Den Kontakt klug eingefädelt hatte der Lions-Club Kronach. Mit Hilfe seines Vizepräsidenten Hans Hablitzel knüpfte er Kontakt zu Weihua Li, einem Mitarbeiter der bayerischen Ansiedlungsagentur in München. Der übersetzte den deutschen Text einer Stadtführung, den Touristen mit Hilfe von Audio-Guides anhören können, Zur Übergabe kam der chinesische Wirtschaftskonsul Tao Bailiang. Er wiederum vermittelte offenbar den Kontakt zu den Gästen, die nun einen Einjahresvertrag mit der Stadt über die Veranstaltung von Gruppenreisen eingegangen sind.
Wie Hongtu Zhou, Geschäftsführer von KaiYuan, erklärte, bringt sein Unternehmen derzeit jährlich rund 10 000 chinesische Touristen nach Europa, die im Durchschnitt zehn Tage hier bleiben und drei davon in Deutschland verbringen. Auf ihren Bus- oder Zugreisen lernen sie vorwiegend Frankfurt, München und Berlin kennen. Kronach, das auf halbem Weg zwischen Bunds- und Landeshauptstadt liegt, ist aus Sicht der chinesischen Gäste ein ideales Ziel. "Mir hat Kronach sehr gut gefallen - noch besser als ich erwartet hätte", sagte der Geschäftsführer.
Zufrieden zeigten sich der Bürgermeister, der in der kommenden Woche den Tourismusausschuss mit der Thematik vertraut machen und den Vertrag absegnen lassen möchte, und Hotelier Bernd Holzmann. Auch Lions-Präsident Hubert Heckhausen und Vorstandsmitglied Ulrich Stempel waren stolz über den erreichten Erfolg. "Wir veranstalten auch jährlich eine Feier für Firmenkunden", erklärte Hongtu Zhou. "Auch dafür könnte ich mir Kronach als Ziel vorstellen."