Glosberg
Kirchweih

Fatimaprozession zur Waldkapelle auf dem Rauscherberg

Der Wallfahrtsort Glosberg feiert am Wochenende, Samstag und Sonntag, 8. und 9. September, Kirchweihfest. Der Musikverein Glosberg zieht am Freitag ab 16 Uhr von Haus zu Haus durchs Dorf und spielt gern gehörte Ständerla. Der Festgottesdienst findet am Sonntag, 9. September, um 10.15 Uhr in der Wallfahrtskirche Mariä Geburt Glosberg statt. Um 14 Uhr ist Fatima-Prozession zur Waldkapelle auf dem Rauscherberg.
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Die Waldkapelle ist ein beliebtes Ziel  für Gebet und inne halten umgeben von der Stille des Waldes.  Foto: K.-H. Hofmann
Die Waldkapelle ist ein beliebtes Ziel für Gebet und inne halten umgeben von der Stille des Waldes. Foto: K.-H. Hofmann
Am Sonntag, 9. September, 14 Uhr lädt die Pfarrei Mariä Geburt Glosberg zur Fatimaprozession ein. Die Prozession findet ausnahmsweise am Kirchweihsonntag statt und beginnt an der Wallfahrtskirche "Mariä Geburt Glosberg". Normalerweise findet die Prozession nach dem 13. September statt, denn in den Monaten von Mai bis Oktober ist die Prozession nach alter Überlieferung jeweils am Sonntag nach dem 13. jedes Monats.
Pater Waldemar Brysch wird die Prozession mit dem Musikverein Glosberg anführen und auch die Festpredigt an der Waldkapelle halten. Nach der Andacht an der Waldkapelle gibt es ein Festkonzert des Musikvereins am Gasthaus Diller. Die Prozession führt den steilen und steinigen Weg hinauf zur Waldkapelle. An sieben Stationen, an denen in Steinskulpturen die sieben Schmerzen Mariens dargestellt sind, wird gebetet und gesungen. An einer achten Station, am Grab eines unbekannten Soldaten, wird der Kriegsgefallenen gedacht.

Die Fatima-Wallfahrt zur Waldkapelle wurde im Jahr 1942 von Pfarrer Renk eingeführt und seitdem wird sie sechsmal im Jahr in den Monaten von Mai bis Oktober mit großer Anteilnahme der Gläubigen durchgeführt.
Zu Ehren Mariens wurde nahe Glosberg auf dem Rauscher berg im Jahr 1847 die Waldkapelle erbaut. Im Jahr 1884 wurde die Waldkapelle eingeweiht und wird von den Pfarreimitgliedern der Pfarrei Maria Geburt Glosberg erhalten und gepflegt.

Die Geschichte der Errichtung der Kapelle begann mit einer Erzählung eines Hütbubens von einer Marienerscheinung im Jahr 1844. An dieser Stelle wurde die Waldkapelle mit Gnadenbild errichtet. Die Wallfahrtskirche in Glosberg entstand in den Jahren 1730 bis 1736. Seinerzeit war Glosberg eine Filialkirchengemeinde der sechs Kilometer entfernten Pfarrei Kronach. In dem dortigen Dekan Friedrich Schreppel fand Glosberg einen uneigennützigen und aufopferungsvollen Förderer und Streiter, der den Bau der Wallfahrtskirche zu seinem Lebenswerk machte. Aus der Chronik geht hervor, dass die Kirche nach den Entwürfen des berühmten fränkischen Baumeisters Balthasar Neumann entstanden sind, der in den Jahren 1732 bis 1734 oftmals selbst an der Baustelle gewesen sein soll. Die Einweihung des Gotteshauses erfolgte am 9. August 1744 durch Weihbischof Franz Joseph Anton von Hahn.

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