Laden...
Kronach
Leserthema

"Hintertürchen" in Fränkische Galerie

Ältere Menschen tun sich schwer, zu Fuß zur Festung hoch und über die alte Treppenanlage in die Ausstellungsräume zu kommen. Horst Schmidt fände einen Shuttle-Service ideal.
Artikel drucken Artikel einbetten
Für Senioren und Gehbehinderte ist der Aufstieg zur Fränkischen Galerie über die Treppe ein Kraftakt. Foto: Marco Meißner
Für Senioren und Gehbehinderte ist der Aufstieg zur Fränkischen Galerie über die Treppe ein Kraftakt. Foto: Marco Meißner
+2 Bilder
Wenn Horst Schmidt in die Fränkische Galerie auf der Festung Rosenberg gehen möchte, macht er sich auf einen beschwerlichen Aufstieg gefasst. Nicht nur der Anstieg hoch zur Festung fällt älteren Menschen seiner Ansicht nach schwer, sondern vor allem auch die historische Treppenanlage, die hinauf zur Galerie führt. Dass es anders gehen könnte, weiß er von der Plassenburg.

"In Kulmbach klappt das doch schon lange", weist er auf den dortigen Shuttle-Service hin. "Das wäre doch auch in Kronach für die Touristen gut." Dieser Service sollte seiner Ansicht nach auch nicht am Festungstor Halt machen, sondern bis ans "Hintertürchen" zur Galerie im Innenhof des Bollwerks führen. Dann wären ein ebenerdiger Zugang und ein Aufzug verfügbar.

Mit seiner Anregung stößt er bei Kerstin Löw, Leiterin des Tourismus- und Veranstaltungsbetriebs der Stadt, auf offene Ohren. Sie weist darauf hin, dass es sogar jetzt schon möglich ist, diesen Weg einzuschlagen. Nur eben ohne Shuttle. "Grundsätzlich kann jeder, der gehbehindert ist, bis zur Schranke fahren und sich über das Schrankentelefon melden", erklärt sie. Das Festungspersonal leite dann alles weitere in die Wege.


Kosten wären momentan zu hoch

Sie gesteht aber, dass dieser Zugang über den Zeughausinnenhof und die Reitbahn momentan noch etwas umständlich sei. "Aber wir haben diese Möglichkeit und nutzen sie ja beispielsweise auch bei Hochzeiten." Natürlich müsse verstärkt auf die Sicherheit der Festungsbesucher geachtet werden, wenn Autos im Innenbereich unterwegs seien. Das mache diese Zufahrt umso komplizierter, je mehr sie genutzt werde.

Ein Shuttle-Service sei momentan aus Kostengründen nicht realisierbar, bedauert Löw, dass dieser Wunsch Schmidts vorläufig unerfüllt bleiben wird. Langfristig könnten sich aber Veränderungen auf der Festung abzeichnen. "Wir haben auch viele ältere Gäste, darum ist das ein Thema für uns", versichert Löw. Die künftig veränderte beziehungsweise intensivere Nutzung der Festung (Tagungsräume, Herberge etc.), die laut Löw zu mehr Besuchern führen wird, sowie das Konzept der Barrierefreiheit für Kronach könnten später einmal zu einer Anpassung des Zugangs führen. Für diesen Fall seien mehrere Varianten im Gespräch.

Kommentare (1)

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren