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Kronach
Konzertgottesdienst

Glaube, Hoffnung und Liebe bleiben

Das Duo "Hearts of Gold" brachte am Sonntagabend in der evangelischen Christuskirche ihr Publikum zum Mitsingen und Nachdenken. Unter dem Motto "Was bleibt?" wechselten sich Popsongs mit ansprechenden Texten von Pfarrer Martin Gundermann ab.
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Die Spenden des Konzertgottesdienstes mit dem Duo "Hearts of Gold" kommen dem Kindergarten Sternenhimmel zu Gute.  Foto: Mariell Dörrschmidt
Die Spenden des Konzertgottesdienstes mit dem Duo "Hearts of Gold" kommen dem Kindergarten Sternenhimmel zu Gute.  Foto: Mariell Dörrschmidt
"One, two, three, four ..." heizte "Hearts of Gold" mit Gitarre, Stimme, Mundharmonika und Cajon die Kirche und die Gemüter der vielen Besucher am verschneiten Novemberabend in Kronach ein. Eingepackt im dicken Wintermantel sitzen die vielen Gäste in den Reihen und lassen sich von den Wortimpulsen und Melodien leiten. Auch die Einladung zum Mitsingen, traf schnell auf Gefallen. Mit den Liedtexten in der Hand entschieden sich nach und nach immer mehr Menschen und stimmten in den Chorus mit ein, klatschten den Takt oder wippten dezent mit den Füßen.

Ein Abend, an dem sicher nicht nur die Frage geklärt wurde "Was bleibt?", sondern in der klar wurde, wie schön es sein kann in Gemeinschaft und mit guter Musik über das Leben nachzudenken. Ein Erlebnis, das in Erinnerung bleibt.

Mit "Mighty Quinn" von Bob Dylan starteten die beiden Musiker zu Beginn einen Volltreffer beim Publikum. "Eigentlich ist heute gar kein Tag für laute Lieder. Am Totensonntag denken wir an Abschnitte, die wir erlebt haben. Was bleibt von unserem Leben, was hat Bestand?", leitet Pfarrer Gundermann zum Thema des Konzertes über und kündigt sogleich das nächste Lied an: "Entweder geht es in Popsongs um Liebe oder das Ende einer Beziehung. Oder wenn der Nächste nicht mehr da ist, denn genau darum geht es im nächsten Lied von den Bee Gees." Und damit auch jeder die Intentionen des Lieder problemlos verstehen konnte, war im Programm die deutsche Übersetzung von "New York Mining desaster 1941" abgedruckt. Im Anschluss und dem darauf folgenden Halleluja sprach Gundermann ein Gebet, in dem er die Frage was bleibt, wenn die eigenen Tage auf der Erde gezählt sind, aufgreift. Und genau diese flotten Rhythmen zu schweren Themen, kamen bei den Zuhörern gut an.

Höhepunkt des Abends bildete eine Steinaktion. Jeder der Gäste durfte sich einen kleinen Stein aussuchen und mit nach Hause nehmen: "Ein Stein kann glatte, sanfte oder raue Stellen haben. Fest steht, dass jeder Stein sein ganz eigenes Profil hat, wie wir Menschen. Ich kann ein Stein sein, der ins Rollen kommt, kann mich verändern, will mich begreifen lassen. Wenn einer kommt und mich aufhebt, kann er nicht mehr über mich stolpern. Ein Stein der die Fingerabdrücke seines Schöpfers tragen darf", so Gundermann.

Ein weiterer Gedanke des Abends bildete das Thema "Heimat" und das Lied von Simon & Garfunkel "Homeward Bound". Pfarrer Gundermann erinnerte daran, dass jeder ein bisschen Heimat brauche, das Leben aber genauso zu Aufbrüchen zwinge. "Nun aber bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe diese drei. Aber die Liebe ist die größte unter ihnen", so stand es am Ende des Programmheftes geschrieben.

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