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Kronach
Kreiswettbewerb

Gartenbau-Kreisverband nimmt 35 Gärten unter die Lupe

Eine vierköpfige Bewertungskommission des Gartenbau-Kreisverbands hat sich unter dem Motto "Mehr Ökologie im Garten" die grünen Oasen im Frankenwald angeschaut. Das Quartett war begeistert von dem, was die Gartenbesitzer geschaffen haben.
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Die Kreisbewertungskommission mit (von links): Horst Heinlein, Herbert Reuther, Edgar Bärenz und Manfred Gliese inspizierte 35 Gartenanlagen im Landkreis Kronach. Foto: Gerd Fleischmann
Die Kreisbewertungskommission mit (von links): Horst Heinlein, Herbert Reuther, Edgar Bärenz und Manfred Gliese inspizierte 35 Gartenanlagen im Landkreis Kronach. Foto: Gerd Fleischmann
Neben dem "Tag der offenen Gartentür", der am Sonntag, 30. Juni, in Nordhalben stattfinden wird, nimmt der Kreiswettbewerb "Mehr Ökologie im Garten" des 5400 Mitglieder starken Gartenbau-Kreisverbandes Kronach einen hohen Stellenwert im Jahresprogramm ein. Die Bewertungskommission hatte hierfür erneut ein Mammutprogramm zu bewältigen.

Der Grund: Wegen des Kreiswettbewerbs 2013 wurden 35 Gartenanlagen aus dem gesamten Kreisgebiet inspiziert. 20 Ortsverbände nahmen an der Bewertung teil. Allerdings waren die Vereine gehalten, maximal zwei Bewerber mit guten Voraussetzungen zu melden. So ergab sich von vornherein eine Auslese.

Tropische Hitze

Die Bewertung führten Horst Heinlein (Mitwitz), Manfred Gliese (Tüschnitz), Herbert Reuther sowie Edgar Bärenz (beide Wallenfels) durch. Die organisatorische Vorarbeit oblag Kreisvorsitzendem Peter Cembrowicz aus Burkersdorf. Um das umfangreiche Bewertungsprogramm zu bewältigen, mussten die Kommissionsmitglieder eine 250-Kilometer-Fahrt und einen Zwölf-Stunden-Arbeitstag bei tropischer Hitze in Kauf nehmen. Die Gartenbauexperten bewerteten den Blumenschmuck, die Ein- und Durchgrünung des Gartens, die Schaffung von Kleinstrukturen sowie das Thema "Wasser im Garten". Außerdem konnten Sonderpunkte verteilt werden. Der Wettbewerb steht unter dem Motto "Mehr Ökologie im Garten".

Vor allem wolle man, so Cembrowicz, das Ziel verfolgen, möglichst erlebnisreiche, vielfältig nutzbare und ökologisch intakte Gärten entstehen zu lassen, die dauerhaft zur Förderung der Lebensqualität aller Bürger beitragen. Der Kreisvorsitzende stellt fest: "Wir befinden uns in einer Phase der Rückorientierung auf die wesentlichen Lebensgrundlagen. Dadurch erhält der Garten einen neuen Stellenwert." Der Garten sei wieder Treffpunkt von Mensch und Natur geworden. Mit dieser Bewertung wolle man für die Hobbygärtner Anreize schaffen, die geforderte Ökologie konsequent umzusetzen.

Farbenspiel der Blumen

Anerkennend sprachen sich die Kommissionsmitglieder über die vielfältigen Bemühungen der Gartenbesitzer aus, einerseits die dörfliche Struktur zu verschönern und andererseits auch den Tieren durch einen naturnahen Garten eine Überlebenschance zu geben. Beeindruckt war man von dem abwechslungsreichen und harmonischen Farbenspiel der Blumen. Kreisvorstandsmitglied Manfred Gliese unterstreicht: "Insektenhotels, Hochbeete, Kräuterspiralen und Nistkästen halten verstärkt Einzug in die Gärten." Außerdem sei vermehrt der Blumenschmuck an den Häusern wieder sichtbar.

Lobend äußerten sich die Bewerter über das Bemühen der Gartenbesitzer, wieder verstärkt Blumenwiesen anzulegen. Allerdings musste man feststellen, dass auf Grund des verregneten und vor allem zu kalten Frühlings die Obsternte größtenteils sehr mager ausfallen wird. Edgar Bärenz erklärt hierzu: "Die Natur ist mindestens drei Wochen im Verzug." Vor allem sehe es bei der Kirschenernte nicht gut aus.

Auszeichnung Am Sonntag, 13. Oktober, wird im Rahmen der Herbstversammlung in Au in der "Alten Schule" die Auszeichnung durch den Kreisvorstand ab 15 Uhr in drei Bewertungsgruppen erfolgen.

Ausrichter Die Ausrichtung obliegt dem Gartenbauverein Au, der in diesem Jahr auf sein 50-jähriges Bestehen zurückblicken kann.

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