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Kronach
Ehrenzeichen

Klaus Kuen zeigte Organisationstalent

Mehrere Mitglieder des BRK erhielten von Landrat Oswald Marr in Kronach das Ehrenzeichen für Verdienste um das Bayerische Rote Kreuz. Damit wurde ihre langjährige Dienstzeit gewürdigt.
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Landrat Oswald Marr (links) ehrte Klaus Kuen für 40 Jahre Dienstzeit.
Landrat Oswald Marr (links) ehrte Klaus Kuen für 40 Jahre Dienstzeit.
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Landrat Oswald Marr, der zugleich auch BRK-Kreisvorsitzender ist, betonte die große Bedeutung des Ehrenamtes. Es sei heutzutage nicht mehr selbstverständlich, sich neben dem Job und der Familie ehrenamtlich in einem Verein zu engagieren. Er bezeichnete die Geehrten als "leuchtende Beispiele".

Einer, der für 40 Jahre Dienstzeit beim BRK geehrt wurde, ist Klaus Kuen. Der ehemalige Polizeibeamte hatte bei der BRK-Bereitschaft Ludwigsstadt verschiedene Funktionen und Aufgaben wie den Sanitätsdienst, den Schriftführer-Posten und die Bereitschaftsleiter-Tätigkeit übernommen. Er organisierte Blutspendetermine und Ausbildungen, brachte sich bei der Jugendarbeit und im Katastrophenschutz mit ein.


Unverhofft zum BRK gekommen

Der 67-Jährige freute sich über die Auszeichnung. Eher durch Zufall sei er zum BRK gekommen, erzählte er.
Es sei im Jahr 1971 gewesen, als sich bei der katholischen Kirche ein tödlicher Unfall ereignet habe. Sein Nachbar Reinhardt Schmitt (Tui) sei in seine Gastwirtschaft gekommen und habe gefragt, ob jemand mitfähren könne. "Das war mein erster Einsatz, und da hat es klick gemacht", sagt Klaus Kuen. In den folgenden Jahren eignete sich der 67-Jährige durch die Teilnahme an verschiedenen Lehrgängen Wissen an, um Führungsaufgaben bei der Bereitschaft übernehmen zu können.

Unvergessen bleibt für ihn die Grenzöffnung. Schon wenige Stunden nachdem er erfahren hatte, dass in Probstzella sämtliche Bahnsteigkarten verkauft waren (mit diesen konnten die einstigen DDR-Bürger eine Station weiterfahren, Anm. d. Red.) waren in Ludwigsstadt Hunderte von Bürgern aus den neuen Bundesländern zugegen. Überschwenglich wurden sie am Bahnsteig begrüßt. Die Gäste aus der DDR standen Schlange, um das Begrüßungsgeld abzuholen - aber auch um sich Ludwigsstadt anzuschauen.


"Ein super Gefühl!"


Klaus Kuen entpuppte damals sein wahres Organisationstalent. Er sorgte für Unterkünfte, beispielsweise im evangelischen Gemeindehaus, und beschaffte zusammen mit anderen Helfern Brotzeit und Getränke. Noch heute erinnert er sich gerne an die Zusammenkunft der Helfer nach dem ersten Ansturm. "Die Grenzöffnung konnten wir immer noch nicht begreifen, und wir wunderten uns, wie letztendlich alles unter einen Hut gebracht werden konnte. Es war ein super Gefühl!"

Kuen ist den Bereitschaften des nördlichen Landkreises immer noch dankbar. "Wir halfen alle zusammen. Ohne deren Mitwirken hätten diese Aktionen nicht bewältigt werden können."

Der BRK-Kreisverband ist für ihn heute noch ein Anliegen. Mittlerweile ist er als "Mittelbeschaffer" unterwegs, denn er weiß, "das BRK ist auf Spenden angewiesen."

Der Geschäftsführer des BRK-Kreisverbandes, Roland Beierwaltes, bezeichnete das Ehrenamt als wichtige Säule. Sein Dank galt den rund 1000 ehrenamtlichen Mitgliedern im Kreisverband. Und er stellte klar: "Wir brauchen Menschen, die sich im BRK ehrenamtlich engagieren, denn sonst könnte vieles nicht geleistet werden."
In diesem Zusammenhang sprach er die Unterstützungen bei Festen an. Weiterhin, so ist er überzeugt, wird das Ehrenamt auch im Pflegebereich zunehmend an Bedeutung gewinnen.


Seit Jahrzehnten engagiert

Geehrt wurden für 25 Jahre: Elke Bauer aus Schneckenlohe: Sie engagiert sich bei der Mittelbeschaffung, im Sanitätsdienst und wirkt beim Glückshafen mit.

Silvia Heinlein aus Förtschendorf: Sie trat 1986 ins Jugendrotkreuz ein. Sie ist bekannt für ihr Organisationstalent, sammelt Spenden und hilft beim Freischießen.

Matthias Sünkel aus Schneckenlohe: Er fungiert ehrenamtlich als Sanitäter und ist mit dabei, wenn es um die Organisation von gesellschaftlichen Aktivitäten geht.

Heinrich Weber aus Ludwigsstadt: Er war und ist als Mittelbeschaffer im Einsatz.

40 Jahre Dienstzeit: Tagino Eidloth: Er trat 1971 in die Bereitschaft Stockheim ein. Er war Sanitäter, organisierte Sanitätsveranstaltungen, konzipierte einen Katastrophenschutz-Anhänger und ist beim Blutspenden aktiv.

Ulrich Wicklein aus Stockheim: Unter dem Motto "Edel sei der Mensch, hilfreich und gut" setzt er sich überall ein, wo er helfen kann. Bis heute ist er als ehrenamtlicher Sanitäter im Einsatz.

Er ist ein Mann, der die BRK-Bereitschaft Stockheim wesentlich mit geprägt hat. Auch auf Kreisebene wirkt er mit. Derzeit hat er das Amt des stellvertretenden Kreisbereitschaftsleiters inne und ist ein wichtiger Ratgeber.
Geehrt wurden weiterhin Rainer Daum aus Nordhalben, Karl-Heinz Schindhelm aus Kronach (beide 25 Jahre), Heinrich Weisse aus Ludwigsstadt (40 Jahre). Diese drei Mitglieder waren jedoch nicht anwesend.

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