Mit einem (wegen Gleisbauarbeiten selbstgemachten) Handicap fährt DB Regio Nordostbayern (Sitz Hof/Saale) auf der Frankenwaldbahn in ein neues Bahnzeitalter. Pressig-Rothenkirchen gilt als Endbahnhof der Premiere am Dienstag. Bis zum Ende der Gleisbauarbeiten in Richtung Saalfeld geht es für Reisende in Richtung Ludwigsstadt und Saalfeld oder umgekehrt in südliche Richtung noch bis zum 26. September im Schienenersatzverkehr nur auf der Straße weiter.

Nach gelungener Testfahrt mit geladenen Gästen ist am heutigen Dienstag, 18. September, erstmals einer der fabrikneuen Elektrotriebwagen aus der Baureihe ET 442 (Talent 2) fahrplanmäßig unterwegs. Als Regionalbahn zwischen Bamberg - Lichtenfels - Kronach - Saalfeld wird er in den seit Dezember im Regioverkehr geltenden Notfahrplan eingebunden. Die mehrteilige Triebwagengarnitur eröffnet unter dem Logo Franken-Thüringen-Express den "neuen Nahverkehr" und ersetzt lokbespannte Zuggarnituren aus in die Jahre gekommenen vierachsigen "Silberlingen". Zug um Zug abgelöst werden in den kommenden Wochen auch die im Ersatzkonzept (wegen mit zwölf Monaten Verspätung betriebsbereiter Elektrotriebwagen) eingeführten Neigetechnik Dieseltriebwagengarnituren über die Frankenwaldrampe.

Bei den mit ihren 4200 PS starken Motoren bis zu 160 Stundenkilometer schnellen Triebwagen lassen sich zum Ein-/Ausstieg zwei verschiedene Bahnsteighöhen nutzen. Ausfahrende Schiebetritte überbrücken den zwangsläufigen Spalt zwischen Bahnsteigkante und Fahrzeug.

Die fabrikneuen, in regiorot lackierten Triebwagen der Baureihe ET 442 (auch Talent 2 bezeichnet) sollen spätestens zum Fahrplanwechsel im Dezember die seit Jahren erfolgreich eingesetzten Doppelstockeinheiten und die heute unter Fahrdraht bis nach Würzburg verkehrenden Dieseltriebwagen mit Neigetechnik ersetzen.

Einen ausführlichen Bericht lesen Sie in der Dienstag-Ausgabe des Fränkischen Tags Kronach.