Ludwigsstadt
Erkennungszeichen

Das Logo fürs Ludwigsstadter Bad ist ausgewählt

Bei der Ludwigsstädter Stadtratssitzung am Donnerstag stellte Rudi Söllner das neue Logo des Freibads vor. Er überzeugte mit seinem einladend und frisch wirkenden Entwurf.
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Rudi Söllner (rechts) stellt sein Logo für das Freibad vor, das von Bürgermeister Timo Ehrhardt (links) und dem Stadtrat ausgewählt worden war. Foto: Heike Schülein
Rudi Söllner (rechts) stellt sein Logo für das Freibad vor, das von Bürgermeister Timo Ehrhardt (links) und dem Stadtrat ausgewählt worden war. Foto: Heike Schülein
Zwei Schwimmer machen sich bereit, in die Fluten hinabzutauchen. Links ist ein "Frankenwald"-Baum zu sehen. Darunter springt der Schriftzug www.lu-sea.de sofort ins Auge. Über alledem leuchtet eine orangefarbene Sonne. Es sind nur einige wenige Linien und Striche, sparsam angedeutet und doch wirkungsvoll: Das neue Logo des Freibads Ludwigsstadt ist ein echter Hingucker.

Das Erkennungszeichen wurde von Rudi Söllner in einem kleinen Wettbewerb geschaffen, bei dem fünf gelungene Logo-Vorschläge für eine bessere Werbemöglichkeit des Freibads an die Stadtverwaltung gerichtet worden waren. Als Belohnung gab es für den Gewinner eine Jahresfreikarte. "Andere geben dafür viel Geld aus und wir bekommen das zugearbeitet von der Bevölkerung.
Das zeigt einmal wieder, was unsere Bevölkerung leisten kann", freuten sich Bürgermeister Timo Ehrhardt (SPD) und auch die Stadträte erklärten den Vorschlag von Rudi Söllner zu ihrem Favoriten.

In der Natur gelegen und familienfreundlich

Der Ludwigsstädter stellte seinen Entwurf vor, der ein in der Natur gelegenes und dem familienfreudigen Ansatz gerecht werdendes Freibad interpretiert. Ein Logo solle, so erläuterte Rudi Söllner, etwas für die Region Unverwechselbares darstellen. Es solle relativ einfach gestaltet, einprägsam und verständlich sowie für vielerlei Dinge reproduzierbar sein. Zudem müsse man eventuelle Urheberrechte beachten. "Mein Entwurf zeigt Wasser, eine Sonne und Menschen. Den Schriftzug habe ich in Form einer Wanne gestaltet als Bezug zum Freibad", erläuterte er.

Die Sonne stehe auch für das Solardach des Freibads. Den Baum habe er aus dem Rennsteiglogo herausgefiltert, was urheberrechtlich kein Problem sei. Da Ludwigsstadt mit Familienfreundlichkeit werbe, habe er eine größere und eine kleinere Person gezeichnet. Diese sollten einen Erwachsenen und ein Kind darstellen.
"Das Logo repräsentiert künftig unser Freibad und wird für das Marketing verwendet", freute sich der Bürgermeister. Dieser überreichte Söllner seine Jahreskarte für das städtische Freibad, gleich mit dem nagelneuen Logo. Dieses war grundsätzlich auf Zustimmung gestoßen. Kontrovers war im Vorfeld die Domain www.freibad-ludwigsstadt.de diskutiert worden. Stadtdessen kam man überein, www.lu-sea.de zu verwenden. Damit sei man laut Ehrhardt ein wenig "internationaler". Da es ein überregionales Bad der Rennsteigregion sei, erachte man die nunmehrige Domain als passender. Weil "lu-sea" ein Vorschlag der Tochter des Gemeinderats Christian Heyder (CSU), Lilli Heyder, ist und man bei ihr ein wenig "geklaut" hatte, wurde sie mit einer 10er-Karte für das Freibad bedacht. Anwesend waren auch Pamela Schinner, Vorsitzende des DLRG-Ortsverbands Ludwigsstadt, und Schwimmmeister Nicol Schinner. Sie zeigten sich ebenfalls angetan vom Logo, das auch für Druckerzeugnisse der DLRG verwendet wird. Der Bürgermeister nutzte die Gelegenheit, um sich bei der DLRG für ihr großes Engagement zu bedanken.

Weitere Punkte standen auf der Tagesordnung

Der Stadtrat wendete sich weiteren Themen zu. Geschäftsleitender Beamter Frank Ziener ging auf den zu ändernden Flächennutzungs- und Landschaftsplan beziehungsweise Bebauungs- und Grünordnungsplan "Hüttenwiesen" ein. Gegen die Änderung des Flächennutzungs- und Landschaftsplans wurden keine Einwände erhoben. Der Feststellungsbeschluss erfolgte einstimmig.

Der Planungsentwurf des Bebauungs- und Grünordnungsplans musste unter Berücksichtigung der eingegangen Stellungnahmen in der förmlichen Beteiligungsrunde nochmals überarbeitet werden. Aufgrund der Forderung des Sachgebiets Immissionsschutz am Landratsamt Kronach wird die Genehmigungsfreistellung für handwerkliche und gewerbliche Bauvorhaben ausgeschlossen. Dadurch kann weiterhin im Einzelfall entschieden und auf ein aufwendiges Lärmgutachten im Bauleitplanverfahren verzichtet werden. Für den Bebauungs- und Grünordnungsplan findet nun eine weitere Beteiligung statt - jedoch nur zu den geänderten Punkten. Voraussichtlich kann die Angelegenheit bei der Stadtratssitzung im April beschlossen werden. Notwendig wurden die Änderungen der Pläne, um Aldi ein Baurecht für dessen geplante Erweiterung um 200 Quadratmeter zu ermöglichen. Der Bürgermeister hoffte, nach den vielen bürokratischen Formalitäten nun baldmöglich die Einweihung feiern zu können.

Keine Einwände des Gremiums bestanden gegen den Antrag von Ewald Heyder und Daniel Hollederer. Sie wollen die Grundstücke mit den Flur-Nummern 836 und 835 in Steinbach an der Haide aufforsten. Laut Landschaftsplan ist in diesen Bereichen eine Laubmisch waldaufforstung geplant.

Zugestimmt wurde auch dem Raumordnungsverfahren "Wasserspeicherkraftwerk Leutenberg/Probstzella". Das Thüringer Landesverwaltungsamt hat ein Raumordnungsverfahren für die Errichtung eines Wasserspeicherkraftwerkes zwischen Probstzella, Unterloquitz und Leutenberg eingeleitet. Ludwigsstadt wurde über die Regierung von Oberfranken als Nachbarkommune am Verfahren beteiligt und um Stellungnahme gebeten. Die Nutzung der Loquitz für das Vorhaben erfolgt stromabwärts. Auswirkungen auf das Hoheitsgebiet der Stadt Ludwigsstadt sind nicht zu erwarten.

Keine Einwände gab es gegen die vom evangelisch-lutherischen Pfarramt Steinbach/Haide beabsichtigte Teilsanierung der Pfarrkirche St. Elisabeth. Die Maßnahmen wurden zwischen Vertretern der Kirchengemeinde, der Landeskirche, dem beteiligten Statiker, der Restauratorin sowie dem Architekten festgelegt. Für die Sanierungsmaßnahmen rechnet man mit Kosten von circa 238 000 Euro.

Unter "Sonstiges" fragte Martin Schmidt (CSU), was nun mit der Kooperationsvereinbarung von Ludwigsstadt und dem Markt Tettau für die kommunale Breitbandförderung ist. Frank Ziener antwortete, die Ausschreibung sei derzeit in Vorbereitung. Es fehle noch die Zuarbeit eines Telekommunikationsanbieters.


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