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Steinbach am Wald
Zwischenbilanz

Das Netzwerk am Rennsteig ist etabliert

Der Geschäftsführer des BRK-Landesverbandes Bayern, Leo Stärk sowie sein hessischer Kollege vom Landesverband DRK Hessen, Thomas Klemp, waren am Donnerstag in Steinbach am Wald zu Gast, um sich über das Projekt "Lebensqualität für Generationen" des BRK-Kreisverbands und der Gemeinde zu informieren.
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Sie sind die Macher von Lebensqualität für Generationen (von links): Landrat Oswald Marr, Bürgermeister Klaus Löffler und BRK-Kreisgeschäfsführer Beierwaltes. Foto: Veronika Schadeck
Sie sind die Macher von Lebensqualität für Generationen (von links): Landrat Oswald Marr, Bürgermeister Klaus Löffler und BRK-Kreisgeschäfsführer Beierwaltes. Foto: Veronika Schadeck
Knapp ein Jahr ist es her, dass dieses Netzwerk am Rennsteig etabliert wurde. Mittlerweile hat "Lebensqualität für Generationen" weit über die regionalen Grenzen hinaus Wellen geschlagen. Ein Grund, eine Zwischenbilanz zu ziehen, beziehungsweise den weiteren Weg dieses Projekts zu erfahren.

In der Runde war auch der Geschäftsführer von Gerresheimer Tettau, Bernd Hörauf. Wie viele Mitarbeiter seines Unternehmens dieses Angebot schon in Anspruch genommen haben, könne er nicht eindeutig sagen, so Hörauf. Die Zahl sei nicht so von Bedeutung. Außerdem: "Welcher Arbeitnehmer geht zu seinem Chef und spricht seine Probleme zwecks Pflege von Angehörigen oder Betreuungsmöglichkeiten für seinen Nachwuchs an?" Es gehe auch nicht um einen Wettbewerb, sondern darum, diese Struktur zu verbreiten und die Mitarbeiter zu unterstützen.
Er sei überzeugt, so Hörauf, dass dieses Projekt künftig auf Grund der immer älter werden Menschen, des Mangels an Fachkräften etc. mehr an Bedeutung gewinnen wird.

Das stellvertretende Vorstandsmitglied der Sparkasse Kulmbach-Kronach, Klaus Bodenschlägel, wies darauf hin, dass das Geldinstitut das Projekt mit seinen Organisationsstrukturen künftig verstärkt - etwa durch Schulungen und Aktionen - ins Bewusstsein der Mitarbeiter und der Kunden rücken will. "Wir brauchen einander, um die künftigen Herausforderungen bewältigen zu können!"

Vergleichbare Regionen

Und wie geht es weiter mit "Lebensqualität für Generationen?" BRK-Geschäftsführer Roland Beierwaltes sagte, dass man jetzt noch ein Jahr mit den derzeitigen Kooperationspartnern das Projekt durchführen und Erfahrungen sammeln möchte. "Wir möchten alle Ecken und Kanten abschleifen." Im Jahr 2014 soll es für weitere Firmen und Dienstleistungsbetriebe geöffnet werden, auch über die Landkreisgrenzen hinaus.

Der Landesgeschäftsführer des DRK Hessen verfolgte interessiert die Ausführungen. In Hessen, so Thomas Klemp, gebe es vergleichbare Regionen. Er könne sich durchaus vorstellen, die "Lebensqualität in Generationen" in diese Gebiete zu übertragen. Er werde auf jeden Fall die "Lebensqualität für Generationen" im Landesverband publik machen. Für ihn sei auch faszinierend, dass mit diesem Netzwerk eine der Grundlagen des DRK praktiziert werde, nämlich Hilfe zu organisieren und zu koordinieren. Sein bayerischer Kollege, Leo Stärk, war von der Vernetzung von Wohlfahrtsverband, Kommune und Industrie begeistert. "Das überzeugt mich!"

Anfragen nehmen zu

Projektleiterin Antje Angles wies darauf hin, dass die Anfragen wegen der Unterstützung im Jugend- und Pflegebereich zunehmen. Im Wesentlichen verzeichne sie Erkundungen nach Betreuungsmöglichkeiten für Kinder und Jugendliche. Aber auch wegen der Betreuung von Demenzkranken könne sie eine stärkere Nachfrage feststellen.

Auf die Frage nach ihrer persönlichen Bilanz bei "Lebensqualität für Generationen" antwortete die ehemalige Leiterin des Kindergartens St. Franziskus in Steinbach am Wald, sie habe neue Lebenserfahrungen gewonnen und das Projekt sei vielseitig. Wie zu erfahren war, wird in Kürze auch ein Angebotsflyer vorgestellt, auf dem Lebensqualität für Generationen in deutscher und türkischer Sprache erklärt wird.


Worum geht es beim Projekt?


Hilfe Es geht darum, den Mitarbeitern der beteiligten Unternehmen schnell und unbürokratisch Hilfe anzubieten, wenn es um die Betreuung von Kindern, ihrer pflegebedürftigen Angehörigen oder um die Bewältigung der in diesem Zusammenhang entstehenden Bürokratie geht. Projektleiterin Antje Angles ist die zentrale Anlaufstelle.

Erklärung Die erste Kooperationserklärung für dieses Projekt wurde im Oktober 2011 unterzeichnet. Im Mai 2012 folgte der offizielle Projektstart, vier Monate später wurde das BRK-Mehrgenerationenhaus in Buchbach mit verschiedenen Angeboten gegründet.

Unterstützung Ziel von "Lebensqualität für Generationen" ist es, die Arbeitnehmerschaft zu unterstützen. Denn, so heißt es: "Weiß ein Mitarbeiter sein Kind beziehungsweise seinen zu pflegenden Angehörigen gut aufgehoben, kann er sich auch mehr im Berufsalltag auf seinen Job konzentrieren."

Attraktivität Weiterhin, so sind die Initiatoren, Bürgermeister Klaus Löffler und BRK-Kreisgeschäftsführer, Roland Beierwaltes, überzeugt, stärke dies auch die Attraktivität eines Unternehmens und einer Region.

Beteiligte Die Beteiligten und Unternehmen sind bisher: BRK-Kreisverband, Gemeinde Steinbach, Landkreis, Rauschert Steinbach, Gerresheimer Tettau, Wiegand-Glas, Sparkasse Kulmbach-Kronach.

Infos Antje Angles gibt nicht nur Hilfestellungen, sondern sie ist auch in Betrieben unterwegs, um über Lebensqualität für Generationen und die damit verbunden Möglichkeiten zu informieren.

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