LKR Kronach
Barrierefreiheit

Hausmann: Es gibt noch viel zu tun

Der VdK-Kreisvorsitzender hatte in Kronach Lokalpolitiker zum Stadtrundgang geladen.
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Unter der Führung des VdK-Kreisvorsitzenden Heinz Hausmann (vorne links) machte man sich auf den Weg durch Kronach, um gezielt nach Barrierefreiheit Ausschau zu halten.  Foto: M. Wunder
Unter der Führung des VdK-Kreisvorsitzenden Heinz Hausmann (vorne links) machte man sich auf den Weg durch Kronach, um gezielt nach Barrierefreiheit Ausschau zu halten. Foto: M. Wunder
"Weg mit den Barrieren", der Forderung des VdK Bayern schließt sich auch der Kreisverband Kronach an. Ein unermüdlicher Kämpfer ist dabei der Kreisvorsitzende Heinz Hausmann. Er hatte deshalb den Bürgermeister, die Fraktionsvorsitzenden sowie die Verantwortlichen des VdK zu einem Stadtrundgang eingeladen.
Wie Hausmann bei der Begrüßung der Teilnehmer sagte, sei in der Kreisstadt schon Vieles Geschehen, es gebe aber auch noch viel zu tun, meinte er in einem Atemzug. Die Stadt Kronach sei derzeit um einen barrierefreien Zugang zur Festung bemüht. Als ehrgeizig bezeichnete er auch das Ziel des Freistaates Bayern, wonach bis 2023 alle öffentlichen Gebäude des Landes barrierefrei sein sollen.
Beim Landesgartenschaugelände habe man im Jahr 2002 schon vorbildlich gehandelt, schließlich sei die Barrierefreiheit ein Menschenrecht.


"7000 Personen im Landkreis"

Der VdK-Kreisvorsitzende machte darauf aufmerksam, dass nicht nur Schwerbehinderte, sondern auch Leute mit Kinderwagen, Unfallpatienten und schließlich vor allem die älteren Bürger von der Sache profitieren. würden. In Bayern lebten rund 1,5 Millionen Bürger mit einer Behinderung von mehr als 50 Prozent. Im Landkreis Kronach sind es nach Aussage von Heinz Hausmann auch immerhin 7000 Personen, was etwa zehn Prozent der Einwohner entspreche. Dankbar zeigte sich 3. Bürgermeister Markus Wich über die Tatsache, dass sich der VdK dieses Themas angenommen hat. "Man merkt im Alltag die teilweise durch kleine Maßnahmen zu erzielenden Verbesserungen gar nicht". Deshalb sei ein bewusster Rundgang mit dem Anschauen vor Ort sehr dienlich, so Wich. Mittlerweile sei auch das Amtsgericht mit der neuen Aufzugsanlage sehr barrierearm. Beim Rundgang stellte man fest, dass bei der Hypo-Vereinsbank noch einiges für Rollstuhlfahrer getan werden müsse. Dies gelte auch für den Bahnhof, dort sei lediglich ein Gleis Rollstuhl-gerecht angelegt. Verbesserungen würde man sich auch bei der Post wünschen, sagte die Kreisgeschäftsführerin Anja Schmidt. Zum Schluss war man sich einig, dass man doch oft durch die Stadt laufe, ohne über Barrieren für Menschen mit Behinderung nachzudenken. Bei einem derartigen Rundgang werden einen die Augen geöffnet, meinte CSU-Fraktionsvorsitzender Jonas Geisler. Bleibt für die Menschen mit Behinderung nur zu hoffen, dass sich die verantwortlichen Kommunalpolitiker bei anstehenden Maßnahmen auch an die Vorgaben halten.

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