Ludwigsstadt
Ausbildung

Carl-August Heinz will junge Leute im Norden Kronachs halten

Der Unternehmer Carl-August Heinz hat über seine gleichnamige Stiftung 100.000 Euro an die Fachoberschule am Rennsteig gespendet.
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Carl-August Heinz Foto: privat
Carl-August Heinz Foto: privat
Wie Heinz auf Anfrage mitteilte, sei die Spende zweckgebunden. Das Geld dürfe nur für die unmittelbaren Ziele der FOS am Rennsteig eingesetzt werden. Auch könnten damit bestehende beziehungsweise sich auftuende Förderlücken geschlossen werden.


400.000 Euro als Startkapital


Carl-August Heinz und der Steinbacher Unternehmer Nikolaus Wiegand hatten vor knapp vier Jahren mit einem Startkapital von insgesamt 400 000 Euro den Grundstock für diese Privatschule gelegt.

Dass er diese Bildungseinrichtung jetzt noch einmal unterstützt, begründet er damit, dass es ihm ein Anliegen sei, "den jungen Leuten eine gute und wohnortnahe Ausbildung zukommen zu lassen". Er verspreche sich davon, dass mehr Heranwachsende der industriestarken Region treu bleiben.
Er wirkt nachdenklich, als er meint: "Kein Betrieb kann ohne Menschen betrieben werden."


Staatliche Förderung das Ziel


Seit Jahrzehnten kämpfen die Unternehmer der Rennsteig-Region und einige Kommunalpolitiker um eine weiterführende Schule im Norden. Diese private Einrichtung zu etablieren, sei mit vielen Problemen verbunden gewesen, erinnert sich Heinz. Deshalb arbeite er auch daran, diese Schule mit zum Erfolg zu führen. Das Ziel sei die staatliche Förderung. Dann würden sich auch für die Schüler Erleichterungen ergeben, da bei den Prüfungsergebnissen auch ihre Jahresfortgangsnoten berücksichtigt werden. Genau das sei an der privaten FOS am Rennsteig nicht der Fall.

Carl-August Heinz kann sich vorstellen, dass auch ein sozialer Zweig in Ludwigsstadt etabliert werden könnte, "wenn das Grundziel der staatlichen Bezuschussung der FOS erreicht ist" . Zudem könnte ein Schülerwohnheim entstehen, so dass das Angebot von deutlich mehr jungen Leuten auch von außerhalb des Landkreises angenommen werden könnte.

Die beste Unterstützung für die FOS am Rennsteig wäre, wenn eine Realschule im nördlichen Landkreis etabliert würde, so der Unternehmer weiter. Somit könnten den jungen Menschen im Norden des Landkreises wirkliche wohnortnahe Bildungsmöglichkeiten geboten werden.


Vorhaben der Motessori-Schule kontraproduktiv


Das Vorhaben der Montessori-Schule, eine MOS mit einem sozialen Zweig in Kronach zu erröffnen, bezeichnet Carl August Heinz als kontraproduktiv. Diese werde, so vermutet er, von den Fachoberschulen in Coburg und Kulmbach - im Gegensatz zur FOS am Rennsteig - wohl als wirkliche Konkurrenz gesehen. Deshalb sei eine Bezuschussung durch diese Landkreise auch mit großer Skepsis zu sehen. Der Unternehmer vermisst zu dem Thema "MOS in Kronach" bisher eine seriöse Kosten-Nutzen-Rechnung. Die sei angebracht, da aus dem Kreis Kronach lediglich etwa ein Drittel der Schüler die Montessori-Einrichtung besuchen.

Und wie sieht Carl-August Heinz die Zukunft der FOS am Rennsteig? Natürlich werde es nach der staatlichen Anerkennung nicht einfach sein, die jeweils 16 Schüler für eine Klasse zusammen zu bekommen. Aber sei diese erst einmal erreicht, werde auch ein einfacherer Prüfungsablauf für die Schüler gewährleistet, was den Eintritt in die Fachoberschule auf alle Fälle attraktiver machen würde. Zudem würde auch eine für ihn durchaus realisierbare Realschule im Norden für mehr Eintritte sorgen.


Kreistradt kriegt Kontra


Carl-August Heinz gibt sich kämpferisch: "Solange diese Voraussetzungen nicht gegeben sind, wird es nicht einfach sein. Aber uns Verantwortlichen und Unterstützern der FOS im Norden wird schon noch etwas einfallen." Auch für die Gegner findet er klare Worte: "Die Zukunft Kronachs ist nicht dadurch gesichert, dass die Kreisstadt versucht, alles an sich zu ziehen".

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