Mitwitz
Marktgemeinderat

Mitwitzer sollen sich zu Windkraft äußern

Der Marktgemeinderat Mitwitz wird die Bürger befragen, ob er weitere Schritte im Hinblick auf die Fortschreibung des Zieles "Windenergie" unternehmen soll. Es geht dabei um einen Antrag auf Herausnahme des zu bebauenden Bereiches aus dem Landschaftsschutzgebiet "Roter Bühl".
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Wohin führt der Weg der Windkraft in Mitwitz. Die Bürger sollen das mit entscheiden. Foto: Jan Woitas/dpa
Wohin führt der Weg der Windkraft in Mitwitz. Die Bürger sollen das mit entscheiden. Foto: Jan Woitas/dpa
Bürgermeister Hans-Peter Laschka (CSU) erinnerte an eine Bürgerversammlung vom 30. Januar zur Windkraftnutzung im Gemeindegebiet Mitwitz, welche aber wohl nicht die vom Gremium erwartete Bürgerresonanz gefunden hat. "Wie wollen wir weiter vorgehen?", fragte Laschka in die Runde. Heinz Köhler (SPD) meinte: "Alle Fraktionen haben erklärt, dass sie eine Bürgerabstimmung wollen, dann müssen wir eine machen!" Dem stimmte auch Reiner Ewald (FWG) zu: "Wir waren uns von vornherein einig, die Bürger zu beteiligen. Dafür war die Beteiligung an der Bürgerversammlung allerdings zu gering. Jetzt geht es nur darum, in welcher Form wir die Bürger in diese wichtige Entscheidung einbinden."

Umfrage per Post

Nach mehreren Vorschlägen einigte sich das Gremium bei einer Gegenstimme von Matthias Weber (CSU) darauf, auf jeden Fall die Bürger per Postwurfsendung mit der Bitte um
Rückantwort stärker einzubeziehen. Es wurde auch geregelt, dass Bürger ab dem 14. Lebensjahr ihr Votum abgeben dürfen. Innerhalb von acht Tagen nach Erhalt des Stimmzettels soll dieser wieder ins Rathaus zurückgehen.

Nach der Diskussion um eine möglichst einfache Formulierung einigte man sich bei einer Gegenstimme (Matthias Weber) auf den Vorschlag von Martin Heidenbluth: "Soll der Marktgemeinderat Mitwitz weitere Schritte unternehmen, um eine Nutzung der Windkraftenergie im Gemeindegebiet Mitwitz zu ermöglichen?"

Verkabelung ab 6. Mai

Der Bürgermeister informierte über ein Gespräch mit der Deutschen Telekom bezüglich des Breitbandausbaus in Mitwitz. Als sehr erfreulich sei dabei herausgekommen, dass die Telekom in der Zeit vom 6. bis 29. Mai beabsichtige, eine Glasfaser-Breitbandverkabelung von Kronach aus bis nach Mitwitz in die Sonneberger Straße vorzunehmen. Dies bedeute, dass die Gemeindeteile Häusles, Leutendorf, Horb, Kaltenbrunn, Bächlein und Schwärzdorf sowie einige an dieser Strecke bestehende Wustungen danach mit relativ einfachen Mitteln durch die SÜC-Energie mit schnellem Internetanschluss versorgt werden können.

Für den Hauptort Mitwitz entstehe aber eine Sondersituation weshalb man noch nicht absehen könne, was und wie sich für Mitwitz mit welchem Aufwand etwas verbessern lassen werde.

Jedenfalls bestünden die Förderrichtlinien des Freistaates, die für förderfähige Investitionen bis 500 000 Euro eine maximale Förderhöhe von 80 Prozent vorsähen. "Für Mitwitz sollte man die Anschlussmöglichkeiten ins Auge fassen, allerdings müsste eben viel aufgegraben werden", gab Laschka zu bedenken.

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