Kleintettau
Spende

Halbe Million für das Tropenhaus

Mehrkosten von 449 000 Euro können mit der Spende der Carl-August-Heinz-Stiftung ausgeglichen werden.
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Das Tropenhaus Klein-Eden ist ein Leuchtturmprojekt der Rennsteig-Region. Es kam teurer als geplant. Die Spende von 500 000 Euro soll nun diese Mehrkosten kompensieren. Foto: vs
Das Tropenhaus Klein-Eden ist ein Leuchtturmprojekt der Rennsteig-Region. Es kam teurer als geplant. Die Spende von 500 000 Euro soll nun diese Mehrkosten kompensieren. Foto: vs
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Eine Spende in Höhe von 500 000 Euro aus der Carl-August-Heinz-Stiftung (CAH) konnte am Donnerstagnachmittag der Geschäftsführer des Tropenhauses Klein-Eden, Thomas Schmidt, entgegennehmen. Es ist fast exakt die Summe, die zusätzlich zu den kalkulierten Planungskosten für den Bau des Tropenhauses aufgebracht werden musste. "Wenn der Carl mit seiner Stiftung nicht eingesprungen wäre, sähe es schlecht aus", so der Zweite Vorsitzende der CAH-Stiftung, Wolfgang Hammerschmidt, der den Scheck überreichte Und: "Aus eigener Kraft wäre die Forschungseinrichtung nicht in der Lage gewesen, die Mehrkosten für das Tropenhaus zu stemmen!" Was ist damit gemeint?


Ein Blick zurück

Es war in den Jahren zwischen 2008 und 2010, als die Kostenplanungen für das Tropenhaus Klein-Eden erstellt wurden. Man sprach von einer Summe in Höhe von 5,2 Millionen Euro. 2011 gab es schließlich grünes Licht für das Gemeinschaftswerk von Unternehmern, Unterstützern, dem Landkreis und Gemeinden.
Aus der EU kamen drei Millionen Euro, eine Million Euro gab es von der Oberfrankenstiftung, weitere 500 000 Euro steuerte der Freistaat aus dem Umweltfonds bei. Langfristig, so ist der Plan, soll sich Klein-Eden selbst tragen, indem Fische und Früchte verkauft werden, die eben nicht teuer und mit hohem Energieaufwand importiert sind, sondern in der Region produziert werden.
Man forscht zusammen mit der Uni Bayreuth und Weihenstephan und hatte schon Werkstudenten von der Uni Osnabrück in Kleintettau. Das Problem sind jetzt aber die 449 000 Euro an Mehrkosten, die zum einen auf die reinen Bauleistungen, auf Erschließungsbeiträge und technische Anlage zurückzuführen sind. Wie so oft bei Baumaßnahmen, sind auch beim Bau des Tropenhauses Hürden aufgetreten, die vorher nicht absehbar waren, aber getätigt werden mussten und somit auch Mehrkosten verursachten. Weiterhin, so erklärt Wolfgang Hammerschmidt, sind zwischen der Bau- und Realisierungsphase des Tropenhauses die Baukosten um rund 20 Prozent gestiegen.


Nachförderung wurde abgelehnt

Aufgrund des Erhalts der Fördermittel und der wissenschaftlichen Forschungen darf das Tropenhaus nicht beworben werden. Es wurden zwar im vergangenen Jahr 20 000 Besucher registriert, aber das reicht nicht aus, um die Mehrkosten zu kompensieren. Der Antrag für eine Nachförderung wurde abgelehnt. Deshalb sind der Geschäftsführer Thomas Schmidt und Wolfgang Hammerschmidt sehr dankbar, dass nun mit der Spende eine drohende Schieflage abgewendet werden konnte.
"Carl-August Heinz will das Projekt nicht sterben lassen", so Hammerschmidt. Schließlich gehe es beim Tropenhaus Klein- Eden um Bildung, Forschung, um Arbeitsplätze, um eine touristische Attraktion.
Wünschen würden sich die Verantwortlichen, dass dieses Angebot mehr von den heimischen Schulen in Anspruch genommen würde, zumal ja auch die Möglichkeit besteht, dass die Fahrtkosten für die Schüler übernommen würden. Und der einstige Geschäftsführer Ralf Schmitt führt mittlerweile die Marketinggesellschaft für die fränkische Rennsteig-Region. Da geht es darum, aus Produkten des Tropenhauses und der Region verschiedene kulinarische Kreationen oder Gewürze zu entwickeln, die dann vermarktet werden. "Testphasen laufen schon!"

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