Bevor die gesamte Gruppe gen Falkenstein losmarschierte beschrieb Martin Weber kurz die Wanderung und entlockte den Zuhörern ein Lächeln mit der Erzählung von seinen ersten Eindrücken nach der Versetzung ans „Ende der Welt“ zur Polizeigrenzstation in Ludwigsstadt. Unterhalb des Fahnenfelsens erklärte Weber dann die Bedeutung und Größe des Falkensteins, der 1885 gegründeten „Falkenstein Gemeinde“ rund um den Eisenhammer mit großer Brauerei und Gaststätte. Familie Lenk, heutige Besitzer der Villa Falkenstein, lud alle Wanderer zur Besichtigung des von ihr mit großem Aufwand restaurierten Gebäudes ein.

Das Bierdeckel-Abkommen

Martin Weber erläuterte in den Räumlichkeiten die Grenzziehung nach 1945, die im so genannten Bierdeckel-Abkommen von 3./4. Juli 1945 zwischen Sowjets und Amerikanern geregelt wurde: An der ehemals thüringisch-bayerischen Landesgrenze wurde das Land umverteilt. Durch den geänderten Verlauf der Demarkationslinie kamen die Wirtschaftsgebäude der Brauerei Schreider in die amerikanische Zone. Ohne diese Vereinbarung wäre die Grenze mitten durch das Anwesen gelaufen.

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