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Kronach
Neuerscheinung

In den Fußstapfen Don Boscos

Eine Biografie von Pater Hermann Schulz zeigt, wie das Erbe des Priesters und Erziehers Johannes Boscos wirkt. Der Kronacher Rainer Glissnik hat sie zusammen mit Michaela Burger aus Wunsiedel verfasst und herausgegeben.
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Pater Pater Hermann Schulz (rechts) strahlte, als ihm die Autoren und Ehrausgeber Michaela Burger (Wunsiedel) und Rainer Glissnik (Kronach) seine Biografie als Buch übergaben. Zum 200-jährigen Jubiläum von Johannes Don Bosco ist dieses Buch ein Beispiel für dessen Nachfolge.
Pater Pater Hermann Schulz (rechts) strahlte, als ihm die Autoren und Ehrausgeber Michaela Burger (Wunsiedel) und Rainer Glissnik (Kronach) seine Biografie als Buch übergaben. Zum 200-jährigen Jubiläum von Johannes Don Bosco ist dieses Buch ein Beispiel für dessen Nachfolge.
"Fröhlich sein, Gutes tun und die Spatzen pfeifen lassen". Für den Priester, Erzieher und "Sozialarbeiter" Johannes Bosco (1815 - 1888) war dieser Satz mehr als ein netter Spruch. In ihm spiegelt sich die Grundhaltung seines Lebens und seiner erzieherischen und pastoralen Tätigkeit.

Don Bosco setzte sich sein Leben lang für benachteiligte junge Menschen ein. 1859 rief er die "Gesellschaft des Heiligen Franz von Sales" ins Leben - die Salesianer Don Boscos waren geboren.

Einer davon ist Salesianerpater Hermann Schulz, dessen Biografie im Jubiläumsjahr zeigt, wie das Erbe Don Boscos heute wirkt. "Pater Hermann Schulz - In den Fußstapfen Don Boscos" lautet der Titel des von Michaela Burger (Wunsiedel) und Rainer Glissnik (Kronach) verfassten und herausgegebenen Buchs.

"Sich mit einem Seelsorger auf den Weg machen, um neue Eindrücke wahrzunehmen, Abenteuer zu erleben, um den Körper und die Seele deutlich zu spüren und das eigene Dasein zu feiern", heißt es im Vorwort. "In Orte und Länder, die etwas Neues bieten, den Horizont erweitern, Grenzen aufweichen. Begleitet von Pater Hermann Schulz, einem katholischen Priester der Salesianer Don Boscos, die er in seinen 75 Jahren sammelte - mit liebevollem Herzen, wachem Verstand, mutiger Entschlossenheit, schöpferischer Offenheit und ständiger Verfügbarkeit für Menschen in Not." Pater Schulz hat gerade auch im Landkreis Kronach viele Unterstützer, die sich mit Engagement für seine Hilfsprojekte einsetzen.

Nächstenliebe und Geborgenheit, ein neues Zuhause für Straßenkinder und Waisen, Sport und Spiel, Beschäftigung und Bewegung gegen Traurigkeit, Schule und Berufsausbildung, eine Chance für die Zukunft und Freundschaften und Verbundenheit über Kontinente hinweg - das vermittelt Salesianerpater Hermann Schulz sein Leben lang.

Nach seiner Priesterweihe arbeitete Pater Hermann Schulz zwei Jahre lang - von Herbst 1969 bis Herbst 1971 am litauischen Gymnasium in Lampertheim, wo er einst als Schüler war. Von dort kam er 1972 nach Sao Paulo in Brasilien, wo er fast vier Jahre blieb. In Ruanda fand er was er suchte. Von den ersten Eindrücken in Ruanda (1979) war Pater Schulz fasziniert, denn es war das pure "afrikanische" Lebensgefühl und das Gemüt der Menschen, was ihm sofort zusagte.

Hier baute er sein Jugenddorf auf. Nach dem Völkermord im Jahr 1994 kehrte er zurück. Er baute das Jugenddorf wieder auf, dazu ein Waisendorf und schließlich eine beispielhafte Schule. Außerdem unterstützt er viele Kinder und Familien im Umfeld.

Als Pater Hermann Schulz nach der Grenzöffnung 1989 einmal wieder in der alten Heimat seiner Mutter in Litauen war hörte er, dass es möglich wäre, ehemaligen Landbesitz zurück zu bekommen. In der Gemeinde fand sich die Bestätigung, dass als Eigentümer der Name Schulz eingetragen war.

Jugendhof aufgebaut

So bekam er das Grundstück zurück, ohne dass jemand vertrieben wurde. Pater Schulz wollte dieses Land aber nicht für sich. Als Salesianer war es ihm ein Bedürfnis, jungen Leuten in Not zu helfen. Die wirtschaftliche Situation im Land hatte sich erheblich verschlechtert - besonders die Situation der Jugendlichen, von denen viele ohne Ausbildung auf der Straße standen und oftmals kein Zuhause hatten. Dies erlebte und erfuhr Pater Schulz, was ihn sehr betroffen machte.

So fasste er den Entschluss, konkret mit dem Aufbau eines Jugendhofes zu helfen. Sein Ziel war eine internationale Begegnungsstätte im Geiste der Versöhnung. "Sich durch gemeinsames Arbeiten und Erleben kennen lernen" ist einer der Leitsätze. Es finden Jugendbegegnungstreffen mit Jugendlichen aus Litauen, Polen, Deutschland und Ruanda statt. Das "Jaunimo Sodyba" entstand. Eine Anlaufstelle für litauische Kinder und Jugendliche in Not und eine Jugendbegegnungsstätte.

Im Sommer 2010 verlieh der deutsche Bundespräsident Christian Wulff Pater Hermann Schulz für seine jahrzehntelange, aufopferungsvolle Arbeit das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse.

Pater Hermann Schulz wurde im Jahr 2011 im litauischen Außenministerium empfangen, höchstpersönlich vom Außenminister begrüßt und beglückwünscht, der ihm zudem noch die Auszeichnung eines "Ehrendiplomaten" von Litauen verlieh.

Pater Hermann Schulz verbindet viele Menschen miteinander. Nicht nur mit den Kindern und Jugendlichen, denen die Hilfe zugute kommt. Bei seinen Besuchen bringt er Menschen zusammen, die sich im Engagement für die gemeinsame Sache zusammen finden. Freundschaften entstehen. Er macht jungen Menschen Mut. Viele junge Menschen haben Dank seiner Projekte einen guten Start ins Leben bekommen.

Die Biografie von Salesianerpater Hermann Schulz hat 106 Seiten. Sie informiert über das Leben und Wirken von Pater Schulz als Nachfolger Don Boscos und zeigt viele Bilder.

Das Buch kann für 17,90 Euro bezogen werden bei Rainer Glissnik, Am Finkenflug 6, 96317 Kronach; Tel. 09261/51660; E-Mail rainer.glissnik@t-online.de. Sollte irgendwann ein Überschuss entstehen, wird dieser den Jugendprojekten zugute kommen.






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