Wegen ihres tapferen Einsatzes dürfen die Kronacher Frauen bei der Schwedenprozession vorangehen. Dieses Gelübde wurde erstmals bei der ersten Schwedenprozession im Jahr 1634 eingelöst - und auch wieder an diesem Sonntag, bereits zum 378. Mal.

Vorher zelebrierte Regionaldekan Thomas Teuchgräber in der Stadtpfarrkirche die Eucharistiefeier. Auch heuer waren der Prozessionsweg sowie viele Häuser mit Fahnen, reichem Blumenschmuck sowie Kerzen und sakralen Motiven ausgestaltet. Doch nicht nur sie waren festlich geschmückt, sondern insbesondere die vier Hauptaltäre. Seit vielen Jahrzehnten werden diese von verschiedenen Vereinen ideenreich und mit großer Liebe zum Detail gestaltet. Für den ersten Altar war die katholische Jugend verantwortlich. Am Krieger-Ehrenmal am Fuß der Festung gingen die Jugendlichen auf Vorurteile ein, mit denen sie heutzutage konfrontiert würden.

Die zweite Altarstation auf der "Bastion Maximilian" wird seit vielen Jahren von der Kolpingfamilie Kronach geschmückt. Heuer beschäftigte man sich mit dem 2011 groß gefeierten 150-jährigen Bestehen der Kolpingfamilie. Seit 1982 gestaltet die KAB den dritten Altar bei der Schwedenlinde und legt alljährlich einen prachtvollen Blumenteppich. Diesen zierte heuer das Bild von einem geöffneten Fenster, das dazu einlud, nach draußen - in die Welt hinaus - zu schauen.

Anschließend führte der Weg von der Festung wieder zurück zum Melchior-Otto- Platz. Die action 365 hatte dort einen Altar zum Thema "Einen neuen Aufbruch wagen" aufgebaut. Stadtpfarrer Teuchgräber dankte allen Teilnehmern und Verantwortlichen, die zum Gelingen der Prozession beitrugen.