Kronach
Kommunalpolitik

CSU-Ziel: künftig den Landrat stellen

Die Frankenwald-CSU zeigte sich bei der Kreisvertreterversammlung geschlossen und zuversichtlich.
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Die engere Führungsspitze der Frankenwald CSU bleibt um Kreisvorsitzenden Jürgen Baumgärtner (Mitte) bestehen. Mit im Bild (von links) MdB Hans Michelbach, und seine Stellvertreter Sibylle Fugmann, Jens Korn, Gerhard Wunder und Angela Hofmann. Foto: Michael Wunder
Die engere Führungsspitze der Frankenwald CSU bleibt um Kreisvorsitzenden Jürgen Baumgärtner (Mitte) bestehen. Mit im Bild (von links) MdB Hans Michelbach, und seine Stellvertreter Sibylle Fugmann, Jens Korn, Gerhard Wunder und Angela Hofmann. Foto: Michael Wunder
Kreisvorsitzender Jürgen Baumgärtner meinte zu Beginn der Veranstaltung, dass man als Frankenwald-CSU angekommen sei. "Wir sind wieder wer". Dies sei ein Verdienst aller Mitglieder.

Mehr Eintritte als Austritte und Sterbefälle zeigten eine steigende Tendenz bei der Mitgliederzahl. Insgesamt habe die Frankenwald-CSU derzeit 1335 Mitglieder. Die Struktur habe sich gut entwickelt und die transparente Politik komme bei Mitgliedern und Bürgern gleichermaßen gut an.

Viele Versprechungen seien eingehalten worden. So habe die Schulwegsituation in einem ersten Schritt verbessert werden können. Weitere unbefriedigende Zustände würden ab dem neuen Schuljahr im Sinne der Kinder fernab der Kreisstadt abgestellt. Einen Schulweg von 90 Minuten könne man nicht akzeptieren.

Jetzt handeln

Mit Nachdruck sprach sich Baumgäertner für ein neues Lehrschwimmbecken beim "Crana Mare" aus. Anstelle des bisherigen Lehrschwimmbeckens an der RS I soll dort eine weitere Sporthalle entstehen. "Wir sollten die günstige Finanzausstattung und Fördermöglichkeiten beim Schopf packen und jetzt handeln", meinte der Abgeordnete. Er forderte einen seniorengerechten Landkreis. Die älteren Bürger sollten in ihrer vertrauten Umgebung so lange wie möglich bleiben können. "Wir wollen diesbezüglich ein Vorzeige-Landkreis werden", kündigte er eine wichtige Weichenstellung des Kreistags an.

Hilfe brauchten auch die jungen Leute im Landkreis, so fielen einige aus dem "sozialen Raster". Ihnen müsse geholfen werden. Die CSU sehe sich in der Pflicht, jedem Kind und jedem Jugendlichen Perspektiven für die individuelle Zukunft aufzuzeigen und sie davor zu bewahren, aus Perspektivlosigkeit einen Weg der Straffälligkeit und der Gewalt einzuschlagen. Ein Streetworker solle dabei eingesetzt werden. Einen entsprechenden Antrag habe die CSU Kreistagsfraktion bereits gestellt.

Als Wichtigstes bezeichnete Baumgärtner die Arbeitsplätze vor Ort. Man pflege deshalb kontinuierlich den Kontakt zu den Unternehmen.

Abgeschlossen sei mittlerweile auch die Diskussion um die Beitragshöhe in der CSU. "Es ziehen zwischenzeitlich alle Ortsverbände satzungsgemäß ihre Beiträge ein", stellte Baumgärtner fest.

Er bat darum, dass dies auch weiter so bleibt. "Wenn wir geschlossen sind, mache ich mir keine Sorgen, dass wir mit Klaus Löffler den Landrats-Posten zurückgewinnen". Wenn dem so wäre, würde die CSU alle wichtigen politischen Ämter besetzen.

Stellvertretender Kreisvorsitzender Gerhard Wunder meinte, man müsse gemeinsam für Klaus Löffler kämpfen, um das Ziel, künftig den Landrat zu stellen erreichen zu können. Er, der selbst als Kandidat gehandelt wurde, machte deutlich, dass er und auch die Ortsverbände aus seiner Gemeinde voll hinter Klaus Löffler stünden.
Stellvertretende CSU-Kreisvorsitzende Angela Hofmann sprach von einem guten Betriebsklima in der Frankenwald-CSU.

Bezirksrat Christian Meißner hob die bürgernahe Art von Klaus Löffler hervor. Für MdB Hans Michelbach ist die CSU "die Volkspartei für alle Bevölkerungsschichten". Eine starke Wirtschaft, stabile Finanzen, Investitionen in die Zukunft und eine gute Infrastruktur seien die vier Eckpfeiler, für die es sich zu kämpfen lohne. Die weitsichtige Finanzpolitik komme gerade der jungen Generation zugute. Diese sollte auch die Chance ergreifen.



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