Die Einziehung des Waldweges sei rechtens gewesen, weil durch den Ausbau, die Verbreiterung der Staatsstraße, in die der Waldweg einmünde, eine Gefahrstelle entstanden wäre, begründete der vorsitzende Richter die Entscheidung des Gerichtes.
Auch das Angebot der Klägerseite, Hindernisse im Waldweg vorzusehen, damit dieser nur durch Fußgänger benutzbar ist, erachtete das Gericht nicht als gangbare Lösung. Es entstehe auf ein Gefahrenpotenzial, wenn Fußgänger oder Kinder mit dem Fahrrad vom Waldweg die Staatsstraße queren, um den neu angelegten Gehweg auf der gegenüberliegenden Straßenseite zu erreichen, so Richter Lederer.
Der neu geschaffene, zwar steile Ersatzfußweg sei eine brauchbare Alternative, für einen Rollstuhlfahrer zwar keine schöne Lösung. "Kein Verkehrsteilnehmer oder Anlieger hat ein Recht darauf, dass eine Straße erhalten bleibt", sagte Lederer. Ein Umweg von 500 Metern sei in Kauf zu nehmen. Alle Kläger hätten nach wie vor eine Anbindung an öffentliche Straßen.