Kronach
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Loewe will mit OLED-Technik punkten

Nach einem Jahr Abstinenz präsentiert sich das Kronacher Unternehmen 2016 wieder bei der Internationalen Funkausstellung (IFA) in Berlin.
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Ab Freitag, 2. September, Anziehungspunkt für tausende Besucher: Der Loewe-Stand in der Messehalle 24 auf der Internationalen Funkausstellung (IFA) in Berlin.  Foto: Wolf-Georg Kirst
Ab Freitag, 2. September, Anziehungspunkt für tausende Besucher: Der Loewe-Stand in der Messehalle 24 auf der Internationalen Funkausstellung (IFA) in Berlin. Foto: Wolf-Georg Kirst
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Es sind historische Spuren, auf denen rund 50 Loewe-Mitarbeiter während der nächsten sechs Tage weilen, wenn sich Loewe anlässlich der Internationalen Funkausstellung (IFA) in Berlin präsentiert. Denn in der Hauptstadt hat sie einst begonnen, die lange Geschichte eines der bedeutendsten Unternehmen der Region.
Am 22. Januar 1923 gründeten die Brüder Siegmund und David L. Loewe in Berlin die Radiofrequenz GmbH. Im Oktober 1923 folgte die Loewe-Audion GmbH zur Herstellung der Elektronenröhren und bald darauf die Loewe Radio GmbH zur Produktion von Lautsprechern und Widerständen. Das erste Fertigungswerk entstand 1924.

Nur wenige Jahre nach der Firmengründung dann der erste Meilenstein der Loewe-Geschichte, als der Ortsempfänger OE 333 von 1926 bis 1930 die Verkaufsstückzahl von einer Million erreichte. Er war mit der Dreifachröhre NF 3 ausgestattet, die heute als die erste integrierte Schaltung der Welt gilt, sorgte für einen starken Anstieg der Rundfunkteilnehmerzahlen und wird oft als erster "Volksempfänger" bezeichnet.

Die IFA-Historie des Unternehmens begann 1931 ebenfalls mit einem Meilenstein. Auf der achten Funkausstellung führten die Gebrüder Loewe die erste öffentliche Filmübertragung mit Braunschen Röhren vor. Als Empfänger diente der erste Loewe-Kathodenstrahlfernseher. Ein Prototyp, der weiterentwickelt wurde und 1933 als erster serienreifer Fernseher in den Verkauf ging. "85 Jahre später wollen wir an diesen Innovationsgeist anknüpfen", sagt Loewe-Pressesprecher Roland Raithel, der seit Dienstag in der Hauptstadt ist und viel zu organisieren hatte.

Denn nach einjähriger Berlin-Abstinenz ist Loewe 2016 gleich an zwei Orten der Hauptstadt präsent. In Halle 24 des Messegeländes zu Fuße des Funkturms und in einer als Loewe Raum angemieteten Wohnung in der Prachtstraße "Unter den Linden" unweit des Brandenburger Tors.


Parallel an zwei Orten präsent

"Das Publikum, das bei unseren Events in der Innenstadt dabei sein wird, ist ein anderes als auf der IFA. Wir wollen aber beide ansprechen", erklärt Raithel die Doppelstrategie des Herstellers im Premium-Segment. Berlin - so Raithel - sei für Loewe eine enorm wichtige Plattform, um die Neuheiten vorzustellen (siehe unten). "Wir haben die Pause 2015 genutzt, um unser Sortiment weiterzuentwickeln."

So stellt das Unternehmen die beiden neuen Modelllinien bild und klang vor, die bewusst deutsche Namen tragen. Raithel: "Wir verstehen uns selbstbewusst als deutsches Unternehmen." Die gesamte Produktpalette von Loewe werde in in Deutschland konzipiert und entwickelt sowie in der Fabrik in Kronach produziert, wohin das Unternehmen während der Kriegswirren 1945 zur Produktionssicherung verlagert wurde.

Im Zentrum der auf der IFA vorgestellten Neuheiten steht der bild 7, der erste OLED-Fernseher aus dem Hause Loewe. "Wir stellen ihn bewusst in Berlin vor. Es gibt keinen besseren Ort, um an die Entwicklungen der Firmengründer anzuknüpfen", sagt Raithel, der dem bild 7 zutraut, zu einem modernen Loewe-Meilenstein zu werden. "Die Resonanz der Händler ist sehr stark. Alle Vorverkaufsmodelle sind schon weg."

Und in den kommenden Tagen wird sein Bekanntheitsgrad noch enorm steigen. Offiziell vorgestellt wurden die neuen Modelle gestern während der IFA-Pressekonferenz. Von heute an bis Mittwoch, 7. September, werden auf dem Messegelände über 100 000 Besucher erwartet. Zusätzlich hat Loewe mehrere hundert Gäste zu Veranstaltungen in den Loewe Raum in der Innenstadt geladen.


Diese neuen Modelle präsentiert Loewe auf der IFA in Berlin


bild 7 Das neue High-Tech-Flaggschiff mit OLED-Technologie. Highlight sind die unerreicht hohen Kontraste, die die strahlend hellen, selbstleuchtenden Pixel versprechen. Zudem erreicht es ein deutlich größeres Farbspektrum als ein gewöhnlicher LCD-Fernseher. Ein Bilderlebnis, das die Macher Loewe VantaVision nennen. Beim Einschalten fährt das Display motorisiert nach oben und gibt die leistungsstarke Soundbar frei.

Der bild 7 erscheint in den Bildgrößen 55 und 65 Zoll und kostet inklusive Wandhalterung 4990 beziehungsweise 6990 Euro. Optional sind ein motorisierter Floor- oder Table-Stand sowie eine Wandaufhängung erhältlich.

klang 5
Ein hochqualitatives Wireless-Lautsprecher-System. Es erschließt mit Tiefen bis zu 55 Hertz und sorgt für eine vollkommen natürlich wirkende Klangfülle.

klang 1
Ein drahtgebundenes 3.1-System, bei dem zwei Lautsprecher den Raum füllen. Der akustisch wie optisch auf das Lautsprecherpaar abgestimmte Subwoofer 300 sorgt für sonore Tiefen.

bild 9 Mit der Audio-Linie Loewe klang 9 kommt das Gerät 2017 auf den Markt. Es wurde vom neuen, in London lebenden Creative Director Bodo Sperlein konzipiert. Das Design lebt von minimalistischer Linienführung und perspektivischen Skulpturen.

TV-Möbel Ab September wird es die Produkt-Linie Loewe I Spectral Rack in zahllosen Farbausführungen geben; überdies kommen demnächst auch eigens entwickelte Integrations-Lösungen auf den Markt, die extra auf den bild 7 abgestimmt sind.
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