Laut Gericht habe sich der Mann aus dem Landkreis Kronach schuldig gemacht, da er seinem 57-jährigen Vater mit einem Messer eine lebensgefährliche Schnittwunde am Hals zugefügt hatte. Der Vorfall geschah im Juni 2011 in der Wohnung der Ex-Frau des Vaters. Nachdem die 54-Jährige den Rettungsdienst alarmiert hatte, konnte das Opfer in der Frankenwaldklinik Kronach operiert werden.

Die Schwere der Schuld gründe sich auch darauf, dass der Angeklagte seine Tat bis zum Ende bringen wollte. Er leistete seinem stark blutenden Vater keine erste Hilfe.

Die Verteidigung hatte auf Freispruch des Angeklagten plädiert, da die wichtigste Zeugenaussage laut Rechtsanwalt Volker Albrecht nicht als Beweismittel verwendet werden könne. Der Zeuge, der 79-jähriger Großvater des Beschuldigten, hatte bei mehreren Vernehmungen stets unterschiedliche Angaben gemacht, welche somit laut Verteidigung nicht verwendbar seien. Die Verteidigung hat eine Woche Zeit, um gegen das Urteil Berufung einzulegen.