Mitwitz
Sperrung

Mitwitz ist nun Dauerbaustelle

An zwei Stellen laufen in Mitwitz umfangreiche Bauarbeiten. Dadurch kommt es bei der Ortsdurchfahrt zu erheblichen Verkehrsbehinderungen, die noch gut ein Jahr andauern werden.
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An der Abzweigung in Richtung Sonneberg kann der Verkehr derzeit nur geradeaus vorbeifließen. Baustellenampeln sind in der Engstelle aufgestellt. Fotos: Marco Meißner
An der Abzweigung in Richtung Sonneberg kann der Verkehr derzeit nur geradeaus vorbeifließen. Baustellenampeln sind in der Engstelle aufgestellt. Fotos: Marco Meißner
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Wer schön sein will, muss leiden, heißt ein Sprichwort. Dass dies nicht nur auf Menschen zutrifft, sondern auch für eine ganze Gemeinde passend sein kann, zeigt sich in Mitwitz. Das Projekt "Ort schafft Mitte" soll den Kernbereich aufwerten, ein Sonderprojekt im Südwesten eine Industriebrache beseitigen. Dadurch wird das Ortsbild deutlich aufgewertet. Nur bis diese Maßnahmen abgeschlossen sind, müssen die Verkehrsteilnehmer und Anwohner auf die Zähne beißen.

Bürgermeister Hans-Peter Laschka (CSU) ist froh, dass die Mitwitzer hinter "Ort schafft Mitte" stehen. "Die Leute sehen die Notwendigkeit ein - es geht ja nicht anders", spricht er vor allem die Vollsperrung in der Ludwig-Freiherr-von-Würtzburg-Straße (Staatsstraße 2208) an. Sicher werde es für die Anwohner und Geschäfte Beeinträchtigungen geben, gibt das Gemeindeoberhaupt zu. "Aber die Baufirmen sind gehalten, nur die notwendigsten Einschränkungen vorzunehmen."

Dennoch kann es dauern, bis in Mitwitz wieder alles läuft wie gewohnt. Die von-Würtzburg-Straße ist schließlich nur der erste Bauabschnitt für die Neugestaltung und Aufwertung der Ortsdurchfahrt (Bundesstraße 303). Voraussichtlich bis Ende September wird dort die aktuell laufende Erneuerung der Kanäle dauern. "Dann ist dieser Abschnitt wieder frei für den Verkehr."

Allerdings setzt die Baufirma anschließend in den Bereich des südwestlichen Ortseingangs über (Coburger Straße). "Dort geht es auch mit grundlegenden Arbeiten los: Erneuerung der Kanäle und Wasserleitungen, Auswechseln der Wasserleitungsschieber, Erneuerung der Randbereiche, also der Gehsteige und Vorflächen der Häuser, sowie Erneuerung der Ortsbeleuchtung", erklärt Laschka.


Vollsperrungen

Dann erwartet Laschka eine Vollsperrung bis zum Rathaus. Diese wird voraussichtlich bis zum Jahresende andauern. "Aber nur so sind die Arbeiten möglich, weil die Kanäle und Wasserleitungen hin- und herspringen." Im nächsten Jahr soll die Maßnahme bis zur Tankstelle durchgezogen werden - größtenteils wieder mit Vollsperrungen. "Ein ganzes Jahr wird Mimetz Baustelle", meint Laschka.

Doch nicht nur in der Ortsmitte rollen zurzeit die Bagger, wobei der Durchgangsverkehr immer wieder an den Ampeln ins Stocken gerät. Auch am südwestlichen Ortsausgang warnen Schilder vor einer Baustelle. In der Coburger Straße 27 wird ein Haus abgerissen. Es wird nicht das letzte bleiben.


Sonderprogramm

"Bis Mitte nächster Woche wird es dem Erdboden gleich sein, dann geht es nahtlos gegenüber weiter", erklärt der Bürgermeister den ersten Abschnitt der Arbeiten im Zuge des Sonderprogramms "Revitalisierung von Industrie- und Gewerbebrachen". Aus Landes- und Bundesmitteln gibt es hierbei einen 80-prozentigen Zuschuss. Abgerissen werden soll die Indus triebrache mit den Hallen der Firma Fischer bis zum Flüsschen Föritz. Wenn die Gesamtmaßnahme abgeschlossen ist, soll schon bei der Ortseinfahrt der Blick zum Wahrzeichen von Mitwitz, dem Wasserschloss, möglich sein. Und bis Jahresende soll eine Art Wettbewerb Ideen für die Neuordnung dieses Gebietes erbringen.

Der Verkehr wird in der Zeit der Bauarbeiten weiträumig um Mitwitz herumgeleitet. Die Einheimischen suchen sich derweil ihre Schleichwege. Gerade jetzt zeigt sich, dass die Gemeinde ein Dreh- und Angelpunkt zwischen den Kreisen Kronach, Coburg und Lichtenfels ist. "Nach Mitwitz führen zwei Staatsstraßen und eine Bundesstraße", stellt Laschka fest. "Wir haben 7000 Fahrzeuge am Tag."

Doch er ist überzeugt, dass sich die Anstrengungen lohnen, und hofft, dass pünktlich zum 750. Jubiläum der Gemeinde im Jahr 2016 ein "neues Wohnzimmer" für die Bürger entstehen wird. "Am letzten Wochenende im August feiern wir Kirchweih. Es ist unser Ziel, dass zu diesem Zeitpunkt alle Maßnahmen fertig sind." Dann könnte sich auch der historische Umzug am 18. September 2016 durch ein ansprechendes Umfeld schlängeln.

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