Nordhalben
Museumsbahn

Kinder lassen ihre Muckis spielen

Die Eisenbahnfreunde Rodachtalbahn stellten in Nordhalben ein großes Programm für Familien auf die Beine. Ein Draisinen-Wettfahren war der Renner. Auch ein Kinowagen stand bereit.
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Beim Draisinen-Rennen legen sich die Kinder mächtig ins Zeug.
Beim Draisinen-Rennen legen sich die Kinder mächtig ins Zeug.
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Mit aller Kraft legen sich die sieben jungen Eisenbahner ins Zeug. Das schwere Gefährt unter ihnen kommt langsam ins Rollen. Mit jedem Druck auf den Hebel wird die Draisine schneller. Nach etwa 100 Metern donnert sie mit Karacho ins Ziel. "Wir gewinnen!", hört man einen Schrei der Vorfreude.
Trotz der Anstrengung hat es für die Jungs in dieser Runde aber nicht ganz gereicht. 2:10 Minuten. Da fehlten sieben Sekunden auf die Zeit des anderen Teams, in dem auch Mädchen waren. "Die haben ja auch einen Zwölfjährigen dabei", ist von den Jüngeren schnell eine Erklärung gefunden. Der Spaß am Draisinenrennen war aber bei allen riesengroß. Und es sollte ja auch nicht das letzte an diesem Samstag sein.
Überhaupt herrschte eine Bombenstimmung beim Nachwuchs, der sich erstmals im Zuge des Ferienprogramms in Nordhalben bei den Eisenbahnfreunden austoben durfte.

Die Strecke hatte mehr als die doppelte Länge


"Früher war die Strecke 25 Kilometer lang bis Kronach", erklärte Ralf Ellinger, der Vorsitzende der Eisenbahnfreunde Rodachtalbahn, den staunenden Kindern. Wie die Fahrt von Kronach nach Nordhalben damals ausgesehen hat, konnten sie hautnah in einem eigens dafür hergerichteten Kinowagen miterleben. Ebenso den Start der Rodachtalbahn als Museumsbahn im Jahr 2007. "Heute fahren wir noch bis Steinwiesen - das sind elf Kilometer", zeigte Ellinger auf.
Die Bahnverbindung nach Kronach sei inzwischen dem Bus- und Autoverkehr gewichen. "Und früher mussten die Leute noch von Nordhalben bis zum Bahnhof laufen", erinnerte der Vorsitzende an Zeiten, als es nicht selbstverständlich war, dass jeder sein Auto vor der Tür hatte. Für die Kinder war dieser Gedanke jedoch ein Alptraum, denn sie stellten gleich fest: "Das ist doch viel zu anstrengend!"

Kinder stellen eine Weiche


Ihre "Muckis" stellten sie an diesem Tag trotzdem gerne unter Beweis - und zwar nicht nur beim Wettstreit auf der Draisine. So mussten sie sich zum Beispiel auch mächtig ins Zeug legen, um eine Weiche per Hand zu stellen.
Eine Fahrt im "Roten Brummer" mit Lokführer Horst Berz durfte natürlich nicht fehlen. Bis zum Bahnhof Dürrenwaid rollte der Schienenbus. Dort konnten die jungen Eisenbahn-Fans in voller Schutzausrüstung dabei helfen, die Vorbereitungen für die Rückfahrt mitzutreffen. Schnell schossen die Finger in die Höhe - vor allem bei den Jungs - als es darum ging, wer als Erster in Helm und Warnweste schlüpfen will. So wurden die Vorbereitungen gleich gut ein Dutzend Mal getroffen, ehe die Kinder auf der Rückfahrt Horst Berz wieder über die Schulter schauen konnten.

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