Lauenstein
Havarie

Coburger Laster bleibt bei Lauenstein stecken

Ein Coburger Lasterfahrer versuchte am Dienstag, durch die niedrige Bahnunterführung bei Lauenstein zu kommen. Das misslang gründlich.
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Dieser Coburger Laster blieb am Dienstag bei der niedrigen Bahnunterführung in Lauenstein nach einem Wendemanöver stecken.  Foto: Friedwald Schedel
Dieser Coburger Laster blieb am Dienstag bei der niedrigen Bahnunterführung in Lauenstein nach einem Wendemanöver stecken. Foto: Friedwald Schedel
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Für ein kleines Chaos an der Baustelle der "ewigen Brücke" bei Lauenstein sorgte am Dienstagnachmittag ein Coburger Lasterfahrer. Nach einer Havarie war die Pkw-Umleitung unter der Bahn hindurch für Stunden nicht passierbar. Eine weitere Umleitung über Waldwege wurde eingerichtet. Feuerwehrleute wiesen an jeder Wegegabelung und -kreuzung den Autofahrern die richtige Richtung zur Fischbachsmühle, damit sich keiner im Wald verirrte.

Die "ewige Brücke" der Bundesstraße 85 über die Bahnlinie bei Lauenstein ist seit Längerem gesperrt. Der Schwerverkehr muss eine weiträumige Umleitung in Kauf nehmen. Fahrzeuge bis zu einer Höhe von 2,9 Metern dürfen - nach einer Wartezeit an der Baustellenampel - die kurze Umleitung fahren. Nadelöhr ist dabei eine niedrige und schmale Bahnunterführung.



Das Wendemanöver misslingt

Der Lasterfahrer, der aus Richtung Ludwigsstadt kam, ignorierte am Dienstag eine Reihe von Warnschildern, die auf die maximale Durchfahrtshöhe der Unterführung hinweisen, manövrierte an der Ampel vorbei und das steile und kurvige Sträßlein hinunter bis zur Bahnunterführung. Dort sah er, dass sein fast dreieinhalb Meter hohes Gefährt niemals durch das Nadelöhr passen würde - und er machte den zweiten Fehler, der allerdings gravierender war: Er versuchte, unmittelbar vor der Unterführung zu wenden. Dabei geriet die Vorderachse des Lasters über die kleine Böschung auf eine Wiese, von der der Lasterfahrer trotz aller Bemühungen nicht wegkam. Das Gras war plattgewalzt.

Schließlich sah er ein, dass sein Gefährt per Seilwinde aus der Wiese gezogen werden musste. Die Firma Reier kam mit dem Berge-Laster auf der gleichen Seite der Unterführung an. Doch der große Laster passte noch weniger durch die Unterführung. Also fuhr man über die Waldwege auf die westliche Seite der Unterführung. Der Rest war ein Klacks: Stahlseil unter der Unterführung durch, am Havaristen angekoppelt, ein kurzer Ruck und der Coburger war wieder auf dem rechten Weg.

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