Teuschnitz
Stadtrat

Kirchtüren sollen saniert werden

Die Teuschnitzer Räte beschlossen die Sanierung der beiden Türen der Kirche in Rappoltengrün. Es gab aber auch kritische Töne und eine Gegenstimme.
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Die Kirche in Rappoltengrün stand im Mittelpunkt der jüngsten Stadtratssitzung in Teuschnitz. Foto: Archiv
Die Kirche in Rappoltengrün stand im Mittelpunkt der jüngsten Stadtratssitzung in Teuschnitz. Foto: Archiv
Die Türen der auf städtischem Gelände befindlichen katholischen Pfarrkirche St. Michael sind stark in Mitleidenschaft gezogen. Der Stadt lagen zwei Kostenangebote vor. Der Zuschlag ging an die Schreinerei Peter Bayer, die mit Sanierungskosten für die Haupteingangstür von circa 3500 Euro sowie für die Seitentüre von circa 1000 Euro - gesamt also rund 4500 Euro - das günstigste Angebot abgegeben hatte. "Beide Türen sind so marode, dass sie saniert werden müssen", so Stadträtin Susanne Daum (CSU/FWG). Auf Beschluss der Kirchenverwaltung werde die Kirchenstiftung die Maßnahme mit 700 Euro bezuschussen. Hinzu kämen weitere 900 Euro, wobei es sich noch um den Erlös vom Fest anlässlich der Dorferneuerung handele. Da die Fenster ebenfalls sanierungsbedürftig seien, würden auch hier in absehbarer Zeit weitere Kosten anfallen. "Das ist ein Batzen Geld für eine Sanierung.
Hätte das die ASCO - Arbeits- und Sozial Centrum Oberer Frankenwald (Anm. d. Red.) - nicht machen können? Wir haben erst für sie ein Bürgschaft geleistet und jetzt wird sie von uns so gut wie nicht beschäftigt", monierte Zweiter Bürgermeister Stephanus Neubauer (CSU/FWG).
Michael Hebentanz (FW) befürwortete die Maßnahme. In diesem Zusammenhang sprach er die anstehenden Sanierungsarbeiten für die Haßlacher Kirche an. Im Sinne der Gleichbehandlung müsste sich die Stadt hierbei ebenfalls entsprechend einbringen. "Das sind zwei unterschiedliche Konstellationen", entgegnete Bürgermeisterin Gabriele Weber (CSU). Die Kirchen in Haßlach, Teuschnitz und Wickendorf gehörten der katholischen Kirchenstiftung. Die in Rappoltengrün sei im städtischen Eigentum. Da sich Teuschnitz im Haushaltskonsolidierungsprogramm befinde, seien freiwillige Leistungen nicht erlaubt. Zudem habe sich die Stadt dazu bereit erklärt, sich prozentual an den Eigenkosten der bereits erfolgten Reparaturarbeiten der Haßlacher Kirche zu beteiligen. Bis heute liege jedoch keine Abrechnung vor.
Erneut kam Neubauer ebenfalls auf die Haushaltskonsolidierung zu sprechen. "Wie oft wird in Rappoltengrün Gottesdienst abgehalten?", wollte der Zweite Bürgermeister wissen. Wenn die Fenster noch dazukämen, summierten sich die Kosten. Schließlich habe man auch vor einigen Jahren die Kosten für das Dach getragen. Laut Daum wird Gottesdienst ab April bis September einmal im Monat abgehalten. Es erfolge noch ein Friedhofsgang in der stillen Zeit. Ansonsten sei Gottesdienst, wenn der Pfarrer "Zeit und Gelegenheit" dazu habe. Im Winter erfolge kein Gottesdienst, weil es zu kalt in der Kirche sei. "Schon allein wegen der Beerdigungen finde ich wichtig, dass sie da ist", betonte sie. In diesem Zusammenhang ergänzte Daum, dass sich die Kirchenstiftung selbst beim Unterhalt mit einbringe. So habe man beispielsweise neue Sitzkissen für 500 Euro angeschafft oder man übernehme auch den Strom. "Die Kirche gehört uns, die Türen sind marode und das muss das halt gemacht werden", appellierte die Bürgermeisterin vor der Abstimmung.
Grünes Licht gab es auch für den Bauantrag von Theodor Kestel aus Haßlach für den Neubau eines Boxenlaufstalls und Güllebehälters, wobei es auch hier kritische Töne gab - beispielsweise bezüglich der Geruchsbelästigung. "Nachdem die Nachbarn ihr Einverständnis erklärt haben, sollten wir dem zustimmen. Die endgültige Entscheidung liegt beim Landratsamt", so die Bürgermeisterin. Eine Gegenstimme gab es von Hebentanz, der sich zuvor kritisch bezüglich der Größe der Maßnahme gezeigt hatte. Auch wollte er wissen, ob und wie weit die Maßnahme mit einer Aufstockung des Tierbestandes einher gehe.
Die Bürgermeisterin informierte über die Beschlüsse der letzten nicht öffentlichen Sitzung. Derzeit befindet sich der Vertrag für die Anmietung einer Wohnung im städtischen Anwesen Mittlere Straße 17 durch die Familie Kestel in Vorbereitung. Am 16. und 17. April soll Einweihung der neuen Küche der Arnika-Akademie gefeiert werden. Die Einweihung des Kräutergartens wird am 19. Juni erfolgen. Bezüglich des städtebaulichen Wettbewerb für die Neugestaltung des Innenstadtbereichs werde am 23. März das Preisgericht tagen. Die Vorschläge werden in einer Ausstellung in der Arnika-Akademie zu sehen sein. Diese wird am Ostermontag um 13.30 Uhr eröffnet und eine Woche jeden Tag von 14 bis 16 Uhr zugänglich sein. Die Preisverleihung erfolge in der Woche nach dem 3. April.
Hedwig Schnappauf (FL) wollte wissen, wer die Sträucher beim Graben geschnitten habe, da man hier ziemlich viel entfernt habe. Das Freischneiden erfolge, so die Bürgermeisterin, seitens der Jagdgenossenschaft in Absprache mit der Stadt.
Hebe ntanz fragte an, ob sich Teuschnitz als Nachbargemeinde an das neue kommunale Mobilitätskonzept der Gemeinde Steinbach am Wald anhängen könne. "Das ist nichts anderes als das, was wir mit unseren Bürgerbus schon lange anbieten", so Weber. Harald Fehn (SPD) erkundigte sich nach dem Friedhof in Wickendorf, der angelegt werden müsse. Hier will die Bürgermeisterin im April mit den Wickendorfer Stadträten und dem Netzwerkmanager der Arnikastadt, Oliver Plewa, kurzfristig einen Termin vor Ort anberaumen, um zu einer Lösung zu kommen. hs

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