Laden...
Kronach
Auslandsjahr

Lisa Weigel erlebt Jahreswechsel in den USA

Die Kronacherin Lisa Weigel ist seit einigen Monaten in Texas. Wie unterschiedlich die Feiertage in Amerika und Deutschland begangen werden, konnte sie an Weihnachten und Silvester feststellen. Außerdem besuchte sich einen großen Freizeitpark.
Artikel drucken Artikel einbetten
Lisa Weigel genoss den Ausflug nach Florida. Fotos: privat/Lisa Weigel
Lisa Weigel genoss den Ausflug nach Florida. Fotos: privat/Lisa Weigel
+2 Bilder
Auf den ersten Blick schienen sich Deutschland und die Vereinigten Staaten nicht zu sehr voneinander zu unterscheiden. Nach Thanksgiving, Weihnachten und Silvester muss ich jedoch sagen, dass es zwei völlig unterschiedliche Kulturen sind.

Im November fand ein Schwimmwettkampf statt, bei dem ich "gelettert" habe. "Lettern" bedeutet, dass man in einer Sportart eine bestimmte Leistung erbringt. Wer "lettert", bekommt ein "Letterman-Jacket", eine Jacke auf der ein großer Buchstabe steht und auf die man sonst zum Beispiel seinen Namen und andere Aufnäher anbringen lassen kann.

Am letzten Donnerstag im November wird hier jedes Jahr Thanksgiving gefeiert. Der Sinn dahinter ist, dankbar für dass zu sein, was man hat, und Zeit mit der Familie verbringen zu können. Zusammen mit meiner Gastfamilie waren wir auf eine "Pie Party" eingeladen. Da man am eigentlichen Thanksgiving-Tag so viel isst, wird der Nachtisch einfach schon vorher gegessen.
Zu dieser Feier am Abend vor Thanksgiving brachten alle Gäste verschiedenste "Pies" mit. Diese Mischung aus Kuchen und Torte besteht aus einem festen Boden und einer cremeartigen Füllung. Auch wenn einige Pies wirklich gut waren, bin ich froh, dass wir in Deutschland Kuchen haben.
Am Thanksgiving-Tag sind wir abends zu Freunden meiner Gastfamilie gegangen. Wir haben dort gegessen, uns unterhalten und Spiele gespielt.


Baum aus Plastik

Pünktlich nach Thanksgiving wurde überall Weihnachtsmusik gespielt. Wir haben das Haus dekoriert und den Plastik-Weihnachtsbaum geschmückt. Sobald jemand ein Geschenk besorgt hatte, wurde es verpackt und unter den Baum gelegt.

Kurz vor Weihnachten sind wir dann nach Florida gefahren. 18 Stunden Roadtrip durch Loui siana, Mississippi und Alabama. Die Fahrt war gar nicht so schlimm wie erwartet, da der "Truck" meiner Gastfamilie einen Bildschirm hat auf dem man Filme schauen kann.

In Florida angekommen, habe ich die Familie meines Gastvaters kennen gelernt, die aus der Dominikanischen Republik kommt. Weihnachten wird hier eher als Feier angesehen, deshalb hatten wir am 24. Dezember eine Party mit etwa 30 Leuten. Es fühlte sich nicht wirklich an wie Weihnachten, es war allerdings interessant, einmal diese andere Erfahrungen zu machen.


Bei Mickey, Donald & Co.

Außerdem sind wir ins Magic Kingdom gegangen, einen der sechs Freizeitparks, die zu Disneyworld gehören. Wir haben völlig die Zeit vergessen und letztendlich 17 Stunden mit dem Achterbahnfahren und dem Disney-Charaktere-Treffen verbracht. Am Abend wurde das Schloss erleuchtet, dass man vor jedem Disney-Film sehen kann. Außerdem gab es eine große Parade und natürlich eine Feuerwerk-Show.

Nach einer Woche Florida sind wir zurück nach Texas gefahren, da wir Silvester zu Hause verbringen wollten. Mir wurde zwar erzählt, dass der Jahreswechsel hier nichts Besonderes ist, jedoch hätte ich nicht damit gerechnet, dass wirklich so wenig gefeiert wird. Viele Familien bleiben nicht einmal bis Mitternacht auf. Wir haben einen Film angeschaut und später mit Cola angestoßen. Feuerwerk ist hier leider verboten, da die Brandgefahr so hoch ist. Trotzdem gab es die eine oder andere illegale Rakete, die wir uns vom Garten aus angeschaut haben.

Der Gedanke, dass ich dieses Jahr schon wieder nach Hause fliegen werde, ist einerseits traurig, da ich mein Leben hier sehr vermissen werde. Andererseits freue ich mich schon sehr darauf, meine Familie und Freunde wiederzusehen.

Kommentare (0)

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren