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Kronach
Beschluss

Innenhof am Frankenwald-Gymnasium weicht Lehrerzimmer

40 Quadratmeter mehr Platz sollten die Lehrer am Frankenwald-Gymnasium bekommen. Nun beschloss der Kreisausschuss eine zusätzliche Erweiterung um 32 Quadratmeter - sehr zur Freude von Direktor Klaus Morsch.
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Klaus Morsch blickt auf die Freifläche, die bald noch zum Lehrerzimmer wird, ebenso wie der Bereich hinten links. Fotos: Vanessa Schneider
Klaus Morsch blickt auf die Freifläche, die bald noch zum Lehrerzimmer wird, ebenso wie der Bereich hinten links. Fotos: Vanessa Schneider
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Es ist stickig in dem Lehrerzimmer am Frankenwald-Gymnasium (FWG). Kein Wunder - kommen indem Raum doch auf einen Sitzplatz zwei Lehrer. Oder anders gesagt: ein Lehrer hat nur knapp einen Quadratmeter Platz.
Deshalb freuen sich Direktor Klaus Morsch und die Lehrer am FWG sehr über den Beschluss des Kreisausschusses. "Das ist eine geniale Lösung", sagt Morsch. Bisher sei es nämlich ganz schön eng im Lehrerzimmer. 70 bis 80 Lehrkräfte seien immer da, Sitzplätze gebe es etwa aber nur 50. "Wenn man in der Pause zur Tür rein kommt, steht man schon vor einer Wand von Lehrern, zu seinem Fach wird man regelrecht durchgeschoben", berichtet der Schulleiter. Mehr als dringend nötig sei die Erweiterung des Lehrerzimmers deshalb.

Im Zuge der Generalsanierung des Fachklassentraktes am Schulzentrum war bereits eine Erweiterung des Lehrerzimmers um circa 40 Quadratmeter vorgesehen. Durch die steigende Schülerzahl, erhöht sich auch die Anzahl der Lehrer, weshalb noch mehr Platz nötig wird. Außerdem sind durch den Ausbau des Nachmittagsunterrichts und die Ganztagsschule die Anwesenheitszeiten der Lehrer in der Schule stark angestiegen.

Deshalb beschloss der Kreisausschuss - nachdem der Schule- und Kulturausschuss und der Zweckverband dies bereits getan hatte -, eine weitere Erweiterung von 32 Quadratmetern. Dafür muss der bisherige Innenhof, der direkt an das bisherige Lehrerzimmer anschließt, weichen.

Auf der zusätzlichen Erweiterungsfläche sind eine kleine Küchenzeile, ein Standort für Kopiergeräte, die Garderobe, Papierregale und Schränke vorgesehen. Dadurch wird eine räumliche und akustische Entlastung im zentralen Lehrerzimmerbereich erreicht. Dort wird ein Silentiumraum geschaffen, der durch eine Glaswand vom Hauptraum abgetrennt sein wird. Die Lehrer sollen dort in Ruhe, unter anderem auch an Computern, arbeiten können. Außerdem sollen in dem zentralen Bereich die Postfächer der Lehrer und Fachschaften untergebracht werden, ebenso wie eine Präsentationswand und die Sitzplätze sowie Tische.

Auf den insgesamt 200 Quadratmetern, die den Lehrern durch die beiden Erweiterungen dann zur Verfügung stehen, wird der Einbau einer Lüftungsanlage notwendig, die allein mit 53 800 Euro zu Buche schlägt.
Insgesamt kostet die gewünschte Erweiterung 187 000 Euro nun mehr. 29 der 32 Quadratmeter werden aber wohl gefördert.

"Jeder Cent, der hier investiert wird, ist gut und sinnvoll", plädierte Kreisrat Horst Pfadenhauer (CSU), der selbst Konrektor am Kaspar-Zeuß-Gymnasium ist, für die Erweiterung. Unter anderem durch mehr Lehrer und veränderte Aufgabenbereiche brauche es "adäquate Arbeitsplätze". Ähnlich sah dies Landrat Oswald Marr (SPD): "Es braucht für 80 Leute Stauraum und Sitzplätze."

Einstimmig beschloss das Gremium also die zusätzliche Erweiterung, die Direktor Klaus Morsch nicht als "Luxus, sondern eine Notwendigkeit" sieht. Dass die politischen Vertreter dem Ganzen so wohlwollend gegenüber standen, sei aber trotz allem keine Selbstverständlichkeit - "immerhin kostet es ja auch viel Geld", zeigt sich Morsch dankbar.

Spätestens Ende nächsten Jahres sollen die Lehrer dann schon in dem größeren Zimmer arbeiten können. Ob sie während der Umbaumaßnahmen in einen anderen Raum ausweichen müssen, ist nach Auskunft von Kreiskämmerer Günther Daum, noch nicht ganz klar.
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