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Kronach
Auszeichnung

Kronach ist jetzt Fairtrade-Stadt

Kronach ist am Samstag zur Fairtrade-Stadt ernannt worden. Durch das Angebot von fair gehandelten Produkten trägt Kronach dazu bei, dass die Lebensbedingungen für Menschen in der Dritten Welt besser werden.
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Zweite Bürgermeisterin Angela Hofmann nimmt aus den Händen von Hannah Rüther die Ernennungsurkunde entgegen. Mit im Bild ist Nicole Julien-Mann von der Steuerungsgruppe. Foto: Heike Schülein
Zweite Bürgermeisterin Angela Hofmann nimmt aus den Händen von Hannah Rüther die Ernennungsurkunde entgegen. Mit im Bild ist Nicole Julien-Mann von der Steuerungsgruppe. Foto: Heike Schülein
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Es ist geschafft: Am Samstag wurde Kronach offiziell "Fairtrade-Stadt" und damit die 276. in Deutschland. Hannah Rüther von der Siegel-Organisation "Transfair" übergab die Auszeichnung beim Kronacher Stadtfest. Die Ernennungsurkunde nahm Zweite Bürgermeisterin Angela Hofmann entgegen.

Wie Angela Hofmann ausführte, stelle das Gütesiegel eine große Ehre dar. Der Beschluss für die Bewerbung als Fairtrade-Stadt sei vom Stadtrat einstimmig gefasst worden. Der Impuls sei von den Mitgliedern des Karibu-Weltladens ausgegangen. "Wir haben uns beworben, um die Arbeits- und Lebensbedingungen für die Menschen zu verbessern. Wir wollen mehr Bewussten schaffen für ein gerechtes Wirtschaftssystem - und wir wollen Vorbild sein", betonte die Zweite Bürgermeisterin.
Sicher zeigte sie sich, dass die Auszeichnung eine positive Wirkung entfalte und mit einem Image-Gewinn für die Stadt verbunden sei.

Die Sprecherin des Steuerungskreises, Nicole Julien-Mann, würdigte die geleistete Bildungsarbeit des nicht gewinnorientiert arbeitenden Karibu-Weltladens. Für dieses Jahr hatte man sich vorgenommen, Kronach zur fairen Stadt zu machen. Nach dem Stadtratsbeschluss sei man auf Erkundungstour gegangen, wie viele fair gehandelte Waren es in Kronach gibt. Der Einzelhandel habe die entsprechenden Anforderungen sehr gut, die Gastronomie gut erfüllt.

Fairtrade sei das weltweit bekannteste Siegel für fairen Handel und das bedeutendste Sozialzertifizierungssystem. Im Mittelpunkt aller Bemühungen stünden dabei die Lebensbedingungen der Menschen in den betreffenden Ländern, erklärte Hannah Rüther, Botschafterin und Referentin der Kampagne Fairtrade Towns Region Süddeutschland. Mittlerweile gebe es in der Bundesrepublik über 4000 Fairtrade-Produkte in 42 000 Läden und 22 000 Gastronomiebetrieben. Dies schaffe für sieben Millionen Menschen bessere Lebensbedingungen. Rüther lobte deshalb auch Kronach. "Sie zeigen, wie man solidarisch handeln und wie man Verantwortung übernehmen kann. Sie sorgen dafür, dass es den Menschen dort besser geht." Außergewöhnlich sei es, dass es vom Stadtrats-Beschluss bis zur Ernennung gerade einmal sechs Monate gedauert habe. Die Verleihung sei nur ein Etappensieg. In zwei Jahren werde überprüft, ob Kronach weiter auf dem erforderlichen Level sei. Dann wird die Auszeichnung verlängert.

Silke Fischer Petersohn vom Steuerungskreis gab einen Ausblick auf in Planung befindliche Aktionen. "Wir wollen keine Insel sein", betonte sie. Vielmehr suche man die Zusammenarbeit, um weitere Fairtrade-Produkte aufzunehmen und um den fairen Handel bekannter zu machen.
Eine Kinderchor und die Gitarrengruppe der Kreativwerkstatt Kiebitz aus Stockheim sangen abschließend das Lied "Fair, fair, was ist fair?".



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