Die Zukunft des Gebäudes an der Rodach 4 (Ficknbabelahaus) ist weiterhin ungewiss. In einer Denkmalfachlichen Stellungnahme des Bayerischen Landesamtes für Denkmalpflege ist der Zustand des Hauses realistisch beschrieben. Demzufolge steht das Haus seit 20 Jahren leer und der Zustand ist auch dementsprechend. Die Verschieferung der älteren flussseitigen Haushälfte ist zum großen Teil abgegangen und die Holzkonstruktion schadhaft. Der später angefügte in Ziegelstein errichtete Bauteil zeigt Schäden im Verputz. Im Inneren ist das Gebäude vollständig verwahrlost. Es wird aber dennoch angenommen, dass mit vertretbaren Mitteln eine Sanierungsfähigkeit besteht. Das Landesamt findet den Erhalt des Gebäudes aus städtebaulicher Sicht sehr begrüßungswert. Allerdings ist die Bedeutung des Baudenkmals nicht so hoch anzusetzen, dass eine Finanzierung unter Beteiligung des Entschädigungsfonds und weitere Mittel vom Landesamt für Denkmalpflege zur Verfügung gestellt werden können. Es könnten nur die Oberfrankenstiftung oder die Landesstiftung als Förderstellen greifen. Es müsste allerdings eine Nutzungsperspektive vorhanden sein.
Von Seiten der Gemeinde besteht keine Möglichkeit, zu investieren und zu sanieren. Bürgermeister Gerhard Wunder (CSU) führte aus, dass parallel zu diesen Sanierungsüberlegungen des Landesamtes ein Abrissantrag der Gemeinde an das Landratsamt eingereicht wird. "Das leer stehende Haus hat in all den Jahren keinen Investor gefunden und im momentanen Zustand stehen die Chancen für eine Abrissgenehmigung gut." Vor allen Dingen, weil im Rahmen der Städtebauförderung in diesem Bereich ein kleiner Park geplant ist mit Zugang zur Rodach und zum Beierswehr. Hierzu muss ein Zuwendungsantrag eingereicht werden zusammen mit einem Konzept, wie das ganze aussehen soll.