geplant.

Die Entscheidung, seinen Betrieb wieder aufzubauen, sei zum einen darauf zurückzuführen, dass ihm die Selbstständigkeit viel Freude bereitet. Er werde gefordert, müsse sich immer wieder auf dem Markt umschauen und könne etwas bewegen. "Das macht mir viel Spaß." Außerdem habe er acht Mitarbeiter, die sich mit dem Betrieb identifizieren: "Wir sind ein Team."

Durch den Brand habe er aber auch ganz neue Erfahrungen gemacht. In diesem Zusammenhang betont er den Zusammenhalt seiner Familie und in der Bevölkerung. Die Bürger hätten tatkräftig mit angepackt, als es darum ging, die Spuren des Brandes zu beseitigen, das Haus mit auszuräumen. "So eine Hilfsbereitschaft wird es in Ballungszentren wahrscheinlich nicht geben."

Lobende Worte findet Trebes für die Bürgermeister Klaus Löffler (Steinbach) und Timo Ehrhardt (Ludwigsstadt), die ihn unterstützen, damit er seine Existenz wieder aufbauen kann. Ehrhardt war es auch, der ihm die ehemalige Schreinerei vermittelte, damit er bis zum Einzug in seine neuen Räume sein Gewerbe ausüben kann.
Und hat der Brand sein Leben verändert? "Ja, trotz des Schreckens bin ich dankbar, dass keiner verletzt wurde." Der Brand habe ihn persönlich reifen lassen. Es sei ihm aber auch bewusst geworden, wie schnell alles vorbei sein kann.

Jetzt freut er sich bereits auf seine neuen Räume, die er vielleicht schon 2017 beziehen kann. Was er dann macht? "Die erste Handlung wird die Anbringung von Rauchmeldern sein."
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