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Reichenbach
Jubiläum

Klein und Groß feiern ihr Dorf

Mit einem tollen Rahmenprogramm ließen sich die Reichenbacher am Wochenende zum 825. Ortsjubiläum hoch leben. Der "bärige Festakt" am Sonntagnachmittag bildete den Höhepunkt der Feierlichkeiten.
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In der Reichenbacher Tracht brachten die Kindergartenkinder einen Tanz sowie verschiedene Sketche. Fotos: Veronika Schadeck und Bernhard Zipfel
In der Reichenbacher Tracht brachten die Kindergartenkinder einen Tanz sowie verschiedene Sketche. Fotos: Veronika Schadeck und Bernhard Zipfel
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"Was wäre der Frankenwald ohne Reichenbach", so die Bürgermeisterin Karin Ritter in ihrer Begrüßung. Und bei dieser Gelegenheit gab sie ein klares Bekenntnis für ihre Gemeinde: "Ich könnte mir nicht vorstellen, irgendwo anders zu leben!"

Stolz war sie auf ihre Gemeinde, stolz auf ihre Bürger. Und die verstehen es, zu feiern und anzupacken. Denn von den 741 Einwohnern haben sich rund 500 Bürger bei den Vorbereitungen und Durchführung des Jubiläums eingebracht. Die Mühen haben sich gelohnt, denn nicht nur am Sonntagnachmittag platzte das Festzelt aus allen Nähten.


Ausstellung und Vortrag

Geboten wurde einiges. So beeindruckte der Ortsheimatpfleger Bernhard Zipfel mit seiner Ausstellung.
Im Festzelt schilderte er die Geschichte von Reichenbach, in den Ritterstuben konnten sich die Besucher anhand von zahlreichen Bildern einen Eindruck über diese Rennsteiggemeinde verschaffen.

In seiner Rede erwähnte Zipfel unter anderem den Bau des ersten Schulhauses 1822, die beiden Weltkriege, in denen Reichenbach 27 beziehungsweise 99 junge Männer verlor. Er ging auf den Wandel der Zeit in seinem Heimatdorf ein. Sein Resümee: "Es lässt sich herrlich leben in unserem Dorf!"

Beeindruckt haben die Kindergartenkinder in ihren schmucken Reichenbacher Trachten mit Tanz und Sketchen. Sie erwähnten den Gemeinderat, der unterm Tisch versteckt neue Streiche ausheckt. Sie sprachen von vorhandenen Einrichtungen wie Tankstelle und Metzgerei. Mit Blick auf die demografischen Entwicklungen forderten sie die jungen Menschen auf: "Also habt Euch gern, damit's in Reichenbach mehr Kinder werr'n!"


Die Geschichte vom Kragenbär

Ihr Schauspieltalent zeigten die Kinder der Grundschule. Mit dem Theaterstück "Der Reichenbacher Kragenbär" erzählten sie von einer wahren Begebenheit. Demnach hat sich ein Reichenbacher in ein "Kalbsfell" gehüllt, und sich öfter zwischen Reichenbach und Teuschnitz blicken lassen. Eine Frau, die ihn zuerst gesehen hatte, berichtete im Dorf von einem Bären, der sein Unwesen treibt. Ganz Reichenbach machte sich auf die Beine, um diesen zu sehen. Die Polizei suchte nach ihm. Als der "Bär" schließlich entlarvt wurde, waren alle beteiligten Akteure dem Spott ausgesetzt. Viel Applaus erhielten auch die "Siebenschläfer". Diese Gruppe bestand zwischen den Jahren 1989 und 2009. Das Jubiläum nutzten die Männer, um an vergangene Zeiten zu erinnern. Sie nahmen Leute und Vereine "auf's Korn".

Landrat Oswald Marr überbrachte im Namen der anwesenden Rennsteig-Bürgermeister die Glückwünsche. "Reichenbach ist klein, aber fein". Es sei eine Ortschaft, die sich nicht unterkriegen lasse. Für die musikalische Umrahmung sorgten die Original Reichenbacher Blasmusik. Bereits am Freitag und Samstag war Feststimmung. Am Freitag spielte das Rennsteig-Duo. Am Samstag gab es viel Spaß bei der Familien-Olympiade. Der Höhepunkt am Samstag war die 27 Mann starke Trommelgruppe Regélo Fehér Tátos aus Ungarn sowie die Wickendorfer Musikanten. Außerdem luden die "Langerskull" zu einer Zeitreise durch die Geschichte Reichenbachs ein.
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