Kronach
Konzept

Moderner Anbau soll altes VHS-Gebäude in Kronach ergänzen

Der Kreisausschuss Kronach informierte sich in seiner Sitzung über die Planungen für die Sanierung des Volkshochschulgebäudes.
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Das VHS-Gebäude in Kronach. Foto: FT-Archiv
Das VHS-Gebäude in Kronach. Foto: FT-Archiv
Die Liste der Probleme am und im Gebäude der Volkshochschule ist lang. Sabine Porzel vom Architekturbüro Spindler legte sie dem Kreisausschuss vor. Der Brandschutz und die Barrierefreiheit lassen zu wünschen übrig, es gibt statische Schwierigkeiten ebenso wie Feuchtschäden, und die räumlichen Möglichkeiten sind unzureichend. In der Sitzung am Montag konnte Porzel jedoch ein Konzept vorlegen, dass durch einen Anbau für eine Lösung aller Probleme sorgen soll.


Schmaler Anbau geplant

Sie ging auf die ursprüngliche Konzeption ein, die weniger Seminarräume beinhaltet hätte. "Das wäre für eine VHS nicht zukunftsorientiert gewesen", erklärte Porzel. Der Schlüssel zu einer deutlichen Verbesserung soll ein schmaler Anbau an der Ostseite des bestehenden, stark renovierungsbedürftigen Gebäudes werden. Mit der Erweiterung in Richtung Rodacher Straße würde auch ein terrassenartiger Vorplatz einhergehen, über den ein barrierefreier Zugang möglich wäre. Ein Grüngürtel soll den Bereich aufwerten, während die Parkflächen gebündelt würden. Dabei gilt: Mehr als 30 Parkplätze sollen es nicht werden.

Der Anbau soll dreigeschossig errichtet werden und ein modernes Design erhalten. Ein zweites Treppenhaus, ein Aufzug, ein Behinderten-WC, ein Begegnungsraum, Technik- und Lagerflächen sollen dort Platz finden. "Er gibt der VHS ein neues, modernes Bild. Trotzdem ist es ein schlichter Anbau. Das Hauptgebäude bleibt dadurch tragend", schätzte Porzel die Wirkung der geplanten Erweiterung ein. Und der Vorteil: Mit dann sechs Seminarräumen und zwei Gesundheitsräumen wäre die VHS auch perspektivisch ordentlich aufgestellt.


Landrat: "Eine gute Lösung"

"Ich halte das für eine gute Lösung", unterstrich Landrat Oswald Marr (SPD). Er betonte, dass ihm ein moderne Variante des Anbaus sinnvoller erscheine, als diesen künstlich auf alt zu trimmen. So erwartet er einen Hingucker. Und die alte Oberrealschule - das heutige VHS-Gebäude - bleibe erhalten und lasse die Betrachter in Erinnerungen schwelgen. "Wir sind auf einem guten Weg. Er ist mit allen maßgeblichen Stellen abgestimmt", freute sich Marr über die bevorstehende Sanierung, die nach einem "Planungsjahr 2017" vermutlich im Jahr 2018 in Angriff genommen werden könnte.

Als Kronacher Bürgermeister versicherte Kreisrat Wolfgang Beiergrößlein (FW), dass die Kreisstadt hinter dem Projekt stehe. Gabriele Weber (CSU) meinte: "Die Wartezeit hat sich gelohnt." Die neue Planung hielt sie für "eine sehr gute Lösung". Folglich ernteten das Konzept für die Sanierung samt Anbau und auch die Parkplatzplanung die einhellige Zustimmung des Kreisausschusses.
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