Kronach
Bilanz

Das Rote Kreuz stellt sich dem Wandel

Oswald Marr wird den BRK-Kreisverband weiter als Vorsitzender führen. Das ergab die Neuwahl des Vorstandes bei der Mitgliederversammlung in Kronach. Marr wies auch auf die sich wandelnden Anforderungen an den Verband durch demografische Veränderungen hin.
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Landrat Oswald Marr wurde mit 68 Stimmen bei 77 Stimmberechtigten als Vorsitzender des BRK-Kreisverbandes Kronach bestätigt. Foto: Sonja Adam
Landrat Oswald Marr wurde mit 68 Stimmen bei 77 Stimmberechtigten als Vorsitzender des BRK-Kreisverbandes Kronach bestätigt. Foto: Sonja Adam
"Das BRK Kronach ist in den nächsten Jahren noch stärker gefordert als schon bisher. Denn bis 2030 werden die Bürger im Landkreis Kronach durchschnittlich 50 Jahre alt sein - vier Jahre älter als im Bundesdurchschnitt. Das stellt das BRK vor neue Herausforderungen", erklärte der Vorsitzende Oswald Marr.

"Der Kreisverband Kronach des Roten Kreuzes ist mit über 1200 ehrenamtlichen sowie 360 hauptamtlichen Mitarbeitern und einem Umsatz von etwa 15 Millionen Euro und insgesamt 41 Standorten im gesamten Landkreis ein wichtiger Faktor für die Gesundheitsversorgung - insbesondere im Bereich Rettung, Betreuung und Pflege im Landkreis Kronach", zollte der Vorsitzende und zugleich Landrat Oswald Marr (SPD) der Arbeit des BRK größten Respekt.


Schwerpunkte für das BRK im Landkreis

Persönlich möchte Marr auch in Zukunft als Vorsitzender die Geschicke des Vereins leiten und sich für den Erfolg des Roten Kreuzes stark machen, wie er bei der Mitgliederversammlung im Schützenhaus betonte. Auch in Zukunft sieht Marr den Schwerpunkt der BRK-Arbeit bei Hilfsangeboten für behinderte und ältere Menschen: Die Seniorenhäuser Kronach und Ludwigsstadt genießen seiner Ansicht nach einen hervorragenden Ruf.

Das Seniorenhaus Kronach hat derzeit 150 Mitarbeiter, davon sind fünf Azubis, und es wird erweitert. "Die Fertigstellung ist für den Sommer dieses Jahres geplant. Voraussichtlich im August wird dieser wunderbare Neubau mit Leben erfüllt werden", kündigte Marr an. Im Seniorenheim Ludwigsstadt sind derzeit 90 Mitarbeiter, davon fünf Azubis, beschäftigt.


Viele Tätigkeitsfelder

Die Sozialstation "Oberer Frankenwald", die Aktion "Leben Plus", das Hausnotruf-System sowie die Kinder- und Jugendbetreuung sind laut Marr weitere Tätigkeitsbereiche, die das BRK mit Erfolg betreibt. Das klassische "Geschäftsfeld" des Roten Kreuzes sind weiterhin Rettungsdienst und Krankentransport. 45 Mitarbeiter sind in diesem Bereich hauptamtlich tätig, 100 ehrenamtlich. Es sind vier Rettungswagen und drei Krankentransportwagen im Einsatz. "Außerdem sind die Rettungswachen Kronach, Steinbach am Wald, Pressig und Steinwiesen sehr aktiv", lobte Marr das Engagement.

Er appellierte an alle ehrenamtlich Tätigen, sich auch in Zukunft zu engagieren. Denn sie seien das Rückgrat des Roten Kreuzes. Sehr positiv sei auch die Zahl der Blutspender. So seien im vergangenen Jahr 7118 Spender zu den Terminen gekommen. Besonders stolz war Oswald Marr darauf, dass das BRK Kronach als einziger Kreisverband in Bayern bestimmte Ausbildungen durchführen kann.


Ehrenamt hat hohen Stellenwert

"Wie wichtig uns das Ehrenamt ist, zeigen die Zahlen", legte auch Kassierer Herbert Gögelein dar. So hat allein der ehrenamtliche Bereich des BRK Kronach ein Haushaltsvolumen in Höhe von fast 700.000 Euro. Für mehr als 320.000 Euro (davon 182.000 Euro Eigenanteil) wurden neue Fahrzeuge angeschafft.

In der Versammlung wurden auch Neuwahlen durchgeführt. Während Vorsitzender Oswald Marr und seine Stellvertreterin Heidi Beyerle in ihren Ämtern bestätigt wurden, wurde die Wahl des zweiten Stellvertreters richtig spannend. Denn Uwe Gaudig (45) vom Rettungsdienst Teuschnitz und Richter Armin Bandorf (50) aus Wallenfels, der sich bei der Wasserwacht engagiert, stellten sich beide zur Wahl. Mit einer Stimme Mehrheit gewann Armin Bandorf. Bei diesem Wahlgang gab es vier ungültige Stimmen. Neu im Amt ist auch die stellvertretende Chefärztin Luise Gehring. Sie wurde als einzige Kandidatin des gesamten Vorstands einstimmig, ohne Gegenstimmen und ungültige Stimmen, gewählt.
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