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Kronach
Schau

Krippenausstellung im neuen "Outfit"

Bereits zum 28. Mal werden an den Adventswochenenden in Kronach die Interpretationen der Geschehnisse der heiligen Nacht gezeigt. Diesmal in einer luftigeren Darstellung und mit einer stimmungsvollen Beleuchtung.
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Katharina (links) und Hannah betrachten die Krippe von Siegfried Schneider. Foto: Heike Schülein
Katharina (links) und Hannah betrachten die Krippe von Siegfried Schneider. Foto: Heike Schülein
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Die 800-jährige Geschichte der szenischen Darstellung der Weihnachtsgeschehnisse mit Figuren zählt seit Franz von Assisi zu den schönsten Weihnachtbräuchen. Immer wieder faszinieren die Krippen - ihre Motive und ihre friedvolle Ausstrahlung. Im Reigen der Krippenausstellungen in unserem Landkreis kommt der Schau in der St.-Anna-Kapelle in Kronach eine ganz besondere Bedeutung zu. An diesem so spirituellen Ort voller Stille und Andacht stellt die Katholische Erwachsenenbildung (KEB) im Landkreis Kronach bereits zum 28. Mal an den Adventswochenenden Krippen aus. Zu sehen sind wiederum individuelle Eigenkreationen von Hobby-Krippenbauern.


Anzahl der Krippen reduziert

Heuer gab es einige Neuerungen: So wurden neue Tische angeschafft, eine stimmungsvolle Beleuchtung installiert und die Anzahl der ausgestellten Krippen reduziert.
"Wir wollten neue Wege gehen und die Ausstellung luftiger, nicht mehr so gedrängt wie in den Vorjahren gestalten", erklärte der neue Hauptorganisator Siegfried Schneider. Sein Dank galt der KEB-Vorstandschaft, die das neue Erscheinungsbild voll unterstützte. Bei der Krippenausstellung sollen die Gäste Besinnung finden und Kraft schöpfen, wünschte sich KEB-Vorsitzender Heinz Hausmann bei der Eröffnung am Samstag.


"Nicht mehr wegzudenken"

Die Krippenausstellung, die erstmals 1988 - damals noch in der Rathaus-Galerie - stattgefunden hat, sei in Kronach aus der vorweihnachtlichen Zeit nicht mehr wegzudenken und ziehe alljährlich unzählige Besucher an. "Von Anfang an war es unser Gedanke und Wunsch, dass die Ausstellung in die Gemeinden im Landkreis hinausstahlt", betonte er. Das neue veränderte Erscheinungsbild der Ausstellung sage ihm sehr zu. Er dankte in diesem Zusammenhang seinem Zweiten Vorsitzenden Georg Schneider, der viele neue Impulse und Denkanstöße eingebracht habe wie auch dem neuen Hauptorganisator Siegfried Schneider. Ein großes "Vergelt's Gott" gebühre dem "Mann der ersten Stunde" Siegfried Götz-Herr, der trotz angeschlagener Gesundheit Jahr für Jahr - mit seinen Weggefährten Gerhard Schmidt und Siegfried Schneider - beispielhaftes Engagement gezeigt habe. "Krippen sind ein Stück Verkündigung vom großen Weihnachtsereignis und der Menschwerdung unseres Herrn", zeigte sich Hausmann sicher. Von der großen Sehnsucht nach Frieden sei man derzeit mit rund 60 Millionen Menschen auf der Flucht sehr weit entfernt. Anstatt Frieden herrsche Furcht und Angst.
"Die Adventszeit kann so oder so sein. Es ist unsere Entscheidung, wie sie für uns wird - stressig oder still", appellierte Regionaldekan Thomas Teuchgräber, der diese Tatsache zusammen mit Kaplan Dominik Urban herausarbeitete.
Kronachs Dritter Bürgermeister Markus Wich wie auch stellvertretender Landrat Gerhard Wunder würdigten den großen Zeitaufwand und die Liebe, die die Hobby-Krippenbauer in ihre Kunstwerke investierten. Eine nette Idee hatte Pastoralreferentin Birgitta Staufer-Neubauer, die eine Kinderkrippe mit Sand und kleinen Spielfiguren aufbaute. Damit können Kinder spielen, solange ihre Eltern die "großen" Krippen betrachten. Die stimmige musikalische Umrahmung der Eröffnung lag in Händen des Rosenberg-Kindergartens, verstärkt von einigen Schulkindern. Die Ausstellung ist an den Samstagen und Sonntagen jeweils von 14 bis 19 Uhr geöffnet.


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