"Ich finde die Systemumstellung - heuer traten beim Traktorrennen erstmals zwei direkt gegeneinander an - gelungen und interessanter als vorher mit der Zeitnahme", sagte der Gewinner des 8. großen Preises von Tschirn, Marcus Letsch. Er, der auch den ersten großen Preis vor acht Jahren gewonnen hat, fand auch die "Rennstrecke", sie war nicht mehr so sehr vom Slalom bestimmt, besser. "Man konnte in den fünf Runden wobei jeweils Mann gegen Mann gekämpft wurde, mehr Tempo vorlegen und aus den Maschinen alles rausholen", sagte der 25-jährige Landmaschinenmechaniker. "Ich hocke das ganze Jahr auf den Kisten", sagte er und so war es sicherlich auch kein Zufall, dass der Nebenerwerbslandwirt mit dem IHC-Traktor seines Onkels das Rennen gewann. Er sagte, er sei dem Schleppertreffen immer eng eingebunden und habe in den vergangenen zwei Jahren nicht am Rennen teilnehmen können. "Heuer hat es mit der Teilnahme geklappt und auch der Sieg freut mich."
Der Wetterumschwung machte sich beim Traktorrennen an den Zuschauerzahlen bemerkbar. Hatte man am Samstag beim Traktorrennen noch mit der schlechten Witterung zu kämpfen, so war das Wetter am Sonntagnachmittag optimal, so dass wieder sehr viele Besucher nach Tschirn kamen, um die Schlepper zu bestaunen. Rund 180 Fahrzeuge nahmen schließlich an der Rundfahrt durch Tschirn teil.
Am Sonntag saß Marcus Letsch wieder auf einem Schlepper, diesmal bei der Acker-Giganten-Vorführung. Dabei demonstrierte man die Größenunterschiede der Traktoren von vor Jahren und heute. Zufrieden war auch der Vorsitzende der Schlepperfreunde, Klaus Daum. "Man ist nach umfangreichen Vorarbeiten immer erfreut, wenn alles planmäßig über die Bühne geht, auch das Wetter spielte zumindest am gestrigen Sonntag mit", sagte er.