Marktrodach
Wahl

Die Grünen-Kronach stellen Fragen an die Landratskandidaten

Die Fraktion der Grünen hat den Landratskandidaten einige Fragen gestellt. Norbert Gräbner beantwortete seine im Rathaus.
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Norbert Gräbner (v. l.) erörtert Edith Memmel, Benedikt Schäfer, Helmut Wesolek und Richard Rauh anhand eines Bebauungsplanes die Einstellung des Marktes Marktrodach für Erneuerbare Energien.  Foto: Hofmann
Norbert Gräbner (v. l.) erörtert Edith Memmel, Benedikt Schäfer, Helmut Wesolek und Richard Rauh anhand eines Bebauungsplanes die Einstellung des Marktes Marktrodach für Erneuerbare Energien. Foto: Hofmann
Die Grünen wollen es genauer wissen. Sie haben an beide Landratskandidaten, Klaus Löffler (CSU) und Norbert Gräbner (SPD), einen Fragenkatalog geschickt. Auf einige Antworten haben sie zunächst im Rathaus Marktrodach bei Gräbner nachgehakt. Dabei hatten sie sich auf Themen wie erneuerbare Energien, Mobilität im Landkreis und Entgegenwirken des demografischen Faktors unter Vergünstigungen von Jugendlichen festgelegt. Kreisrätin Edith Memmel, Benedikt Schäfer und Helmut Wesolek stellten Fragen Gräbner, der sich den Fraktionsvorsitzenden der SPD, Richard Rauh, an seine Seite bestellt hatte.

Es ging zunächst um regenerative Energien. Helmut Wesolek sah in den Erneuerbare Energie Gesetzen (EEG) die Bürger benachteiligt. Die Energievision Frankenwald habe hervorragende Konzepte mit Bürgerbeteiligungen ausgearbeitet, was ja auch zu einigen Bioenergiedörfern im Frankenwald führte.
"Wollen Sie das wieder stärker fördern?", fragte Wesolek. Gräbner meinte, es sei schon viel hinsichtlich erneuerbare Energien und Bürgerbeteiligung geschehen. So wurden für Photovoltaikanlagen und Windkraftanlagen neue Bebauungspläne erstellt und vom Gemeinderat befürwortet. "Ich werde die Kreativität und Initiative von Bürgergesellschaften um erneuerbare Energien unterstützen", sagte Gräbner.

Für Gräbner können moderne Energiekonzepte auch in öffentlichen Gebäuden wie zum Beispiel dem Landratsamt verwirklicht werden. Richard Rauh gab zu bedenken, dass man mit Windkraft und Photovoltaik den Strombedarf der Großindustrie insbesondere im Norden des Landkreises nicht decken werden kann. Rau stellte klar, dass es ein Ziel sein muss, jedes öffentliche Gebäude im Landkreis behindertengerecht zu gestalten und energetisch zu sanieren.

Benedikt Schäfer fragte nach, ob man für Jugendliche Sondertarife im öffentlichen Nahverkehr einführen könnte. Hierzu stellte Gräbner heraus, dass er sich schon vor einiger Zeit hinsichtlich des im Herbst einzuführenden Mobilitätskonzeptes für eine niedrige Preisansetzung eingesetzt habe. In einem Sektor sollte man den Fahrpreis auf einen Euro festlegen, damit das Konzept angenommen wird. Als Beispiel nannte er die Preise für das Freibad in Marktrodach. Schon vor 20 Jahren hätte er die Preise anheben sollen, aber habe dabei festgestellt, dass zu wenig das Schwimmbad nutzen. Also habe man den Preis gelassen, einige Verbesserungen geleistet und die Besucherzahlen seien gestiegen und somit die Einnahmen - ohne Preisangleichung. So könnte es auch beim Mobilitätskonzept passieren.

Edith Memmel gab dem Landratskandidaten eine Anregung mit auf den Weg. Einmal im Jahr solle man sich mit den Obermeistern der Handwerkerinnungen zusammensetzen und über Investitionen im Landkreis reden, damit sich Handwerksbetriebe auf mögliche Auftragspotenziale einstellen können.
Bei kurzfristigen Ausschreibungen seien kleinere Betriebe oft nicht in der Lage ein Angebot abzugeben, da man kurzfristig überfordert wäre. Das sei ein guter Vorschlag, meinte Gräbner. Memmel erklärte: "Wir wollen beiden Kandidaten die Chance geben, ihre Vorstellungen zu äußern und überlassen dann unseren Anhängern und Freunden, wen sie wählen wollen."
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