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Kronach
Enthüllung

Kronach freut sich über eine in Bronze gegossene Hymne

Eine Hymne in Bronze schmückt den Eingangsbereich des neuen Pfarrhofs in Kronach. Es ist das letzte Werk des kürzlich verstorbenen Heinrich Schreiber.
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Zweite Bürgermeisterin Angela Hofmann mit Bernd Holzmann und Tobias Schreiber (rechts) am Bronzerelief  Foto: Veronika Schadeck
Zweite Bürgermeisterin Angela Hofmann mit Bernd Holzmann und Tobias Schreiber (rechts) am Bronzerelief Foto: Veronika Schadeck
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Am Samstag haben Zweite Bürgermeisterin Angela Hofmann und der Besitzer der Stadthotels, Bernd Holzmann, das Kunstwerk enthüllt. Dabei erinnerten sie noch einmal an das Wirken und an das Engagement des Bildhauers Heinrich Schreiber für Kronach.


Besucher stimmen in Frankenlied mit ein


Es waren besondere Momente, zumal die Chorgemeinschaft Steinwiesen-Nurn während der Enthüllung das Frankenlied mit einer derartigen Begeisterung sang, dass das e Publikum schon nach wenigen Sekunden mit einstimmte.

"Mich erfüllt dieser Moment mit Trauer, aber auch mit Freude und Stolz", so der Besitzer des Pfarrhofs, Bernd Holzmann.

Angela Hofmann war fasziniert von den sechs Bronzetafeln, auf denen das Frankenlied bildlich dargestellt wird.
Daneben kann man den Text auf einer Glasscheibe lesen (wir berichteten). Die zweite Bürgermeisterin sprach davon, dass diese Reliefs optimal zur Fassade des neuen Pfarrhofs passen. Sie dankte Bernd Holzmann, der in Kronach mit seiner jüngsten Investition anspruchsvolle Übernachtungs- und Wellnessmöglichkeiten geschaffen habe. Hier könnten die Gäste in einer Wohlfühlatmosphäre abschalten. Ihr Dank ging zudem an die Söhne von Heinrich Schreiber, Tobias und Johannes, die das Werk vollendeten.


Von internationaler Klasse


Nicht nur für Angela Hofmann war klar, dass die "fränkische Nationalhymne auf Bronze" nicht nur die Stadthotels, sondern die gesamte obere Stadt attraktiver machen. Der Kronacher Künstler Ingo Cesaro ging sogar noch weiter: "Diese Reliefarbeiten genügen internationalen Ansprüchen!"

Auf den Kunstwerken sind unter anderem der Winzer-Schutzherr Kilian, Wallfahrer mit ihren Standarten, der Gottesgarten am Obermain, die Basilika Vierzehnheiligen, der heilige Veit von Staffelstein und fränkische Naturlandschaften dargestellt. Bereits am Vorabend hatten offizielle Eröffnung des neuen Pfarrhofs sowie die Segnung durch Pfarrer Andreas Heindl stattgefunden.

Für Landrat Oswald Marr war das ein freudiger Anlass. Er erinnerte an die Entwicklung der Kronacher Stadthotels seit Jahre 2001 und bedankte sich bei Bernd Holzmann für die Standorttreue und für seinen unternehmerischen Mut.


Über 50 neue Arbeitsplätze


Bernd Holzmann hat in den letzten 15 Jahren mit dem Pfarrhof, den Stadthotels und e-hotels nicht nur marode Gebäude saniert, sondern auch über 90 Übernachtungseinheiten in Kronach und einen Gasthof mit Brauerei geschaffen. Entstanden sind dadurch über 50 Arbeitsplätze. "Im Jahre 2001 hätte ich diese Entwicklung nicht im Traum für möglich gehalten", zog der Unternehmer Resümee. Er meinte, dass Kronach nun "im Hotelbereich gut aufgestellt" sei. Er wies darauf hin, dass im vergangenen Jahr erstmals über 10.000 Übernachtungsgäste in seinen Hotels gezählt wurden. 90 Prozent davon seien "Business-Gäste" gewesen.

Trotz dieser Tatsache sieht Holzmann im touristischen Bereich noch Handlungsbedarf. "Oberfranken muss sich besser darstellen, muss sich interessanter machen". Als nächstes Projekt will Holzmann nun in der oberen Stadt seine Brauerei, die im Gasthof "'s Antla" untergebracht ist, erweitern. Vor allem sollen neben den Standardbieren die sogenannten Craft-Biere verstärkt gebraut und vermarktet werden. "Die Nachfrage ist vorhanden", sagte er.

Letztendlich bedankte sich Holzmann bei seinen Mitarbeitern und dem gesamten Team der Stadthotels, denn nur durch deren Engagement könne der Betrieb am Laufen gehalten werden. Sein Dank galt aber Landrat Oswald Marr für die Unterstützung, den bauausführenden Firmen sowie dem Altbürgermeister Manfred Raum. "Er ist der Vater der Kronacher Stadthotels!"

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