Wallenfels
Bilanz

Jens Korn will allen Generationen eine Heimat bieten

Zur Mitte seiner ersten Wahlperiode will sich der Wallenfelser Bürgermeister daran messen lassen, welche Wahlversprechen er schon in Angriff genommen hat.
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Die Arbeiten am Kirchenumfeld machen große Fortschritte. Der Wallenfelser Bürgermeister Jens Korn (r.) macht sich hier gerade ein Bild von der Gestaltung der Friedhofsmauer. Mit ihm spricht Vorarbeiter Erhard Mattis von der Firma Dechant. Foto: Marco Meißner
Die Arbeiten am Kirchenumfeld machen große Fortschritte. Der Wallenfelser Bürgermeister Jens Korn (r.) macht sich hier gerade ein Bild von der Gestaltung der Friedhofsmauer. Mit ihm spricht Vorarbeiter Erhard Mattis von der Firma Dechant. Foto: Marco Meißner
Sieben Säulen umfasste das Wahlprogramm von Bürgermeister Jens Korn und der CSU zur Kommunalwahl 2014. Drei Jahre später klopft er in einer Zwischenbilanz Punkt für Punkt ab. Sein Fazit: "In jedem Bereich hat sich schon etwas getan."

1.Ein modernes Wallenfels will er schaffen. Bei Straßen, Wegen und dem Breitband-Ausbau habe man mit guten Förderungen bereits Fortschritte erzielt. "Eine Million Euro ist in das schnelle Internet geflossen", erklärt er. Die Förderung beträgt 90 Prozent. Gleiches gilt für die Arbeiten an der Lamitztalstraße.

2. Die Stadtsanierung habe begonnen, um ein schöneres Wallenfels zu erreichen. Im Kirchenumfeld sind schon große Fortschritte zu erkennen. Die Planungsarbeiten für den Marktplatz beginnen. Aber auch in den Ortsteilen sieht Korn Fortschritte. "Die letzte Stufe der Dorferneuerung Neuengrün ist noch am Laufen", erklärt er. In Wolfersgrün starte die Dorferneuerung. "Wir machen also auch etwas für die Ortsteile."

3. Die Stadt soll zur Heimat für alle Generationen werden, beschreibt der Bürgermeister "das Projekt schlechthin für die kommenden Jahre". Ein großes Vorhaben: Im Zusammenwirken mit der Caritas ist geplant, das ehemalige Kindergarten-Gebäude in ein Demenz- und Intensivpflegezentrum umzuwandeln. Dadurch werde nicht nur ein wichtiges Angebot eingerichtet, sondern es würden auch Bausubstanz im Ortskern erhalten und 30 Arbeitsplätze geschaffen.

4. Im Bereich der Bildung und Kinderbetreuung werde die Zusammenarbeit der Einrichtungen im Bildungszentrum gefördert. Das Angebot wurde zudem um die VHS ergänzt. Die Erweiterung der Öffnungszeiten in der Kindertagesstätte stoße auf ein positives Echo. "Da gilt der Satz: Angebot schafft Nachfrage", so Korns Erfahrung.

5. Eine Gemeinde habe es schwer, direkt zukunftsfähige Arbeitsplätze zu schaffen, meint das Stadtoberhaupt. Aber eine Gemeinde könne den Kontakt mit den Unternehmen suchen - und vor allem ständig halten. Eine große Chance für Wallenfels erkennt Korn in der Beschlagenheit der Stadt in Sachen Wald und Holz. "Wir schöpfen die Möglichkeiten, die in dieser Kompetenz stecken, noch nicht voll aus." Da möchte er künftig den Hebel ansetzen.

6. Das gastfreundliche Wallenfels habe zunächst einen Rückschlag hinnehmen müssen, weil das erhoffte Staubecken für die Flößerei wegen des ungeeigneten Baugrunds nicht zu verwirklichen war. Allerdings seien im Bereich der Programmgestaltung und des Marketings für das touristische Zugpferd spürbare Verbesserungen erreicht worden. "Wir haben jetzt schon fast 4000 Buchungen", freut sich Korn über eine rege Nachfrage im Vorfeld des Saisonstarts. Im gesamten Vorjahr waren es rund 6000 Floßgäste. "Da zeigen unsere Bemühungen schon Erfolg."

7.Bezüglich der Stärkung des Ehrenamts bewertet Korn das bisher Erreichte ebenfalls positiv. Die Stadt beschäftige sich damit, die ehemalige Schwimmhalle in einen Indoor-Aktivpark für alle Generationen umzuwandeln und habe eine Auszeichnung für verdiente Ehrenamtliche ins Leben gerufen. Im Kern dieses Aufgabenbereichs stehe die Errichtung eines neuen Feuerwehrhauses in Wallenfels. Die Standortsuche laufe bereits. Korn prognostiziert: "Ich bin guten Mutes, dass wir noch vor der Sommerpause ein Ergebnis verkünden können."


"Keine leeren Worte"

"Wir haben das Programm zum Fahrplan gemacht", lautet das Fazit des Bürgermeisters nach drei Jahren im Dienst. "Und ich freue mich, dass wir keine leeren Versprechungen gemacht haben."

Dass sein Amtseinstieg so gut geklappt hat, macht er daran fest, dass er einerseits zuvor schon Zweiter Bürgermeister gewesen ist sowie andererseits auch beruflich als Jurist und bei der CSU in München immer wieder mit der Kommunalpolitik und verwandten Themenbereichen konfrontiert worden ist.

Einen ganz entscheidenden Punkt dafür, dass sich in Wallenfels etwas bewegen lässt, sieht er in der Stimmung im Ratsgremium. "Dort herrscht zurzeit ein so gutes Klima wie wohl noch nie", meint Korn. Er versuche transparent zu arbeiten, das Gremium danke ihm das mit Vertrauen.

Dennoch gebe es auch in den nächsten drei Jahren viel zu tun. Der Haushalt etwa gestalte sich schwieriger als in den beiden Vorjahren. Da erwartet der Bürgermeister heuer rund 700 000 Euro weniger im Stadtsäckel.
Im Zentrum aller Bemühungen steht laut Korn jedoch die Frage: "Wie gehen wir mit dem demografischen Wandel um?" Letztlich gehe es darum, die Stadt so attraktiv zu machen, dass sie für alle Altergruppen interessant ist.

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