Wallenfels
Herbstfest

Kinder singen bei Herbstfest in Wallenfels

Yvonne Schütz überraschte mit den Kindern der Musikalischen Früherziehung. Sie leitete auch die Wallenfelser Blasmusik und den Gesangverein Cäcilia.
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Oskar Mähringer (2. v.l.) und Moritz Müller-Gei (rechts) mit ihren Freunden aus der musikalischen Früherziehung  Fotos: Susanne Deuerling
Oskar Mähringer (2. v.l.) und Moritz Müller-Gei (rechts) mit ihren Freunden aus der musikalischen Früherziehung Fotos: Susanne Deuerling
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Es herrschte eine ungewohnte Aufregung im Saal des Kulturzentrums in Wallenfels. Viele Kinder wuselten zwischen den Tischen und Stühlen herum, die Tür zu den Toiletten ging ungewöhnlich oft auf und zu und stolze Eltern suchten sich einen Platz in "Reichweite" der Bühne.

Sollte dies wirklich das Herbstfest des Gesangvereins Cäcilia Wallenfels sein? Sind diese Jungen und Mädchen nicht ein wenig zu jung für den Chor oder gehören sie gar zur Wallenfelser Blasmusik, die bereits ihre Instrumente auf der Bühne aufgebaut hat?


Des Rätsels Lösung

Nichts von alledem. Des Rätsels Lösung naht in Form von Yvonne Schütz. Die Dirigentin der Blasmusik und des Gesangvereins hat nämlich noch eine andere Funktion an diesem Abend.
"Ihre" Jungen und Mädchen der musikalischen Früherziehung werden zum ersten Mal vor so viel Publikum zeigen, was sie bereits gelernt haben. Kinder von vier bis sechs Jahren da ruhig zu halten, braucht schon viel Kraft und Nerven, denn aufgeregt ist Yvonne Schütz natürlich selbst auch. Seit acht Jahren schon setzt sie das Angebot der Musikschule Wallenfels in die Tat um und leitet die musikalische Früherziehung. Besonders in den vergangenen zwei Jahren wird dies sehr gut angenommen. 17 Kinder im Alter von vier bis sechs Jahren betreut sie momentan, aufgeteilt in zwei Gruppen, Anfänger und Fortgeschrittene. "Am Optimalsten ist es, wenn man mit vier beginnt und dann zwei Jahre mitmacht", erklärt Yvonne Schütz. Unterricht ist einmal wöchentlich während der Schulzeit. Singen, Tanzen und Musizieren und dazu spielerisch Noten lernen stehen dabei im Vordergrund. Neu gibt es einen Kurs in der ersten Klasse, der auch gut angenommen wird. "Die Arbeit mit den Kindern ist richtig toll und macht viel Spaß, auch wenn es manchmal anstrengend ist", sagt die musikalische Leiterin lachend.


Im Gänsemarsch

Endlich ist es soweit, die Begrüßung der Besucher und Mitwirkenden ist vorbei. Die Wallenfelser Blasmusik hat ihren Marsch "Zwei Rosen" gespielt und der Gesangverein Cäcilia "Willkommen" gesungen und die Bühne ist frei geworden.

Im Gänsemarsch kommen die Jungen und Mädchen der musikalischen Früherziehung auf die Bühne. In den Händen halten sie getrocknetes Laub, das unter Freudenjubel von der Bühne aus in die Luft und runter zu den Zuhörern geworfen wird. All dies passend zu ihrem Lied "Hussa, Hussa, Herbstwind blase", einem tollen Herbstlied mit viel Gestik und Tanz. Sie sind mit Begeisterung dabei und haben viel Spaß, das merkt man den Kleinen an und sie wären wohl am liebsten auf der Bühne geblieben.

Mit dabei waren an diesem Abend von den Kindern der musikalischen Früherziehung: Lena Weiß, Hannah Holzmann, Antonio Witsch, Oskar Mähringer, Max Thüroff, Laura Witzgall, Samia Urschidil, Emily Fischer, Lucy Fischer, Moritz Müller-Gei, Merle Müller-Gei, Gina Höfer, Shirin Weiß, Luna Stöcker, Katharina Schauer, Leonie Mähringer.


Es geht modern weiter

Nach diesem Highlight hatten es die Musikanten der Wallenfelser Blasmusik "nicht leicht", den Gesang der Kinder zu "toppen". Doch mit der Dampflok Polka, dem Marsch Hoch Hei decksburg sowie den Wein- und Trinkliedern "Wenn der Wein blüht" und "Wir wollen einen heben" überzeugten die Musiker das Publikum.
Nach der Pause gings moderner weiter mit "Pepito", dem "Jive Conny Medley" und dem "Feierabend". Mit den "alten Kameraden" verabschiedete sich die Blasmusik. Auch die Gastgeber, der Gesangverein Cäcilia, hatte einiges in seinem Repertoire. War es am Anfang mit den "Träumen aus der Kinderzeit" und dem Weinlied "Südliche Sommernacht" noch etwas traditioneller, so wussten sie nach der Pause mit neuen Liedern zu überzeugen. "Bajazzo", das "Ave Maria" mit Christian Köstner an der Gitarre und als Solist und ganz schwungvoll "Rote Lippen soll man küssen" überzeugten. Zum Schluss ging man "über sieben Brücken" nach "Amsterdam" und war doch noch "niemals in New York", doch in den Träumen konnte man gut mitreisen. Besonders der Abschluss mit dem "Sentimental Journey" regte bei diesem trüben Novemberwetter die Fantasie an.

Für Zweiten Bürgermeister Jens Korn (CSU) war das Konzert "ein musikalischer Sonnenstrahl" im ungemütlichen November. "Ihr habt wirklich die Sonne scheinen lassen, auch wenn es ein trister und trüber Tag war", lobte er die Mitwirkenden, besonders natürlich die Kinder und Yvonne Schütz. "Das habt ihr ganz super gemacht", sagte Korn.
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