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Posseck in Bayern
Konzert

Eisenbahnsinggruppe sorgt in Posseck für Klangerlebnis

Der Pressiger Chor gestaltete zum Patronatsfest einen Liederabend auf hohem Niveau. Die "Possiche Gaßschäre" trugen ihren Teil zum Gelingen der Veranstaltung bei.
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Der Chor der Eisenbahnsinggruppe "Frohsinn" Pressig sang, unter Leitung und musikalischer Begleitung von Georg Wolf (Akkordeon) zu Gunsten der Finanzierung der Renovierung der Pfarrkirche St. Johannes der Evangelist im Pfarrheim in Posseck. Foto: Karl-Heinz Hofmann
Der Chor der Eisenbahnsinggruppe "Frohsinn" Pressig sang, unter Leitung und musikalischer Begleitung von Georg Wolf (Akkordeon) zu Gunsten der Finanzierung der Renovierung der Pfarrkirche St. Johannes der Evangelist im Pfarrheim in Posseck. Foto: Karl-Heinz Hofmann
von unserem Mitarbeiter 
Karl-Heinz Hofmann

Posseck — Zum festlichen Singen zum Patronatsfest des Heiligen Johannes Evangelist hatte die Eisenbahnsinggruppe "Frohsinn" Pressig ins Pfarrheim Posseck eingeladen. Mit einem Liederabend, der von der Laienspielgruppe "Possiche Gaßschäre" mit zwei Sketchen bereichert und mit organisiert wurde, bereiteten die Sänger den Besuchern und der katholischen Pfarrei große Freude.

Der Erlös aus freiwilligen Spenden war nämlich zu Gunsten der Renovierung der Pfarrkirche St. Johannes der Evangelist. "Das war eine spontane Entscheidung erst kurz vor Weihnachten, dieses festliche Singen aus Anlass des Patronatsfestes zu veranstalten und gleichzeitig haben wir uns entschlossen, den Erlös zur Renovierung der Pfarrkirche zu spenden", informierte Toni Prechtl aus Posseck, Neumitglied bei der Eisenbahnsinggruppe "Frohsinn" und zugleich auch Mitglied der Laienspielgruppe "Possiche
Gaßschäre".

"Es ist für uns eine Ehre, für soziale, kirchliche Zwecke singen zu dürfen", ergänzte Vorsitzender Klaus Scherer und so sind die Sänger auf die Bitte ihres Sangesbruders Toni Prechtl sofort eingesprungen, um für den guten Zweck der Finanzierung der Renovierung der Pfarrkirche St. Johannes der Evangelist zu singen.

Der 56-jährige Burkhard Neubauer aus Windheim ist im Mai Neumitglied des Chores geworden und führte zum ersten Mal als Moderator souverän und fachkundig durch das Liederrepertoire der Eisenbahnsinggruppe. Das hohe Niveau und die Ausdrucksstärke des mehrstimmigen Chores bewiesen die Sänger bei diesem gelungenen, schönen Liederabend mit einer besonders zu Herzen gehenden Liedfolge aus überwiegend christlichen Kirchenliedern. Mit ihren Stimmen gaben sie den Melodien eine wunderbare Klangfarbe und sorgten für besondere Klangästhetik.

Zum Repertoire zählten Lieder, wie "Grüß Gott", "Weihnachtsglocken", "Ich bete an die Macht der Liebe", "Sanctus" und "Festchoral". Im zweiten Teil folgten "die Waldandacht", "Wenn ich ein Glöcklein wär" mit den Tenorsolisten Siegfried Neubauer und Karl Oberender, "die kleine Bergkirche" nach einem Textarrangement von Georg Wolf und "Grüße ans schöne Frankenland".

Die Besucher zeigten sich vom Klangerlebnis begeistert. Und so mussten gleich mehrere Zugaben folgen. Unter anderem "Bajazzo" und "ein Weihnachtstag mit Pulverschnee" ebenfalls getextet von Georg Wolf. Das Schlusslied "Tochter Zion" wurde gemeinsam gesungen und von der Bläsergruppe des Musikvereins Größau-Posseck, bestehend aus Bernd Pfadenhauer (Posaune), Arno Kotschenreuther (Bass), Julia Wachter, Lea Müller, Marco Müller (alle Trompete) musikalisch begleitet. Zur Überleitung trug Friederike Deuerling eine Weihnachtsgeschichte vor.

Die Possiche Gaßschäre überzeugten das Publikum von ihren Schauspieltalenten mit den Sketchen "Das Familienfest" - es spielten Simone Zwosta, Stefanie Gareis und Martin Prechtl - sowie "Agentur Weihnachtsengel" mit Susanne Völk, Carina Völk und Susanne Radlo mit. Beide Sketche handelten von vorweihnachtlichen Familiensituationen.

Bereicherung für den Chor

"Wir sind sehr dankbar, dass Toni Prechtl aus Posseck und Burkhard Neubauer aus Windheim im vergangenen Jahr zu uns gestoßen sind und mit ihren Stimmen für eine Bereicherung und Verstärkung unseres Chores sorgen", freut sich Vorsitzender Klaus Scherer über derzeit 22 aktive Sänger. Er erinnerte an die Gründung des Chores im Jahr 1949. Aus einer Wanderung heraus, bei der viel gesungen wurde, entstand die Idee, einen Chor zu gründen. Außerdem sei Singen eine Tätigkeit, die Körper und Seele gleichermaßen gut tut, sagte Scherer zur damaligen wie heutigen Motivation im Chor zu singen.

Der Gründungsprozess wurde stark durch den damaligen Bürgermeister von Pressig, Erhard Klammt, unterstützt und forciert. Zunächst waren 90 Prozent Eisenbahner. Durch den Wegfall von Dienststellen in der Region wurden auch die Eisenbahner weniger. 1999 waren von von 40 Sangesbrüdern aber immer noch die Hälfte Eisenbahner. Heute sind bei 22 Sängern nur noch wenige Eisenbahner, der große Teil sind Nichteisenbahner und man ist sehr froh darüber, dass sich sangeslustige Männer dem Chor angeschlossen haben, der dadurch trotz Überalterung eine gute Zukunft hat. Denn das Sangesniveau ist hoch, auch dank des nimmermüden Chorleiters, Dirigenten, Liedermachers und musikalischen Begleiters Georg Wolf, der mit dem Schifferklavier dem Chor zu manchem Lied besondere Ausdrucksstärke gibt.

Zum Abschluss versicherte Klaus Scherer, "wenn wir gerufen werden kommen wir ganz sicher wieder nach Posseck zu einen Liederbend ins Pfarrheim".

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