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Kronach
Kunst

Licht aus der Vergangenheit

Der Künstler Karol J. Hurec hat sich von der Stadt-Illumination begeistern lassen und präsentiert in der früheren Endres-Halle eine Ausstellung.
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"Your coming out - not material necessary" nennt der Stockheimer Künstler Karol J. Hurec das plakative Werk in Weiß mit leuchtend roten Linien. Er möchte den Blick auf die materielose Farbe lenken. Foto: Sonny Adam
"Your coming out - not material necessary" nennt der Stockheimer Künstler Karol J. Hurec das plakative Werk in Weiß mit leuchtend roten Linien. Er möchte den Blick auf die materielose Farbe lenken. Foto: Sonny Adam
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Wenn Kronach leuchtet, ist das alljährlich ein Highlight, das Hunderte Besucher in seinen Bann zieht. Bislang allerdings hatte es bei dieser Gelegenheit noch nie eine Kunstausstellung gegeben. In diesem Jahr schon, freute sich Rainer Kober von Kronach Creativ bei der Vernissage. Der Stockheimer Künstler und Kunstpädagoge Karol J. Hurec präsentierte in der ehemaligen Endreshalle Lichtobjekte der besonderen Art aus seinem Fundus.


Über vierzig Ausstellungen

Sogar die oberfränkische Regierungspräsidentin Heidrun Piwernetz kam in die Industriebrache, die noch den Charme einer Autohalle hat, und würdigte das Schaffen des in München geborenen Künstlers. Hurec hat seine Ausbildung an der Akademie der bildenden Künste in München bei den Professoren Zacharias, Butz und Sauerbruch absolviert und hat seine Werke bereits in mehr als vierzig Ausstellungen präsentiert. "Kunst darf keine nette Randerscheinung für einige Privilegierte bleiben", sagte die Regierungspräsidentin. "Kunst ist nicht das Brot, sondern der Wein des Lebens. Aber Kunst und Kultur machen das Leben lebenswert", so Piwernetz.
Bei der Vernissage in der Endres-Halle sprach die Kuratorin der Kunsthalle Schweinfurt, Katharina Christ, die Laudatio. Christ betonte, dass Karol J. Hurec sich ursprünglich mit Lasurtechniken und den klassischen Techniken alter Meister beschäftigt hatte. Doch die Ausstellung besteht ausschließlich aus Objektkunst, die hauptsächlich in den achtziger Jahren entstanden ist. Vor allem die Sägebilder beeindruckten die zahlreichen Vernissagebesucher. Denn indirektes Licht sorgte für besondere Effekte.


Die Wirkung des Lichts

"Die Bilder sind für Tageslicht gemacht. Sie wirken, wenn es hell ist, als ob die Lichter Pastellkreidespuren wären", sagte der Künstler selbst über seine Werke. Im Dunkel der Nacht allerdings veränderten die Illuminationen die Farbe, traten kräftiger hervor und wurden deutlicher. Als Titel der Ausstellung hatte Karol J. Hurec "Ex praeteritis lux" (Das Licht aus der Vergangenheit) gewählt, doch die Kunstwerke sind kein Relikt des Vergangenen, sondern zeitgemäße Objektkunst. Die Ausstellung "Ex praeteritis lux" ist noch bis zum 7. Mai in der ehemaligen Endres-Halle (Eingang vom Marienplatz) zu sehen. Der Besuch ist nach Vereinbarung möglich. Anmeldung unter www.kunstverein-kronach.de
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