Kronach
Projekt

Kronachs nächtliches Leuchten

In sechs Tagen wird aus den Ideen von Studenten aus aller Herren Länder eine Sinfonie aus Licht.
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Sie lassen Kronach leuchten. Studenten planen in internationaler Besetzung ihre Konzepte für das bevorstehende Lichtevent. Foto: Veronika Schadeck
Sie lassen Kronach leuchten. Studenten planen in internationaler Besetzung ihre Konzepte für das bevorstehende Lichtevent. Foto: Veronika Schadeck
32 Studenten und fünf Gruppenleiter trafen Sonntagabend in Kronach ein, um in den nächsten Tagen einige Teile der Stadt mit Licht in Szene zu setzen. Am Montagnachmittag fand zum Auftakt ein Workshop statt, um die Studenten ins Lichtequipment einzuführen.

Jacqueline Stenglein und Marcel Hempfling sind zwar keine Studenten, aber die beiden haben sich eine Woche Urlaub genommen, um als "technischer Support" die jungen Künstler zu unterstützen. Es sei eine ideale Gelegenheit, Leute aus anderen Ländern kennenzulernen, meint Stenglein. "Es ist eine schöne Zeit", findet ihr Kollege, der mit seinem Engagement auch einen Beitrag für seine Stadt leisten möchte. Die Tage seien zwar anstrengend, aber es gehe auch lustig zu.

Und in der Tat, die jungen Menschen werden in den nächsten Tagen mit wenig Schlaf auskommen müssen. Der Tag startet um 9 Uhr und endet gegen 3 Uhr früh. Sie hoffen auf wärmere Temperaturen. Die Studenten kommen aus Deutschland, Brasilien, Südkorea, Hongkong, Iran, Ägypten, Indien, Panama, Pakistan und Italien. Verkehrssprache ist Englisch.


Sicherheit geht vor

Wie der künstlerische Leiter von Kronach Creativ, Klaus Metzler, erklärte, ging es im Workshop vor allem darum, die jungen Künstler über allgemeine Sicherheitsvorkehrungen zu informieren. Enthalten sind Maßnahmen, wie man mit Lampen umgeht, dass Alkohol verboten ist etcetera.

Die jungen Menschen, die an den Hochschulen Wismar, Leipzig, Turin, Kairo und Coburg studieren, haben sich nach dem Stadtrundgang in fünf Gruppen aufgeteilt. Jeweils eine Gruppe wird mit ihrem Leiter ein bestimmtes Areal in Kronach in Szene setzen.

Seit 2012 sind die internationalen studentischen Workshops fester Bestandteil von "Kronach leuchtet". "Ich finde es einfach schön", sagt Initiator Klaus Metzler. Er ist wieder gespannt, wie die Studenten ihre Lichtide en umsetzen werden. Von der theoretischen Entwicklung bis zur Realisierung bleiben nur sechs Tage Zeit.
Das heißt, die Teilnehmer der einzelnen Gruppen müssen möglichst schnell ein Konzept finden für ihre Plätze: Melchior-Otto-Platz, Rosenau, Martinsplatz, "Am Pförtchen" und "Am Bamberger Tor". Und sie müssen es in den folgenden Nächten bis zu Beginn des Events umsetzen.


Belebung für Arbeitsalltag

Michael Bamberger und der Italiener Andrea Mantello sind zwei Gruppenleiter. Für den Eichstätter Bamberger, der ein 20 Mitarbeiter starkes Ingenieurbüro leitet, sind diese Tage immer ein besonderes Erlebnis. "Das Kreative, das Querdenken, das macht mir viel Spaß." Er findet, dass der Workshop eine Belebung für seinen Berufsalltag ist. Bamberger wird sich mit seiner Gruppe "Am Pförtchen" auseinandersetzen. Er sieht eine Herausforderung darin, diese private und intime Atmosphäre mit Licht zu stärken. Andrea Mantello arbeitet bei "Act Lighting Design" in Brüssel. Die Tage in Kronach seien für ihn eine wunderbare Gelegenheit, junge Künstler kennenzulernen, Ideen mitzunehmen und sein Wissen über Lichtdesign zu vermitteln.

Die Workshops werden begleitet von Fachvorträgen. Der Workshop ist mittlerweile fester Bestandteil, die Studenten könnten sich durch ihre Teilnahme sogar Credits erwerben. Besonders können die Studenten von der Umsetzungserfahrung ihrer Gruppenleiter profitieren.

Obwohl am Montag noch kein Konzept feststand, versprechen die Organisatoren bis zur Eröffnung eine Vielzahl Überraschungen.

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