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Glosberg
Wegkreuz

Bürger sorgen für Restaurierung

Das Fünf-Wunden-Kreuz zwischen Glosberg und Reitsch wurde wieder aufgestellt. Dies ist vor allem den Bürgern zu verdanken, von denen die Initiative dafür ausging.
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Bildhauer Manfred Fössel (3. v. r.) erörterte am Fünf-Wunden-Kreuz die durchgeführten Arbeiten. Bürgermeister Wolfgang Beiergrößlein (3. v. l.) und Kreisheimatpfleger Roland Graf (r.) dankten den Idealisten, welche die Restaurierung veranlasst hatten (v. l.): Fritz Neder, Robert Baehr und Alfred Stumpf (Zweiter von rechts).
Bildhauer Manfred Fössel (3. v. r.) erörterte am Fünf-Wunden-Kreuz die durchgeführten Arbeiten. Bürgermeister Wolfgang Beiergrößlein (3. v. l.) und Kreisheimatpfleger Roland Graf (r.) dankten den Idealisten, welche die Restaurierung veranlasst hatten (v. l.): Fritz Neder, Robert Baehr und Alfred Stumpf (Zweiter von rechts).
Ein Kleinod erstrahlt wieder in Hochglanz. Das Fünf-Wunden-Kreuz zwischen Glosberg und Reitsch. "Mit Eigeninitiative, gepaart mit Idealismus und Tatendrang, kann man sehr viel für das Gemeinwohl erwirken", hob Bürgermeister Wolfgang Beiergrößlein (FW) angesichts dieser Restaurierung hervor.

Robert Baehr, der sich seit Jahrzehnten in seinem Heimatort ehrenamtlich engagiert, sah schon längere Zeit beim Anblick des von Witterungseinflüssen stark in Mitleidenschaft gezogenen Kreuzes Handlungsbedarf. Es sollte seiner Meinung nach restauriert und verschönert werden. Schließlich wurde das im Landkreis Kronach selten zu findende Fünf-Wunden-Kreuz auf Baehrs Initiative hin in einer beispielhaften Gemeinschaftsaktion wieder auf Hochglanz gebracht.



Teile gereinigt und ersetzt


Bildhauer Manfred Fössel nahm zunächst eine Reinigung der Holz und Metallteile vor. "Die Füße waren in desolatem Zustand", als er vor circa sechs Monaten das Kreuz in sein Atelier angeliefert bekommen habe, erinnert er sich. Einige Teile mussten seiner Aussage nach komplett erneuert werden, so auch das Schweißtuch am Herzen in der Mitte des Kreuzstammes. Es wurde durch ein 55 Jahre altes Lindenholzstück ersetzt.

Fritz Neder übernahm den Auf- und Abbau des Kreuzes und hat das Lindenholz geschliffen und gestrichen. Alfred Stumpf baute mit ab und auf und sorgte mit seinem Fahrzeug für den Transport.

Sehr glücklich und zufrieden war nun Initiator Robert Baehr, der nicht nur diesen fleißigen Idealisten und Helfern dankte, sondern auch etlichen großherzigen Spendern. Dank zu sagen war auch das Anliegen des Bürgermeisters, der selbst aus seinem persönlich von der Sparkassenstiftung zur Verfügung gestellten Etat 1000 Euro zur Finanzierung der Restaurierung beigetragen hat.


Vermutlich 1859 errichtet


Kreisheimatpfleger Roland Graf freute sich sehr und war dankbar, dass dieses Fünf- Wunden-Kreuz, das wohl erstmals im Jahr 1859 errichtet worden ist, und von dessen Art es im Landkreis Kronach maximal fünf bis sechs geben dürfte, restauriert und wieder aufgestellt worden ist. Es imponierte ihm besonders, dass der Impuls dafür einzig und allein aus der Bevölkerung gekommen ist. Deshalb habe er auch aus dem Etat für Heimatpflege des Landkreises einen Zuschuss gewährt.

Das "Fünf-Wunden-Kreuz" stelle symbolisch, in Kreuzform angeordnet, die fünf Wunden Jesu Christi an Händen, Füßen und am Herz dar. "Mögen weiterhin viele Pilger, Wanderer und Wallfahrer dieses Kleinod zum Gebet und zum Innehalten aufsuchen", wünschte sich Kreisheimatpfleger Roland Graf. Unmittelbar neben dem Kreuz steht auch eine Bank zur Rast zur Verfügung.
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