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Nordhalben
Ausstellung

Erinnerungen in Modellform

In Nordhalben zeigten am Wochenende Modellbahnbauer, wie Menschen und Güter früher im Frankenwald transportiert wurden.
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Die Freunde der bekannten Spur I zeigen den Besuchern auch ihre Nebenbahn, wo auch der Wallenfelser Bahnhof integriert wurde.  Fotos: M. Wunder
Die Freunde der bekannten Spur I zeigen den Besuchern auch ihre Nebenbahn, wo auch der Wallenfelser Bahnhof integriert wurde. Fotos: M. Wunder
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Bei vielen Besuchern der Modelleisenbahnausstellung wurde sicherlich die Erinnerung an frühere Tage wach. Wie man einst Menschen und Güter von Nordhalben nach Kronach transportierte, zeigte am Wochenende die Modellbaugruppe der gastgebenden Eisenbahnfreunde Rodachtalbahn.

Die Mannen um Jochen Fischer und Bernhard Stöckle haben die Anlage erstmals bei einem derartigen Event aufgebaut. Bei der, noch teilweise im Bau befindlichen, Anlage im Maßstab H0 mit einer Spurbreite von 16,5 Millimeter sind einige Gebäude und Bahnhöfe bereits fertig. So erstrahlen das alte BayWa-Gebäude, der Bahnhof Wallenfels und der Endbahnhof Nordhalben bereits im alten Glanz.

Wesentlich länger im "Geschäft" und somit auch mit einer bedeutend größeren Anlage sind die Freunde der bekannten "Spur 1" angereist. Für sie galt es neben der Spur 1 noch eine Nebenbahn aufzubauen und für die zwei Tage zu betreiben.
"Wir sind bereits am Mittwoch angereist und haben die beiden Bahnen aufgebaut", sagt Gerhard Dischner, einer von sieben Mitgliedern des Freundeskreises "Spur 1".

Rund ein Jahr habe es an Vorbereitung gebraucht, um die Nebenstecke bis in den Tschechischen Bahnhof Böhner für die Nordwaldhalle zu entwickeln. Integriert wurde dabei auch eine original Nachbildung des ehemaligen Bahnhofsgebäudes in Wallenfels (Erlabrück) von Rainer Fousek und ein sechs Meter langer Landschaftsteil von Bernhard Stöckle. Die Freunde der "Spur 1" belegen knapp die Hälfe der Nordwaldhalle und haben für die Nebenbahn keinen festen Plan. Diese Nebenbahn wird im Gegensatz zur Spur 1, die immer gleich aufgebaut ist, nach den Gegebenheiten vor Ort aufgebaut. Dies ist umso schwieriger, weil sich alle Bauteile im Privatbesitz der Freunde befinden. "Wir sind kein Verein, einzig und allein das Hobby führt uns zusammen", sagt Gerhard Dischner.

Neben den Gebäuden und der Landschaft wurde auch ein großer Teil der Fahrzeuge von den Spezialisten in Eigenbau hergestellt. "Für eine Lokomotive können schon mal 300 bis 600 Arbeitsstunden drauf gehen. Einen Güterzug fertigt man in etwa 60 Arbeitsstunden und für einen D-Zug setzt man zwischen 200 und 300 Stunden an", erklärt der Sprecher der Gruppe.

Der ehemalige Lehrer Dischner hat sich eine eigene Werkstatt im Keller eingerichtet und fertigt dort sowohl Züge als auch Landschaftsmodelle. Diese sind genormt und können schließlich mit Modulen von Kollegen so zusammengefügt werden, dass sich für die Besucher ein schönes Bild ergibt. Wie er betont, stehe in der Gruppe der Spaß im Vordergrund. "Ich sitze halt nicht im Wirtshaus, sondern daheim im Keller", so der Hobbybastler.
Auch die Technik auf der Nebenbahn ist unterschiedlich. Während man einen Teil in analoger Form steuert, kommt auch die Elektronik nicht zu kurz. "Bei einem Ausfall der Elektronik muss die Sicherheit gewährt bleiben. Die Besucher solcher Ausstellungen zahlen Eintritt und können dann auch erwarten, dass was geboten wird", meinte Dischner. Anders ist es auf der ovalen Hauptstrecke, die in ihren Bestandteilen immer gleich ist. Hier ist alles digitalisiert und läuft elektronisch ab. Hier können aufgrund der Größe auch sehr lange Züge verkehren.
Im Gegensatz dazu stellten die Münchberger Eisenbahnfreunde Deutschlands größte Segment-Modul-Anlage in der kleinsten Spur Z vor. Die Rödentaler Eisenbahnfreude zeigten eine vereinseigene Flussanlage auf der Spur H0 mit rund 120 Meter verlegten Gleisen. Schnell ging es auf der Anlage der Coburger Eisenbahnfreunde zu. Auf der ICE Neubaustrecke zwischen Ebensfeld und Erfuhrt rauschten im Coburger Raum die Hochgeschwindigkeitszüge über die Kiendgrundbrücke. Eine kleine Märklin Ausstellung sollte vorwiegend Kinder und Jugendliche ansprechen.



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