Burkersdorf
Auftritt

Funk vom "Freud'nhaus" in Burkersdorf

Mit schwarzer Musik will die Band ihre Fans im "TECnet Zentrum" elektrisieren.
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Am 4. Oktober treten im "TECnet Zentrum" (von links) Keyboarder Günter Schmuck, Gitarrist Rolf Naumann, Saxophonist Walter Wachter, Sängerin Jeni Linthi und Bassist Gerald Klimke auf. Foto: Stephan Stöckel
Am 4. Oktober treten im "TECnet Zentrum" (von links) Keyboarder Günter Schmuck, Gitarrist Rolf Naumann, Saxophonist Walter Wachter, Sängerin Jeni Linthi und Bassist Gerald Klimke auf. Foto: Stephan Stöckel
Wenn dieses Freudenhaus seine Pforten öffnet, dann sind Höhepunkte garantiert - musikalische wohlgemerkt. Denn dieses "Freud'nhaus", geschrieben mit einem Apostroph in der Mitte, findet man nicht im Rotlichtbezirk, sondern in den Kleinkunstkneipen Oberfrankens.

"Wir bringen Freude ins Haus mit Disco, Soul und Funk im jazzigen Gewand", klärt der Schlagzeuger der Gruppe, Mathias Weckbrodt über den zweideutigen Namen auf. Am Samstag, 4. Oktober, spielt die Formation bei freiem Eintritt um 20 Uhr im "TECnet Zentrum" des Kleinkunstvereins "TECnet Obermain".

1997: Der Drummer hat die Qual der Wahl. Eine Liste mit Namen liegt auf dem Tisch. Weckbrodt kann sich nicht entscheiden, greift zum Telefonhörer und ruft seinen Freund Ferdinand Förster an, der mit dem Top-Produzent Frank Farian ("Boney M.") zusammenarbeitet. "Freud‘nhaus - das ist es. Der Name ist provokant und schnell in aller Munde", tönt es aus der Leitung. Der Bandname ist geboren.

Der Nameweckt Neugier

Weckbrodt ist seinem Freund noch heute dankbar für den Tipp. Denn für ihn steht fest: "Der Name weckte die Neugier auf unser erstes Konzert im Altenkunstadter ‚Nepomuk‘, das am 5. Januar 1997 stattfand." Das Konzert war der Startschuss für eine erfolgreiche Karriere. Ob im Lichtenfelser Bahnhofs-Bistro oder im Bamberger Live-Club - die Fans waren immer aus dem Häuschen, wenn die schwarze Musik erklang.

Auch in anderer Hinsicht liebt es die Kapelle aufreizend. Die "Rolling Stones" haben ihre berühmte Zunge als Logo, die Combo "Freud'nhaus" einen knallroten Kussmund. Er passe zum Image einer Funk- und Disco-Band, findet der Musiker. Schließlich hafte der Musik etwas Erotisches an.

Funk, Soul und Disco erleben derzeit dank Gruppen und Künstler wie "Daft Punk" ("Get Lucky") oder Pharrell Williams ("Happy") eine Renaissance. Ist auch im Frankenwald eine solche zu spüren? "Definitiv", meint der Künstler, der ein steigendes Interesse an schwarzer Musik festgestellt hat. "Was willst Du damit?", habe man ihn vor fünf Jahren erstaunt angeschaut. "Jetzt fahren alle Leute auf diesen Sound ab."

Doch Funk ist nicht gleich Funk. Das weiß auch Weckbrodt. "Man braucht den Groove - einen gewissen Rhythmus, bei dem niemand mehr angewurzelt stehen bleibt, der den Körper des Zuhörers regelrecht in Schwingungen versetzt." Während die Besucher beim Tanzen alle Fünfe gerade sein lassen, holen sich Bassist Gerald Klimke, Sängerin Jeni Linthi, Gitarrist Rolf Naumann, Günter Schmuck, Walter Wachter und Schlagzeuger Mathias Weckbrodt bei der Interpretation von Songs wie "I Can't Stand The Rain" von Tina Turner oder "Le Freac" von Chic ihre kreative Befriedigung.

Für das Konzert im "TECnet Zentrum" heißt es in einer Werbeanzeige über Jeni: "Sie ist eine Sängerin, die wirklich weiß, was nicht nur Männer anmacht." Was wäre das? "Ihr Stimme und ihr Charme", antwortet Weckbrodt.
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