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Kronach
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"Küps kocht" beim Weltgebetstag

Die Küpser Dekanatsfrauenbeauftragte Elke Baumann und ihre Mitstreiterinnen beteiligen sich schon seit vielen Jahren am Weltgebetstag. Heuer zeichneten sie bei der Einführungsveranstaltung im Raum Kronach für das ägyptische Büffet verantwortlich.
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Christine Spichal, Elke Baumann, Petra Kestel und Christina Sammet (von links) zauberten ein Büffet mit ägyptischen Spezialitäten.  Foto: Schülein
Christine Spichal, Elke Baumann, Petra Kestel und Christina Sammet (von links) zauberten ein Büffet mit ägyptischen Spezialitäten. Foto: Schülein
In der Küche im Katholischen Pfarrzentrum St. Johannes Kronach duftet es verführerisch. Es riecht nach frischgebackenem Fladenbrot. Oliven-Kräuter-Stangen werden im Backofen gerade knusprig braun. Elke Baumann, Petra Kestel, Christine Spichal und Christina Sammet richten von ihnen zubereitete landestypische Spezialitäten auf Servierwagen an.

Es gibt Desserts wie den Nachtisch "Basbus" mit Grieß und Joghurt sowie "Om Ali", eine besonders auf der Arabischen Halbinsel beliebte Süßspeise. Daneben stellen sie ägyptische Spezialitäten wie bunte Salate mit "Bulgur"-Weizen sowie das Kichererbsen-Mus "Hummus".

Seit wann in Küps schon der Weltgebetstag begangen wird, weiß Elke Baumann nicht genau zu sagen. Es sind auf alle Fälle etliche Jahre. 2013 hatten sogar Teams aus dem südlichen Landkreis den Einführungs-Abend im Luthersaal für das südliche Dekanat selbst gestaltet.
Damals ging es um Frankreich und das Motto "Ich war fremd - ihr habt mich aufgenommen".

"Spannend und hochaktuell"

"Ich finde den Weltgebetstag immer wieder aufs Neue interessant, da man Einblick in eine andere Kultur erhält. Selbst im letzten Jahr, als es um Frankreich und damit um ein Land ging, von dem man glaubte, gut Bescheid zu wissen, war trotzdem viel Neues dabei", erzählt die Dekanatsfrauenbeauftragte der Kirchengemeinde Küps.

Gerade das heuer im Fokus stehende Ägypten ist in ihren Augen sehr spannend und hochaktuell. "Ich habe mit dem arabischen Frühling so meine Probleme", räumt sie ein. Aufgrund der sich im Umbruch befindenden politischen Lage mit mehrfachen Veränderungen werde es - wie sie ausführt - kurz vor dem Weltgebetstag noch einmal einen aktuellen Lagebericht geben.

Auch heuer beteiligten sich die Küpserinnen wieder gerne am Vorbereitungs-Abend. Bei einem Treffen mit Pastoralreferentin Birgitta Staufer-Neubauer wurden die verschiedenen Aufgaben und Workshops verteilt. "Wir haben dann beschlossen, dass Küps kocht", schmunzelt Baumann und ergänzt: "Wir haben ägyptisches Essen auf Deutsch gemacht. Wir mussten halt sehen, welche Rezepte machbar waren und welche Zutaten wir bekommen." Alle Gerichte wurden schon mal vorher getestet, ob sie gelingen und natürlich, wie sie schmecken.

Weltgebetstags-Chor

Bezüglich des Weltgebetstags gibt es eine Besonderheit in Küps, hat man doch - sicherlich einmalig im Landkreis - einen eigenen Weltgebetstags-Chor. Es handelt sich dabei um einen ökumenischen Chor, teilweise mit Mitgliedern aus dem Kirchenchor. "Es ist ein Chor, der nur zu diesem Anlass einmal im Jahr auftritt. Es singen etwa 15 bis 20 Personen - überwiegend Frauen - mit, die die Lieder zum jeweiligen Weltgebetstag anstimmen", erklärt Baumann.

Ins Leben gerufen wurde der Chor von der ehemaligen Lehrerin an der Grundschule Küps, Regina Mäusbacher, die in den ersten Jahren zunächst vor dem Gottesdienst immer die Lieder mit den Besuchern einstudierte. Daraus entstand mit den Jahren ein Chor, der jetzt von Hella Klumpp weitergeführt wird. "Unser alljährlicher Gottesdienst wird immer von 60 bis 70 Leuten besucht.

Da es eine ökumenische Veranstaltung ist, findet er abwechselnd in der evangelischen St. Jakobi- und in der katholischen St. Elisabeth-Pfarrkirche in Küps statt", informiert sie.

Da die katholische Kirche derzeit renoviert wird, hält man ihn aber heuer im zweiten Jahr in Folge in St. Jakobi Küps ab - und zwar am Freitag, den 7. März um 19 Uhr. Anschließend ist ein gemütliches Beisammensein im Luthersaal vorgesehen.
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